Tagebuch der Elbbiene

22. März

Heute habe ich die zwei verwaisten Kisten geöffnet um die Reste zu entnehmen und nach Spuren zu suchen. Und ich wurde fündig.

Kiste Grau: Hier war die alte Königin aus der Kiste eingezogen, die dann zu “Gelb” wurde, sie sah ja während des Schwärmens schon labil aus. Und tatsächlich wurde versucht, mitten im Winter eine neue Königin zu ziehen, ich habe eine geöffnete und eine noch geschlossene Weiselzelle entdeckt.

Vorräte waren doch noch reichlich vorhanden.

Damit fühlte ich mich dann etwas besser. Es waren verhältnismäßig wenig Bienen zwischen den Waben, vielleicht haben sie sich nebenan eingebettelt, an einem etwas wärmeren Tag?

Kiste Gelb ist tatsächlich verhungert, ich habe ganz viel Melezitose Honig gefunden…

Blanker, kristalliner Honigzucker. Ich vermute, dass sie zur Zeit der Rapsblüte ganz viel davon eingelagert haben. Zentral, denn sie hatten wg der Bauerneuerung keinen Honigraum, aus dem ich das Zeugs hätte entfernen können.

Diese Kiste war leider voll mit toten Bienen, viele mit Kopf in den Waben. Die Kiste atmete Verzweiflung. Echt fies. Und ich frag mich, ob und wie ich das hätte verhindern können… :cry:

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Hallo Andra, ich hatte ja mit einer meiner BK´s im letzten Jahr nahezu das exakt gleiche Erscheinungsbild wie du bei deiner gelben Kiste heuer. Ich glaube gegen Melezitose kann man nix machen! Die Bienen verhungern kopfüber im Futter, weil sie den Zucker nicht auflösen können. Traurig - aber mehr fällt mir dazu nicht ein! Ich habe gedacht, dass dieses Phänomen vor allem im letzten Jahr so schlimm war. da einige Imker in der Umgebung damals Verluste hatten.
Auch die Bilder deiner anderen ausgestorbenen Kiste gleichen der meinen von diesem Jahr - Versuche von Weiselzellen mitten im Winter - natürlich erfolglos und ziemliche wenige Bienen im Stock –> Königinnenverlust im Winter :sob:
LG Mani

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Grundsätzlich “beißt” sich dieser Erklärungsansatz da “Melizitose” nicht bei Blütenhonigen wie Raps auftritt.

Rapshonig kann auch in den Waben hart auskristallisieren, ist deswegen aber kein Melizitosehonig da dieser bei Waldhonigen entsteht.

Ich habe jetzt nicht den ganzen Chatverlauf gelesen.

Aber bist Du Dir in Deiner Diagnose 100%ig sicher?

Das Bild eines an Varroa verendeten Volkes sieht nicht arg viel anders aus. Vor allem wenn danach die Vorräte davon oder Teile ausgeräubert wurden.

Dann könnte man auch denken die sind verhungert, weil kein Futter mehr da ist. Auf dem letzten Bild sehen die Vorräte teilweise eher geräubert als “normal” geleert aus.

Kann mich auch täuschen, wie sah das Varroamanagment bei den beiden aus?

Gruß Andreas

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Okay, da hab ich den Begriff falsch verstanden, hatte ihn generell für auskristallisierten Honig abgespeichert. Da Rapshonig “nur” auskristallisierten, ohne den Dreifachzucker zu bilden, ist er dann natürlich kein Melezitose Honig. Danke dir, für den Hinweis.

Das letzte Bild sieht so wild aus, da ich mit einem Messer grob die Wachsdeckel entfernt habe. Varroa schließe ich aufgrund der durchgeführter Behandlungen aus, auch weil ich explizit beim Leerräumen der Kiste nach Varroen gesucht habe. Das war mir echt wichtig zu erkennen, ob es varroa gewesen sein könnte. Und ich erkenne die Viecher :wink:

Räuberei ist ebenso ausgeschlossen. Denn zum Jahreswechsel war noch alles gut. Dann kamen zwei Monate Dauerfrost, da flog nix und niemand. Kisten stehen direkt am Haus, im Vorgarten, die hab ich im Blick. Und am ersten halbwegs warmen Tag hab ich geprüft weil aus der Kiste eben nix flog. Und für tot befunden. Kiste dicht gemacht und halt jetzt geleert.

10. Mai. Ich freue mich über mein grünes Volk. Ich lasse sie weitestgehend in Ruhe machen und habe seit Einsetzen der Honigraumleisten nur einmal durch die Klappe geschaut bisher, wie der Ausbau voran geht. Aus dem Flugloch riecht es täglich ganz herrlich und sie fliegen gut, Polleneintrag reichlich und Drohnen auch gut vorhanden.

Heute dann mal geöffnet und ich bin erfreut über die große Bienenzahl. Honigraum ist ziemlich weit ausgebaut, man sieht allerdings, dass ich nur Streifen und keine ganzen Mittelwände vorgegeben habe. Wabenränder spitz. Wenige Spielnäpfchen zu sehen. Mit einem Schwarm rechne ich derzeit nicht.

Dieses Jahr gibt es zum Glück kein Rapsfeld in der Gegend. Die Kiste wiegt zur Zeit stolze 68kg.

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25. Mai Am 17.5. habe ich meinen ersten Schwarm, ein Mini-Schwärmchen, eingefangen ( Schwarmgeschehen 2026 - #31 von Elbbiene ) und einen Tag später in die Biki einlaufen lassen. Bei Sauwetter, unterm Regenschirm.

Kontinuierlich füttere ich mit Zucker-Honigwasser. Dort, wo der Futtertrog steht, haben sie zu bauen begonnen, mittig. Ich denke, sie tun, was sie können. Wir werden sehen, ob es reicht. Polleneintrag hab ich noch keinen beobachtet, ich bin gespannt…

Der Honigraum der Grünen ist jetzt nahezu komplett ausgebaut, gerade wieder Waben vom Rückbrett abgetrennt. Die Kiste wiegt 75kg.

Weiselzellen sind keine zu finden.

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WOW - 75 Kilo hatte ich noch nie!!! Das ist ja wirklich ein Schwärmchen!
LG Mani

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Missverständnis, Mani?

Die volle, grüne Kiste (Altvolk) wiegt 75 kg.

Das kleine Schwärmchen nebenan hat vielleicht mal gerade 100g :sweat_smile:

Hallo Andra,
meine Bienenkiste hatte gestern Abend ein Gewicht von 83 kg.
Das ist Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen mit der Stockwaage im Jahr 2020.
Anfang April lag das Gewicht bei 39 kg nachdem sie auf eigenen Vorräten überwintert hatten. Die Robinienblüte ist jetzt bei uns gerade vorbei - da konnten sie alleine in den letzten 10 Tagen um 20 kg zulegen.
Die Linden blühen bei uns noch nicht, schauen heuer aber auch sehr üppig aus - ich kann mir nicht vorstellen, dass bei der Bienenkiste da noch viel mehr geht - schon jetzt drückt es den hinteren Deckel beinahe aus der Kiste.
LG. Hartmuth

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Krass, Hartmuth. Die 85kg hatte dieses Volk letztes Jahr auch, in KW 22, danach ging es langsam zurück auf 75. Da hatte ich allerdings auch ein Rapsfeld gleich um die Ecke. Dieses Jahr nicht. Die Robinie ist hier gerade in voller Blüte. Mal sehen, was noch kommt.

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Hi Andra, hatte dich schon richtig verstanden! Habe nur etwas missverständlich auf zwei Sachen gleichzeitig geantwortet :joy:Meine BK hatten maximal etwas mehr als 65 Kilo!!! Da erwartet dich ja in diesem Jahr eine große Menge Honig :+1: !
Alles Gute weiterhin
Mani

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2. Juni. Alles sieht gut aus.

Die grüne Kiste hat die 80kg erreicht.

Das kleine Volk in der grauen Kiste macht Baufortschritt. Langsam aber sicher.

Und es wird Pollen eingetragen. Freu!

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Hallo Andra, meine BK stehen ja nebeneinander, ich habe schon zweimal in den letzten Jahren die Bienenkisten für einige Zeit (etwa eine Stunde unter Beobachtung) ausgetauscht. Dann fliegt ein Teil der Flugbienen der einen Kiste in die andere - das würde deinen Schwarm eventuell verstärken! Aber es kommt natürlich auf den Standort an!
LG Mani

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Die Idee hatte ich auch Mani, Danke fürs Teilen, und habs dann nochmal überdacht: Mini Volk verstärken

Moin Mani… aber wenn du die dann gleich(?) wieder zurück (ver-)stellst, fliegen sie doch wieder in die alte Kiste weil gleicher Standort zurück!?

Ich hab das noch nicht ausprobiert und wenn hätte ich den Standort der Kisten nur einmal gewechselt.

Wo ist mein Denkfehler?

Grüßle Thomas

Um Andras Stockkarte nicht zu missbrauchen, antworte ich dir auf meiner Seite hier!
LG Mani

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8. Juni. Noch immer keine Schwarmstimmung in der großen Kiste. Doch da es die ganze Zeit kühl und regnerisch war, wundert es mich irgendwie auch nicht. Die Kiste wiegt jetzt “nur” noch 72 kg.

Ansonsten hab ich beim Check knapp 400ml Bodenbrettbienen entnommen und dem Mini-Volk zugeführt. Mini Volk verstärken - #5 von Elbbiene . Die haben sich gut integriert.

..

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