Wiegen und Füttern?

Hallo Einraumbeutler,

ich habe eben meine beiden Mellifera-ERB per Kofferwaage gewogen, nachdem @JBL gerade seinen Wert hier genannt (44,5 kg) hatte, und habe deutlich weniger Gewicht ermittelt… :worried:

  • Volk A | Jungvolk vom 10.5. | 13 Rähmchen | Gesamtgewicht 34,8 kg
  • Volk B | Jungvolk vom 19.5. | 8 Rähmchen | Gesamtgewicht 27,2 kg
  • Leergewicht Mellifera-ERB mit 6 Rähmchen: 20,5 kg
  • Gewicht pro Rähmchen (gemittelt): 0,33 kg

Ich bin jetzt gerade etwas besorgt, besonders in Relation zu den 44,5 kg von @JBL

Von @MasterTom hatte ich mal dies hier gefunden:

Meine Fragen an Euch dazu:

  • Was ist Eure Faustformel für die ERB?
  • Zu welcher Tagezeit wiegt Ihr? Ich habe heute gegen ca. 15:30 Uhr gewogen. Vielleicht ist es ja sinnvoller, immer am Abend zu wiegen oder zumindest immer zum gleichen Zeitpunkt.
  • Muss ich jetzt schon füttern oder kann ich noch beobachten, was die nächsten Wochen bringen werden?

Vielen Dank und viele Grüße,
Michael

Guten Tag Michael,

ich rechne wie folgt:
meine Kiste wiegt leer 22 kg, die Rähmchen von Mellifera sind mit 0,34 kg/St. angegeben, den Trennschied aus Sperrholz rechne ich wie ein Rähmchen, Waben und Bienen nach @emk 9 kg,
demnach beträgt das eingelagerte Futter:
44,5-22-15*0,34-9= 8,8 ~ 9 kg Futterin der Kiste
Ich werde auf ca. 25 kg Vorräte auffüttern das hat im vergangenen Jahr in der Bienenkiste auch geklappt. Ich möchte keine verhungerten Bienen und gebe lieber zu viel.

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ich denke das spielt keine wesentliche Rolle

laut „Wirz/Poeplau“ sollen bis Mitte September je nach Region 15 bis 25 kg Futter vorhanden sein. Ich fange jetzt schon an zu füttern.

Wenn man mit der Kofferwaage rechts und links wiegt und dann addiert, ist man nicht genauer als 2 oder 3 kg. Der Tageszeitpunkt des Wiegens ist vor dem Hintergrund völlig egal.

Unter 5 kg Futter sollten die Vorräte nie sinken. Die Tracht ist jetzt vorbei, vermutlich auch bei Dir. Jetzt kann man die Bienen getrost schon für den Winter einfüttern. Ich würde jetzt beiden Völkern erst einmal 5 kg geben und dann Anfang September noch einmal wiegen, wie weit sie vom Zielgewicht entfernt sind. Haben sie selbst genug eingetragen, ist alles OK. Ansonsten fütterst Du die benötigte Menge in Schritten ein.

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Mit dieser kühnen Behauptung hebelst Du die Hebelgesetze aus.
Die Ergebnisse rechts/links können je nach Verteilung der Bienen im Kasten und dem Drehpunkt abweichen die Summe allerdings muss stimmen!

Nichts gegen die Hebelgesetze, aber schon die Waage misst ja nicht aufs Gramm genau. Dann setzt man nicht immer ideal an und dann steht der Kasten auch nicht immer ideal. Praktisch führt das zu den o.g. Abweichungen. Es reicht ja aber völlig, wenn ich das Gewicht in etwa kenne. Es ändert sich ohnehin täglich.

Vielen Dank an @JBL und @MasterTom für Eure Antworten! :smile:

Au weia, leider ist mir gerade erst bewusst geworden, dass ich einen gravierenden Fehler beim Wiegen gemacht habe, denn ich habe nicht berücksichtigt, dass der Kipppunkt beim Wiegen gar nicht am jeweiligen Ende der Beute liegt:

Böser (Anfänger-) Fehler! Das bedeutet, dass alle meine bisherigen Messergebnisse falsch sind… :frowning_face: Andererseits habe ich damit wohl zu wenig Gewicht gemessen, so dass meine Völker besser versorgt sind als zunächst befürchtet.

Mit diesem Wissen hätte ich meine Beuten wahrscheinlich anders aufgestellt. Jetzt muss ich mir etwas überlegen, wie ich die Beuten korrekt gewogen bekomme, ohne allzu viel Wirbel im laufenden Betrieb zu veranstalten. In der Anleitung zur Bienenkiste wird ja von einem Korrekturfaktor gesprochen, den man ermitteln muss:

Hat jemand eine Idee, wie man eine ERB auf Mauersteinen korrekt gewogen bekommt?

So sehe ich das auch!
:raising_hand_man:

Hallo Jürgen,

Nun, ich denke doch! Dies schrieb Erhard @emk dazu in einem Thread des alten Forums:

Dies postete mein Namensvetter ebenfalls im alten Forum zur Vermeidung des genannten Korrekturfaktors bei der Bienenkiste (Idee: Balken oder Backstein unter das jeweilige Ende der Kiste):

Weil meine Kipppunkte jeweils nicht an den Außenkanten der ERB liegen, erhalte ich auch jeweils ein falsches, zu geringes Einzelgewicht und damit ein falsches, zu geringes Gesamtgewicht (F1 + F2).

guck mal Michael, bei Mellifera findest du Infos zu Maßen und Gewicht der ERB:

Schätzt hier jemand die Vorräte anhand der Waben, ohne zu wiegen?

Das stimmt leider nicht, da die rechts/links Ergebnisse beide zu klein sind, wenn der Kipppunkt nicht ganz außen ist. Je weiter innen, desto kleiner bzw. falscher der Messwert, daher der Korrekturfaktor.

Das stimmt leider auch nicht, wie kommst Du auf diesen Wert?
Du wiegt ja, vereinfacht gesagt, die Massen jenseits des Kipppunktes nicht mit.

@EmmBee, Du müsstest einmal das korrekte Gewicht bestimmen, z. B. in dem Du die gesamte Kiste mit zwei Kofferwaagen (und zwei Personen) wiegst oder sie einmal zu zweit auf eine Personenwaage hebst. Dann teilst Du richtiges Gewicht durch zu kleines Gewicht und hast den Korrekturfaktor, mit dem Du in Zukunft Deine zu kleinen Messergebnisse multipliziert.
Oder Du schraubt, wenn die Kiste eh schon unten ist, eine Unterlage in Größe des Bodenbretts auf die Steine und hast dann immer den richtigen Kipppunkt.

Gruß Heiner

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Guten Tag Heiner,
wenn ich wüsste wie es geht hätte ich meinen Beitrag zurückgezogen.
Meine Schätzungen liegen erheblich daneben.

Ich habe rechts und links in der Mitte eine Ringöse reingedreht und dort hänge ich die Waage rein.

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Herzlich willkommen im Forum, Axel @Priemel! :smile:

In die Einraumbeute? Ich benutze eine Kofferwaage mit Haken und hake die jeweils unter dem Rand am Oberteil ein. Die Vertiefung hält den Haken an Ort und Stelle und es funktioniert gut.

Vielen Dank, Michèle @Salome! Ich kenne diese Seite, hatte aber selbst nochmal nachgemessen und kam da auf andere Werte. Vermutlich habe ich damals auch schon den Fehler beim Messen gemacht…

Danke für Deine Anregungen @Heiner! Ich werde mir mal was überlegen (müssen…).

Viele Grüße,
Michael

Ja in der ERB, an der schmalen Seite in der Mitte vom Bodenbrett.

Ich finde die Berechnug von Master Tom sehr gut, habe voriges Jaahr schon so eigefüttert und bin gut damit gefahren. Im übrigen bin ich der Meinung das die Gewichtsbestimmung nicht auf das Gram genau sei muss es soll eine grobe Richtlinie sein da man lieber etwas mehr einfüttert als zu wenig.

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Das stimmt, allerdings kann eine Verschiebung der Kipppunkte durchaus zu sehr großen Messfehlern führen. Vielleicht kann @EmmBee ja einmal berichten, welche Differenz er festgestellt hat.

Gruß Heiner