Honigernte in der Bienenkiste?

Moin.
Ich habe eben gerade den Honig geerntet. Ist keine gute Erfahrung. Was ich jetzt mache weiß ich noch nicht.

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Na doch schon. Sicherlich finden die Bienen große ungerahmte Naturbauwaben, wo alles schwingen kann schöner als vllt. gedrahtete in Rahmen gebaute Waben. So zu denken finde ich wenig töricht. Aber jedem seine Meinung.

Noch früheres ernten halte ich persönlich für fast Tierschutzrelevant in der BK, wenn man da dann so viel Brut mit rausnehmen muss :confused:
VG Dany

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Hallo
Ich habe nun gestern den Honig aus der Bienenkiste geholt. Dann zerkleinert und in einen Honigeimer mit Sieb gegeben. Den Boden vom Eimer natürlich entfernt. Seit gestern ca 9.00 Uhr ist kaum etwas durchgelaufen. Wie lange muss man da Geduld haben?

Hallo @araden,

bei mir läuft der Tropfhonig eigentlich immer sehr rasch durch das Sieb.
Es gibt aber auch Berichte, dass das manchmal nicht so gut funktioniert.

Erst vor kurzem waren hier im Forum Beiträge zu diesem Thema.
Vielleicht hilft dir das bei deinem Problem.

Hallo @araden,
ich hatte auch Probleme mit dem Durchlaufen durch die Siebe. Hier ist, was geholfen hat:
Ich habe 53 kg (Waben + Honig) aus 3 Völkern geerntet und mich dann an das Vorgehen lt. Buch gehalten. D.h. Eimer mit Löchern vorbereitet, mit Seihtuch versehen und mit dem gestampften, recht dickfüssigen Honig-Wachs-Brei gefüllt. Auf diesem Weg habe ich ich insgesamt ca. 12kg Honig erhalten. Problem dabei: Der erste Honig nahe am Siebtuch fliesst heraus und das zurückbleibende Wachs verschliesst den Weg. Honig aus der Mitte des Brei’s kommt nicht mehr zum Seihtuch. Honigmenge nur ca. 11 kg.

Was hat geholfen: Wärme und Kleine Portionen!
Ich habe des verbliebenen Honigbrei im Wärmeschrank eines befreundeten Imkers über Nacht durchgewärmt und am Tag darauf im kleinen Portionen über ein Standard Grob-/Feinsieb aus Edelstahl gegeben. Erntemenge Honig ca. verdoppelt auf 22 kg. Dann habe ich eine kleine 3 Liter Obst-/Honigpresse getestet. Also Brei wieder erwärmt und durch die Presse. Das gab nochmal 3 Kg. Das Phänomen, das der äußere Brei - nachdem der Honig raus ist - den inneren Brei abschirmt, tritt prinzipiell genauso wie bei Seihtuch auf. In Summe bin ich mit der Erntemenge 25 kg zu frieden, bei besser fließfähigem Honig wäre es wohl mehr gewesen. Ursache scheint mir der starke Rapsanteil in der Tracht zu sein. Resümee: Wärme und kleine Chargen.
Vielleicht hilft dir das ja.
Gruß Horst

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Dankeschön. Das hilft vielleicht.

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Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Wie war die Honigernte in der Bienenkiste

Ich kann mir eher vorstellen, dass es am Volk, bzw. der Königin liegt.
Eine Freundin hatte auch eine „wilde“ Erfahrung, teils konnte sie nicht in fünf Meter Entfernung vor der Kiste Gartenarbeit machen. Dann ging ein Schwarm ab und drei Wochen später hatte sie ganz brave Bienchen…

Hi ich habe eine Frage zur Honigernte in einer Bienenkiste, die ich mit Grundschülern betreibe. Den Honigraum haben wir Mitte Juni noch freigegeben, weil die Kiste von einen diesjährigen Schwarm gut vollgebaut war.

Kann ich die Honigernte bis nach die Sommerferien verzögern, damit die Kinder da sind und den Honig verarbeiten können?

Die Ferien enden hier in mv am 22.8.

Ist danach genug Zeit für Varroabehandlung und ggf. Auffuttern mit eigenem Honig? Oder kann ich alternativ Honigwaben einige Tage lagern bis zum Ende der Ferien? Wie würde ich sie lagern?

Lg Dennis

Hallo Dennis,

Ende August ist eventuell schon etwas spät für die Ernte, speziell wenn gleichzeitig schon die Schadschwelle bei Varroa überschritten wird.

Ob du auffüttern musst ist abhängig von den lokalen Trachtverhältnissen bzw. wie gut die Bienenkiste schon jetzt gefüllt ist.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, dann wäre eine Ernte schon im Juli empfehlenswert, wenn die Waben im Honigraum verdeckelt und reif (eventuell den Wassergehalt des Honigs prüfen) sind und wenn dort keine Brut mehr vorhanden ist.

Verdeckelte Honigwaben sind lange haltbar wenn sie richtig gelagert werden.
Empfohlen ist die Lagerung in einem luftdichten Behälter bei Zimmertemperatur.

Edit: Hier noch ein Link zu diesem Thema

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Super vielen Dank. Dann prüfe ich im Juli, wie es mit der Varroa aussieht, wie schwer die Kiste ist und wie viele Vorräte die Bienen also etwa haben, und wie die Honigwaben aussehen, verdunkelt oder nicht. Und wie feucht der Honig ist. Dafür braucht man dieses Spezialgerät? Refraktometer? Oder geht es auch leichter?

Geübte Imker erkennen den Wassergehalt auch daran, wie der Honig beim Abfüllen in das Glas läuft.
Trockener Honig macht beim Einfüllen einen Kegel an der Oberfläche, je trockener umso zähflüssiger ist er.

Alternativ gibt es die sogenannte „Spritzprobe“ - diese ist für Beuten wie die Bienenkiste mit Naturwaben an Oberleisten aber eher ungeeignet.

Honig mit einem Wassergehalt von mehr als 18-20% neigt bei warmen Temperaturen zum Gären.

Mit einem Refraktometer kann man den Wassergehalt schon vor der Ernte zuverlässig prüfen und ist damit auf der sicheren Seite - aus meiner Sicht ist das eine gute Investition.

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Jetzt hat sich heute bei uns herausgestellt, dass der Honigraum unserer ersten Kiste schon fast voll und mit viel verdeckeltem Honig ist. D.h. wir können bald Honig entnehmen. Mir wäre es am sympathischsten, den Bienen anschließend soviel von ihrem eigenen Honig zurückzufüttern, wie sie voraussichtlich brauchen.

Jetzt frage ich mich, wie ich ihnen den Honig an besten zurückgeben kann. Der Honigraum soll ja zum Winter leer sein - sonst könnte ich einfach Waben drinlassen? Kippe ich ihnen Honig in eine flache Schüssel in den Honigraum? Ist das zu gefährlich wegen Räuberei? Wie macht man das? Viele Grüsse aus Greifswald, Dennis

Bei mir verhält es sich so, dass die Kiste im Herbst mindestens so um die 50 kg haben muss, damit es sich bis zur nächsten Tracht im Frühjahr ohne Bauchweh ausgeht. Das sind ca. 15 kg Honig als Vorrat, für diese ist genug Platz im Brutraum der Bienenkiste.

Letztes Jahr kam meine Bienenkiste das ganze Jahr kaum über 50 kg hinaus, da hab ich die Waben einfach drinnen gelassen, die Bienen haben auf eigenem Honig überwintert und das hat gut funktioniert.

Das Problem dabei ist, dass du in diesem Fall den Honigraum nicht für Varroabehandlungen nutzen kannst. Ich habe letztes Jahr ausschließlich mit Oxalsäure bedampft und das geht auch sehr gut über das Flugloch.

Wie viele Vorräte deine Bienen wirklich über den Winter brauchen hängt von den lokalen Bedingungen ab.

Wenn mehr Reserven als unbedingt notwendig wären in der Kiste bleiben ist das sicher nicht falsch und vermeidet, dass man im Frühjahr Stress bekommt und zufüttern muss.

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Die Kiste ist so gebaut, dass nach der Ernte noch genug Honig im Brutraum sein sollte. Auch bei mir ist das Ziel, mit etwa 50 kg in den Winter zu gehen, also ggf. füttern. Es haben aber auch schon 45 kg gereicht. Die Zeit zum Einfüttern reicht noch leicht. Hast Du noch Brut im Honigraum? Dann am Besten noch etwas warten.
Ich habe mir eine Vorrichtung zum Drehen gebaut und würde auch in der Früh und mit etwas Rauch ernten. Gute Vorbereitung ist dabei wichtig. Wenn die Bienen arg kämpferisch sind, Versuch am nächsten Tag.
Und ein genereller Hinweis: je weniger Erfahrungen Du hast, desto näher bleib an der Standardbetriebsweise.

Viel Erfolg

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Ich mische den Honig beim Auffüttern für den Winter immer dem Zuckerwasser bei und füttere wie im Buch beschrieben.

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Stutzt du dafür die Waben zurecht, oder kannst du den Verdampfer so reinschieben?

Ich verwende einen Akku-Verdampfer - der Oxalsäuredampf tritt über eine Runddüse mit Ø 6 mm aus dem Gerät aus.

Ich hab mir für meine verschiedenen Beuten Fluglochschieber mit einer entsprechenden Bohrung angefertigt. Wo Gitterböden vorhanden sind dort werden diese vor der Behandlung mit passenden Abdeckungen verschlossen.

Wenn man sich einmal entsprechend eingerichtet hat, geht die Sache dann recht zügig voran.

Edit: Um auch die Frage zu beantworten - ich muss nichts an den Waben machen.

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Das mit den Fluglochschiebern mit Loch ist eine super Idee!!! Das könnte ich auch machen!
Ich habe seitlich in die BK im vorderen Drittel von hinten her schräge Löcher gebohrt - da passt der Stutzen der Düse genau hinein - aber die Bienchen verschließen das Loch im Inneren immer mit Wachs und Propolis - nach der Behandlung stecke ich eine passende lange Schraube in das Loch, um es zu verschließen.
LG Mani

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Ich bohre nicht so gerne Löcher in meine Beuten, deswegen habe ich diese Lösung gewählt.
Das Flugloch muss man ja während der Behandlung sowieso verschließen.

Meine Bienenkiste ist jetzt 10 Jahre alt, wurde ohne Unterbrechung von Bienen besiedelt und ist immer noch gut in Schuss.
Alle paar Jahre bekommt sie eine Lage frischen Kräuterfirnis und ich sollte irgendwann mal den Rückdeckel beim Honigraum neu einpassen.

Heuer hat sie die 90 kg Gewichtsmarke nur ganz knapp verfehlt (89,2 kg am 22. Juni) und ich hatte schon leichte Sorge, dass Beute und Stockwaage dieser Belastung nicht mehr ganz standhalten könnten.

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