Honigernte 2023

Hallo, aus Neugier und Interesse hätte ich auch in diesem Jahr wieder gerne gewusst, wer von den Bienenkistlern hier im Forum schon den Honigraum entfernt und abgeerntet hat, wo er ungefähr wohnt und wie die „Ernte“ war. Ich selbst will an meiner BK noch etwa drei Wochen warten, weil sie gerade noch so viel Brut hinten haben und dann ernten, wenn was vorhanden ist.

Danke für eure Antworten - ich denke man sich dadurch ein besseres Bild machen, wann man den Honigraum leeren sollte und wie die Bienen in verschiedenen Umgebungen Tracht einbringen.
Euer Mani

3 Likes

Hallo Mani,

in meiner Region (Ostösterreich) war es heuer ungewöhnlich lange kalt und es gab im Gegensatz zum extrem trockenen Vorjahr sehr viel Niederschlag.

Die mir bekannten Imker in meinem Umfeld hatten bis vor kurzem keine nennenswerten Erträge und mussten größtenteils zufüttern.

Auch meine Bienenkiste konnte bis vor 12 Tagen kaum zulegen, der Honigraum wurde nur teilweise ausgebaut.

Seit dem 15. Juni aber sind die Temperaturen sommerlich geworden, es gibt genug Tracht und die Kiste legt jetzt täglich zwischen 800 - 1600 Gramm zu.

Die Bienen hocken noch spät Abends vor dem Flugloch und es rauscht wie bei einem Ventilator wenn sie den Honig trocknen.

Ich werde mit der Ernte also auf jeden Fall noch zuwarten, solange die täglichen Einträge noch so gut sind bzw. bis ich gegen die Varroamilbe etwas unternehmen muss.

Liebe Grüße,
Hartmuth

1 Like

Am 7. August werde ich dies Jahr ernten und dann werde ich hier gern das Ergebnis posten. Bis jetzt sieht der Honigrauminhalt wieder sehr vielversprechend aus :hugs::hugs::hugs::honeybee::honeybee::honeybee:
LG Dany…. Diesmal von ner richtig echten Computertastatur aus :sunglasses::grimacing:

1 Like

Ich finde, das dieser Strang eine gute Idee ist, um mal zu gucken, wie das in den einzelnen Regionen aussieht.
Aber verstehe die ›Ungeduld‹ nicht wirklich :man_shrugging:
In der Anleitung zur Bienenkiste steht:

Der Erntezeitpunkt für den Honig liegt in der Regel in der zweiten Julihälfte. Wir müssen so lange warten, bis in den Honigwaben keine Brut mehr vorhanden ist. Im Mai und Juni dehnen die Bienen ihr Brutnest weit aus und benutzen teilweise auch die Waben im hinteren Bereich. Erst nach der Sommersonnenwende (Ende Juni) oder nachdem das Volk geschwärmt ist, geht das Brutnest wieder zurück. Außerdem warten wir mit der Ernte natürlich möglichst lange, damit das Honiglager auch gut gefüllt ist.

Das sind ja man noch ein paar Wochen hin, eh ich mir darüber Gedanken mache. Hier liest man immer, dass es gar nicht um den Honigertrag geht und dann wird doch ständig drüber fabuliert. Lehnt euch zurück, schaut begeistert dem Treiben am Flugloch zu und freut euch, wenn es soweit ist :wink:

5 Likes

Ich konnte in den Beiträgen keine >Ungeduld< herauslesen.

Ich erfreue mich fast täglich am Treiben vor den Fluglöchern, ich freue mich auch sehr, wenn meine Bienen genug Tracht haben, damit sie viele Vorräte anlegen und wenn möglich auf eigenem Honig überwintern können.

Und ehrlicherweise freue ich mich auch wirklich darüber, wenn am Ende der Saison der Honigraum in der Bienenkiste mit schweren Honigwaben gut gefüllt ist und am Ende in der Speisekammer einige Gläser guten eigenen Honigs stehen.

1 Like

Hallo zusammen,

mich beschäftigt in diesem Zusammenhang, dass ich bereits DWV sehe und Bienen mit aufsitzenden Milben vor der BiKi auf dem Boden kauern.

Deshalb ziehe ich eine frühzeitige Honigernte in Betracht (sonst in der ersten Augusthälfte). Ich würde nicht den Kollaps des ganzen Volkes riskieren wollen, um Brut im HR zu schonen.

Technisch: Das Volk ist sehr groß und nicht geschwärmt und hatte vmtl. auch sonst keine Brutpause. Emotional: Es ist unser erstes, welches seit acht Jahren bei uns lebt :smiling_face_with_three_hearts:.

Für mich bedeutet das jetzt: Varroadiagnose, um etwas klarer zu sehen.

Viele liebe Grüße

Katrin

Für alle, denen die englische Abkürzung nicht so geläufig ist: :nerd_face:

Deformed Wing Virus: Flügeldeformationsvirus

Danke Michael. Und natürlich habe ich nicht das Virus gesehen sondern Bienen mit verkrüppelten Flügeln…

Nur einige Gedanken von mir:
Die Honigernte wird das Volk noch zusätzlich stressen.
Durch die Ernte kann man natürlich auch eher behandeln, was sich vielleicht positiv auf das Überleben des Volkes auswirkt.
Wenn eine Behandlung überhaupt erfoderlich sein sollte.
Das kann man (ich) nicht so pauschal beurteilen.
Es kommt auch auf die Aspekte der Bienenhalterin an …

Alles Gute vom Rolf

Ich habe gestern meine beiden Völker kontrolliert: Die Ernte muss noch zwei Wochen warten – es war überall noch zu viel Brut im Honigraum. Aber vielleicht fange ich bei den neuen Völkern wenigstens schonmal mit Der Varroabehandlung an …

1 Like

Hey Tobias, danke für den Hinweis auf die Kontrolle wie es mit dem Anteil der Brut im Honigraum steht. Das werde ich morgen auch machen.

Zur AS-Behandlung: Es ist besser die Behandlung in allen Völkern am Stand gleichzeitig durchzuführen. Das verringert die Gefahr der Reinfektion. So stehts in den Beschreibungen. Klingt auch ganz logisch.

Viele Grüße Frank

3 Likes

Hallo in die Runde, ich habe gestern in einer Sonnenscheinphase den Honigraum in einem von meinen beiden Völkern frei gemacht. Die Völker stehen etwa 30 m auseinander, und dieses Volk hatte neun Milben auf 60 g Bienen. Daher habe ich auch die Brut auf drei Waben mit entsorgt. es werden wohl knapp vier Kilo Honig sein, für die ich sehr dankbar bin. Denn dieses Volk war auch geschwärmt, die Prinzessin verunglückt, und daher lange ohne Königin. wir sind hier in Ostwestfalen, im Kreis Herford. Es gibt im Radius von circa 800 m noch an die 30 konventionell gehaltene Bienenvölker. Darauf führe ich auch zurück, dass ich selten und meist wenig Honig ernte. Ich habe jetzt gefüttert und werde ab morgen die AS Behandlung bei diesem Volk durchführen. Bei dem anderen Volk warte ich noch ab. Sie haben keine Milbe gehabt und noch Brut im Honigraum.

2 Likes

In 4 Tagen steht die Honigernte in meiner Bienenkiste von Mai 21 an, die dies Jahr einmal geschwärmt ist. Dachte heut ich wiege nochmal wie viele kg ich da am Sonntag & Montag bewegen muss, so fern Petrus mir nicht noch ein Strich durch die Rechnung macht…… (Wacken ist nur 70km entfernt von mir… ihr wisst also bescheid :face_with_peeking_eye::expressionless::cloud_with_rain:)
Vorn und hinten mit Federzugwaage brachten 64kg uffff …es bleibt spannend!
LG Dany

Hallo, hier nun auch mein Beitrag zur Honigernte 2023.

Ich hab meine Bienenkiste heuer am 27. August am frühen Morgen ausgeraubt.
Das Gesamtgewicht hat sich von knapp 68 kg auf ca. 55 kg reduziert.

Das hat netto dann ca. 9 kg Blütenpresshonig in bester Qualität ergeben (Wassergehalt unter 16%).

Der Honigraum war trotz des nicht geringen Gesamtgewichtes der Bienenkiste nur ca. halb ausgebaut, es war erfreulicherweise keine Brut im Honigraum.

Schlauerweise hat das Volk heuer den überwiegenden Teil der Vorräte in den Brutraum eingelagert, dort sind sie vor mir sicher - wenn alles gut läuft können sie heuer wieder mal auf eigenem Honig überwintern.

Es war bei mir jedoch schon höchste Zeit wegen der hohen Varroabelastung und so ist schon am Abend der Nassenheider in den geleerten Honigraum eingezogen, ich hoffe es war noch rechtzeitig.

Der Naturschwarm welcher heuer Anfang Juni in die Einraumbeute eingezogen ist hat inzwischen 8 Rähmchen ordentlich ausgebaut.

Schöne Futterwaben am Rand und über dem Brutbereich fette Futterkränze - wie aus dem Einraumbeutenlehrbuch.

Das bleibt ihnen heuer natürlich alles, aber ich bin schon gespannt ob ich nächstes Jahr auch erstmals etwas zum Schleudern haben werde.

Liebe Grüße,
Hartmuth

3 Likes

Hallo ihr beekeeper, heute mein Beitrag zur Ernte 2023, durchgeführt am 5.08. 2023 zwischen 8 und 12 Uhr bei eher schlechtem Wetter. Aus meinen 2 Bienenkisten - die eine war ein letztjähriger Schwarm, die andere die „Mutterkiste“ habe ich sage und schreibe 25 Kilo Honig gewonnen. Ich war total baff, als ich die schweren Waben in Kisten in den Keller getragen habe. Meine red bees, also die ältere Kiste hatten dabei den Löwenanteil mit etwa 18 Kilo. Auf so eine Honigmenge war ich und bin ich nicht eingestellt. Letztes Jahr hatte ich EIN GLAS!!! Mein Dank an meine Mädels! Nun habe ich zwei einhalb Tage mit meiner kleinen Presse (siehe meine Stockkarte) Honig gepresst! MMMMM lecker schmeckt er - und Freunde und Nachbarn freuen sich auf ein kleines Geschenk. So werd ich die Gläser sicher zur Freude vieler wieder unter die Menschen bringen.
Euer happy Mani - hier noch ein Bild von einem Teil des Mani Honey 2023

PS: Die Kiste steht in Oberbayern zwischen München und Landsberg

5 Likes

Hallo ihr Lieben, meine Honigernte fand am 9.8. statt, ich hab die 62 kg Biki um 22 kg leichter gemacht. Wie das lief und was am Ende an reinem Honig bei rum kam, ist in meinem Tagebuch beschrieben :blush:

Die Kiste steht ein Stück südlich von Hamburg.

Moin in die Runde,
auch meine ernte war nun so weit. Meine zweite seit beginn der bienenhaltung in 2021. In einer trockenen stunde früh montag morgens.
Meine BK1 ist jetzt im zweiten Wirtschaftsjahr und hatte dies jahr einen schwarmabgang.
Die meisten der geernteten naturwaben habe ich dies jahr normal mit gabel entdeckelt, und dann in selbst gebogenen edelstahl streckmetallkörben geschleudert. Gern wollte ich dies jahr heiles wabenwerk für flachrähmchen DNM für meinen segeberger-reet-kombiturm übrigbehalten.
Paar übrige bruchstücke habe ich aber doch gestampft und ins spitzsieb getan, ebenso das deckelwachs habe ich immer direkt ins spitzsieb abgestriffen.
Die übriggebliebenen heilen waben, habe ich dann in rähmchen reingedrahtet, und auch die anfangsleisten für den BK honigraum, haben viel wabenwerk dran begalten, als anfangsstreifen für saison 2024.
Am ende netto honigernte aus der BK1: 22,2kg

BK2 ist der diesjahresschwarm aus der BK1 und daher noch ohne ernte dies jahr

  1. Volk welches ich habe ist ein fremdschwarm aus diesem jahr, welcher in dnm1,5 eingezogen ist. Schon mit flachem HR drauf. Da gabs noch 4,5 flachrähmchen honig dazu, welche noch 2,8 kg honig brachten.

Ergo 25 kg dies jahr. Bin asolut dankbar und demütig dafür :pray::honeybee::heart:






b

3 Likes

Bei mir war es gestern auch soweit – Ergebnis:
gute 10 kg Honig aus einer Bienenkiste (inkl. ca. 1 kg aus der vierfachgeschwärmten Warré). Als ich gemerkt hatte, dass beim Wegstellen der Quetschhahn etwas aufgegangen war, waren es dann noch 8,5 kg :face_with_peeking_eye: Manmanman … Murphys Law :roll_eyes:

4 Likes

@cupido : Wie fies mit dem Quetschhahn. Ich fühle mit :face_with_peeking_eye:
Heute abend fange ich an mit abfüllen…. Währenddessen sind die diesjährigen Honiglabels in produktion :wink: vorn und oben nur hübsch, hinten alles rechtlich relevante…

6 Likes