Honigernte 2022

Hallo, aus Neugier und Interesse hätte ich gerne gewusst, wer von den Bienenkistlern hier im Forum schon den Honigraum entfernt und abgeerntet hat, wo er ungefähr wohnt und wie die „Ernte“ war. Ich selbst will an meiner BK noch etwa eine Woche warten und dann ernten, wenn was vorhanden ist.

Danke für eure Antworten - ich denke man sich dadurch ein besseres Bild machen, wann man den Honigraum leeren sollte und wie die Bienen in verschiedenen Umgebungen Tracht einbringen.
Euer Mani

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Hier, Niederelbe, war am Wochenende noch sehr viel Brut im Honigraum. Deswegen warte ich auch nochmal das nächste Wochenende ab. Eigentlich wollte ich schon geerntet haben, damit ich die Behandlung machen kann. Aber hilft ja nix …

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Melde mich aus Eisenstadt/Ostösterreich in unmittelbarer Nähe zur ungarischen Grenze bzw. zum Neusiedler See.

Ich freue mich sehr für Dich Mani, dass sich Deine Bienenvölker heuer so gut entwickelt haben (ich hab Deine heurigen Berichte mit großem Interesse verfolgt).

Mein Bienenvolk hat mittlerweile den fünften Winter in Folge gut überstanden und sich im Frühling bis hin zur Obstbaumblüte auch sehr gut entwickelt.

Danach war aber plötzlich sehr wenig Aktivität und trotz Massentrachten wie Robinie und Linde ist das Stockgewicht laufend gefallen.

Ich hab schon das Schlimmste befürchtet aber Ende Juni kam dann doch noch die Trendwende und das Volk nimmt seither an Stärke wieder zu und wirkt sehr vital.

Leider ist es bei uns schon recht lange sehr trocken und die Bienen können aktuell kaum Vorräte für den Winter anlegen.

Als Ursache für die heurige Flaute vermute ich, dass das Volk im Mai umgeweiselt hat - aber nichts Genaues weiss ich nicht.

Ich erwarte mir also diesmal nicht die üblichen 15 kg im Honigraum - er wurde zwar komplett ausgebaut, aber es dürfte bei aktuell ca. 38 kg Gesamtgewicht der Bienenkiste nicht viel zu holen sein - und wenn doch werde ich es ihnen nicht wegnehmen.

Das Positive an der heurigen „Entwicklung“ ist, dass aktuell noch fast keine Varroamilben fallen.

Ich werde die Waben im Honigraum daher heuer so spät wie möglich entfernen und dann wenn erforderlich gegen die Milben behandeln und auffüttern.

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die Imker hier in meiner Umgebung (Süddeutschland) sagen auch, dass es dieses Jahr für die Linde zu trocken war, um Nektar zu geben - die Bienen würden schon seit Wochen kaum noch Tracht finden. Ich habe bisher noch nie Honig geerntet, dieses Jahr wird es wohl auch nicht viel werden. Gestern habe ich den Honigraum der Stroh-Einraumbeute herunter genommen, er ist nicht ganz ausgebaut. Ein paar Gläschen für unseren Eigenbedarf wird es aber geben

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Wir haben in den letzten drei Wochen insgesamt 3,5 kg Honig entnommen aus einem großen Volk. Bei uns in Ost-Niedersachsen ist es schon lange sehr trocken. Viele Imker*innen um mich rum hatten eine reiche Frühtracht-Ernte, die haben wir ausgelassen und wollten auch jetzt den Bienen nur wenig Honig entnehmen.

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Das habe ich auch festgestellt! Vielleicht mögen die auch Hitze und Trockenheit nicht!!!

Danke für deine netten Worte!
mani

Hallo!
Wir haben letztes Wochenende erstmals Honig aus der BiKi (Schwarm aus 2021) geerntet. Es kamen 13 Kg zusammen, ich bin zufrieden.
Ach ja, Standort ist Hannover Stadtrand.

Die Kiste wiegt aktuell nach der Ernte 44kg. Letztes Jahr mussten wir zum Winter hin gar nicht auffüttern, vielleicht schaffen sie das ja dieses Jahr wieder…
VG Caren

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Hallo mani,
wir haben personell bedingt am 10. Juli geerntet, auch weil wir wußten, daß die Kiste sehr voll ist. Am Ende sind es von einer Bienenkiste 20 Kilo geworden, unser absoluter Rekord! (Wassergehalt 16,6 %). Es war keinerlei Brut im HR.
Unsere Bienen stehen im Norden Berlins in einer großen Kleingartenanlage, die von mehreren Friedhöfen umgeben ist.
Viele Grüße
Petra

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wann misst du den Wassergehalt - noch bevor du die Waben aus der Beute nimmst?

Wir haben das nach der Ernte gemessen, hier waren es 15%.

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und was würde man in dem Fall tun, wenn der Wassergehalt zu hoch wäre?

Und was schreibst du dann auf das Etikett??? :joy: Honigsorte „Ruhe sanft“ …

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Zunächst mal die Spritzprobe vor der Ernte machen (das geht bei der Bienenkiste leider nicht).

Nach der Ernte mit dem kalibrierten (!) Refraktometer messen. Der maximale Wassergehalt ist laut

  • Honigverordnung: 20 % (Heidehonig: 23 %)
  • DIB: 18 % (Heidehonig 21,4 %)

Wenn jetzt der Wassergehalt tatsächlich zu hoch ist:

Bei einem hohen Wassergehalt ist der Honig nicht ausreichend gegen das Wachstum von Keimen geschützt. Es kann zum Wachstum von Hefen kommen, die dann den Honig in Gärung bringen und verderben. Honig mit einem hohen Wassergehalt bleibt immer flüssig.
(Quelle: Honigmacher)

Wegen der Gärungsgefahr den Honig

  • an die eigenen Bienen wieder verfüttern
  • für Met oder Backhonig verwenden
  • selbst verbrauchen :wink:

aber nicht mehr in den Verkehr bringen.

Und bitte beachten - nachträgliches Trocknen des Honigs ist laut Honigverordnung nicht erlaubt:

Honigtrocknung ist definitiv nicht erlaubt. Laut Annex II der EU-Honigrichtlinie VO(EG)110/2001 und Anhang II der deutschen Honigverordnung dürfen Honig keine honigeigenen Stoffe entzogen werden, es sei denn, es ist beim Entfernen anorganischer oder organischer honigfremder Stoffe unvermeidbar – also beim Sieben. Wasser ist ein natürlicher Bestandteil von Honig. Die Reduzierung des im Nektar oder Honigtau deutlich höheren Wasseranteils ist die alleinige Aufgabe der Bienen.
(Quelle: bienen&natur)

habe ich gemacht (allerdings nach der Ernte) - Honig blieb drin

sowas hatte ich natürlich ohnehin nicht im Sinn

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Hallo zusammen,

meine private Bienenkiste im Raum Karlsruhe wurde am 15.07. geerntet, nachdem offensichtlich kein Blatthonig mehr reinkommt und das Brutnest fast aus dem Honigraum zurückgezogen war. Die Ernte war damit genau einen Monat früher dran als in allen Jahren davor.

Die Luftfeuchtigkeit war so niedrig (sonst hier eher tropisch, aber Klimawandel sei Dank dieses Jahr auch nicht), dass ich ihn dieses Jahr mit „luftgetrocknet“ labeln könnte… :wink:

Frohes Honigschlecken euch!

Katrin

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Das mit dem Wassergehalt war nur eine Randbemerkung. Habe nach der Ernte vorm Abfüllen gemessen. Wir nennen unseren Honig nach unserer Gartenanlage „Nordlicht-Honig“

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Hallo,

wir haben heute morgen geerntet, ca 15kg netto zum abfüllen, 16% Wassergehalt. Kiste steht im Sauerland in NRW.

Bin voll und gabz zufrieden mit der ersten Ernte :grimacing:

Gruß Alex

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24.07.2022
Auch meine beiden Kisten waren heute morgen gegen halb 6 zum ernten dran.
Bei 16 Grad - noch kein Flugbetrieb - beide Kisten hatten einmal geschwärmt und
trotzdem gabs zusammen so um die 15kg Honig.
Keine Brut im Honigraum - Mittelwände waren jeweils vom Brutraum her bis etwa zur
Mitte mit verdeckeltem Honig belegt. Noch sehr friedlich…abwarten wie sie mich demnächst bei der AS begrüßen.

Kiste 1 nach Ernte: 48kg - Auffütterung auf mindesten 53 kg Einwinterung


Fensterkiste nach Ernte : 43kg (da muss ich wohl vorher noch 3kg auffüttern bevor es mit der AS losgehen kann. Auffütterung auf mindestens 53 kg


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Bei uns ist in ein paar Beuten immer noch Brut im Honigraum … also nochmal verschieben und alles auf einem Mal.

rührst du den Honig noch oder hast du ihn gleich abgefüllt?