Wie füttert ihr auf - Vergleich Zuckerlösung 3:2 & (z.B.) Apiinvert

hallo, mich würde eure Erfahrung zur Auffütterung interessieren. Welche Vor-/Nachteile hat eurer Meinung nach Zuckerlösung 3:2 im Vergleich zu (z.B.) Apiinvert?
Ich überlege mir, ob ich mir zumindest für den Fall, dass wir noch ein paar Tage weg fahren, eine Alternative zum Sirup beschaffe

1 Like

Hallo Salome,
du wieder -obwohl Fischermühlenteilnehmer…---- also ich füttere 3:2 - im Eimer----also 6 kg Zucker mit 4 Liter Wasser…da sind sie mal locker 5 Tage beschäftigt…ich hab in meinen 8 Jahren BiKi noch nie mit irgendwelchem Zeugs aufgefüttert…
Zucker und Wasser – wie beim Bier oder beim Brot----Reinheitsgebot… auch beim Auffüttern…warum immer so kompliziert…haltets doch einfach…wies der Meister gesagt hat.
LG
Siggi

1 Like

Hä? Ich wieder??? Was für eine Nettigkeit… Hast du ein spezielles Problem mit mir?

Also, nur mal zum Verständnis: ich füttere (seit Beginn an) zum Auffüttern ebenfalls 3:2 UNDZWARMITBIOZUCKERVONNATURATAAUSDEUTSCHENRÜBEN (weil wir ohnehin immer alles im Bioladen einkaufen, nur mal so am Rande zu meinen Prioritäten. Zur Not gibt es bei uns aber ausnahmsweise auch mal eine Fertigpizza).
Ich füttere bewusst alle 1-2 Tage eine eher kleinere Menge (ich hatte schon einmal gärenden Sirup bei sommerlichen Temperaturen UND Schimmel am Stroh, seitdem füttere ich nur noch kleinere Mengen in umgedrehten Gläsern, die die Bienen innerhalb von 1-2 Tagen aufbrauchen). Falls ich nun aber doch mal ein paar Tage in den Ferien weg fahren möchte, überlege ich mir, ob es ok ist, währenddessen etwas anderes zu füttern!
Zweiter Grund: Ein ortsansässiger Imker (er imkert seit über 20 Jahren) füttert Apiinvert (deshalb kam ich überhaupt erst auf den Gedanken) und er sagt, dass die Bienen von diesem Futtermittel mehr hätten, weil sie den Zucker nicht mehr „aufspalten“ müssten. Ich selbst habe NICHT vor, Apiinvert o.ä. dauerhaft zu verfüttern! Für weitere Gespräche mit dem Imkerkollegen hier in der Nachbarschaft wüsste ich aber gerne mehr über Apiinvert & Co, bzw. Meinungen der Forumsmitglieder hier. Ich habe mich bisher nie mit diesem Futter befasst und konnte ihm gegenüber gestern so spontan auch nichts zu seiner Empfehlung sagen (außer, dass ich meine Bienen anders füttere und auf biologische Herkunft achte).
Guten Abend von der Fischermühlenteilnehmerin, die einfach mal `was fragt

1 Like

Apinvert wird für die „späte Wintereinfütterung“ verwendet. Zur Zusammensetzung und Verträglichkeit s. hier:

https://www.beefeed.com/de/apiinvert/

Für die sichere Versorgung deiner Bienen während deines Urlaubs wäre Futterteig besser geeignet. Den nehmen sie nur, wenn es Trachtlücken gibt, und er gärt oder schimmelt auch nicht.

Schöne Urlaubstage dann!
Grüße,
Jutta

Auch wenn es vielleicht in vielen anderen Fällen nicht möglich ist möchte ich gerne über die Möglichkeit berichten, ganz ohne Füttern auszukommen. Ich habe Anfang Mai 2017 einen Natur(nach)schwarm in eine neue Bienenkiste einlaufen lassen und dieses Bienenvolk noch nie gefüttert. Die Trachtverhältnisse sind bei mir im urbanen Gebiet für die Bienen bisher ausreichend, natürlich achte ich zu den kritischen Zeitpunkten auf das Gewicht des Bienenstocks. Im Jahr 2018 und 2019 war der Honigraum zur Ernte im Juli jeweils mit ca. 15 kg Honig sehr gut gefüllt, heuer nach einer ausgiebigen Schwarmphase im Mai waren ca. 11,5 kg Honig enthalten.

1 Like

Danke Harthmut für deine Antwort - ohne Füttern auskommen wäre natürlich schön! Mein Bienenkistenvolk hatte in diesem Jahr leider CBPV - ich denke, dass das die Ursache war, dass das geschwächte Volk viel zu wenig Vorräte eintragen konnte. Im Honigraum war max. 1 kg Honig, die Kiste ist insgesamt sehr leicht (dafür hat sich die Volksstärke wohl gut erholt). Ich füttere deshalb auf jeden Fall, aber auch deshalb, weil es erst mein 2. Bienenjahr ist - ich bin daher noch etwas unsicher in der Einschätzung insgesamt

Danke dir Jutta - vorerst machen wir nur Tagesausflüge, für den Fall, dass wir aber doch mal eine Woche weg fahren möchten, informiere ich mich schon mal. Momentan ist 1 kg (bzw. 1,7 kg Sirup insgesamt) am nächsten Tag locker verputzt

Hallo Salome,

letztes Jahr musste ich mein Bienenkistenvolk das erste Mal auffüttern, das kannte ich aus den 7 Vorjahren nicht. Durch die extreme Trockenheit und Hitze honigen aber viele Pflanzen nicht (ausreichend) und trotz normal fleißiger Fliegerei kommt einfach nicht genug Honig zusammen. Auch dieses Jahr werde ich wohl wieder füttern müssen.

Das hängt wohl auch vom Standort ab, wie man an Naturfreunds Beitrag sieht. Normalerweise habe ich hier sehr gute Trachtbedingungen (und bis zu 23 kg Honig in einem Jahr mit genauso viel Vorrat für die Bienen!), aber eben im Rheingraben auch große Hitze und Trockenheit und dadurch max. 10 kg Honig in den beiden letzten Jahren.

Im Norden oder auf den Höhen ist es sicherlich besser. Vielleicht wird das nächste Jahr ja wieder moderater und die Bienen kommen wieder alleine zurecht!

ich bin gespannt auf das nächste Jahr - die Einraumbeute habe ich ja erst seit Mai diesen Jahres, die Bienenkiste seit 2019 - wäre mir CBPV nicht in die Quere gekommen, könnte ich wohl eher abschätzen, ob die Trachtverhältnisse hier ok sind. Ich gehe mal davon aus, der Imker in der Nachbarschaft hat sehr viel Honig (aber er imkert auch konventionell). Wir wohnen in der Nähe eines Naturschutzgebietes, das kommt den Bienen sicher zugute (auch die Art und Weise, wie die Stadtverwaltung mit ihren Grünflächen, Stückle usw. umgeht)

Hallo Salome,
ich bin wohl etwas zu grob gewesen mit meinen Antworten …
sorry…wüsch dir ein gutes Einwintern und eine erfolgreiche Varroabehandung…wie auch immer…
LG
Siegfried

2 Like

@Siegfried- lieben Dank (für das Eine und auch für das Andere)!

Hallo Hartmuth!
Soll heißen du belässt den Honig im Volk? Komplett? Gibt es dann auch keine neuen Mittelwände im Frühjahr? Kannst das etwas ausführlicher beschreiben? Ich habe öfter gelesen das es nicht immer das Beste ist die Bienen auf den eigenen Honig überwintern zu lassen oder trifft das nur auf Melizitose zu? Bei einer BK habe ich etwa 10kg Honig entnommen aber 18,5kg Zucker aufgefüttert. Damit wäre eine Fütterung in meinem Fall vermutlich immer notwendig (nicht unbedingt so viel).

Hallo, Joni.

Ich ernte einmal im Jahr (meistens im Juli) den kompletten Honigraum in der Bienenkiste.
Danach kommt die Behandlung gegen Varroa und der Trennschied wird wieder eingesetzt.

Ich verwende keine Mittelwände oder Anfangsstreifen, die Bienen müssen jedes Jahr den Honigraum im Naturbau komplett neu ausbauen.

Die Bienen bauen die Waben direkt an den Oberleisten im Honigraum an - ich habe jedes Jahr ziemlichen Wildbau, bin inzwischen aber schon sehr geübt bei der Entnahme der Waben - nur mehr sehr wenige Bienen kommen dabei um (das muss man lernen).
Nächstes Jahr verwende ich neue Oberleisten mit einem Schiffsrumpfprofil und kann dann gerne berichten, ob sich dadurch der Wildbau reduziert hat.

Nach meiner Vorstellung ist der eigene Honig für die Bienen die hochwertigste Nahrungsquelle für die Überwinterung (Melizitose ist bei mir mangels Nadelwald kein Thema - Ausnahmen bestätigen die Regel).

Für meine Region war bisher ein Wintervorrat von 15 kg Honig in der Bienenkiste ausreichend, meine Kiste hat im September normalerweise ein Gesamtgewicht von ca. 50 kg
Bei uns gibt es auch im Herbst noch einige ergiebige Trachtquellen für die Bienen (z. Bspl. Efeu).
Alle diese Werte sind natürlich von den regionalen Bedingungen abhängig (Trachtquellen, Außentemperaturen, etc.), das kann man nur selbst beobachten bzw. andere Imker aus der Umgebung fragen.

3 Like