Warré-Beute: Was habe ich falsch gemacht?

Guten Tag Forum Mitglieder!

Bin ganz neu hier und habe ein Problem. Ich hoffe eine Antwort hier zu erhalten. Habe auf meine Warre Beute(3 Zargen) eine vierte Zarge als Honigraum mit Anfangsleisten und Wachsstreifen ca. 1cm breit aufgesetzt(mit Fenster). Nun sehe ich durch das Fenster daß die Bienen die Wabe von unten wie von oben bauen (ca. 5cm). Mache mir nun Sorgen wie ich den Honigraum runternehmen soll, falls Waben durchgehend gebaut werden? Was habe ich nun falsch gemacht?

LG Alpe

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Hallo Alpe - willkommen im Forum!

Ich betreibe zwar selber keine Warré Beute, weiß aber von befreundeten Imkern, daß bei dieser Beute gerne durch die Zargen durchgebaut wird.

Bevor die Zargen abgehoben werden, können sie mit einem Messer oder mit Hilfe eines Drahtes voneinander getrennt werden.

Dazu gibt es beispielsweise hier eine Information: https://freethebees.ch/wp-content/uploads/2017/11/Inspektion-Warre-Volksbeute-1.pdf

Ob zusätzliche Zargen besser aufgesetzt oder untergesetzt werden sollen, das wurde und wird auch immer wieder diskutiert - auch hier im Forum: Warré – drauf oder drunter?

Vielleicht hilft dir das etwas weiter.

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Liebe(r) @Alpe,

herzlich willkommen im Forum! :slight_smile:

Zunächst mal glaube ich, dass Du gar nichts falsch gemacht hast! Deine Bienen bauen ihre Waben gerade so, wie sie es für richtig halten, und daran ist erstmal nichts verkehrt. :wink:

Ich selber betreibe ebenfalls eine Warré-Beute und habe auch schon etwas Ähnliches erlebt. Bei einem aufgesetzten Honigraum wie bei Dir hatten die Bienen – von mir, dem Bienenhalter, so gar nicht gewollt :wink: – einfach runtergebaut und fest an die Waben der nächsten Zarge angebaut. :neutral_face: Unterm Strich also vergleichbar mit dem, was Du zu Recht befürchtest.

Wie Hartmuth @Naturfreund schon schrieb: Bei der Warré-Beute soll es ein probates Mittel sein, die Zargen dann mit Hilfe z.B. einer Gitarrensaite voneinander zu trennen, also quasi durchzuschneiden. Ich habe stattdessen ein XXL-Kuchenmesser (fast 50 cm lang und fester Bestandteil meines Imkerwerkzeugs!) verwendet, mit dessen Hilfe ich die Waben vorsichtig rundum durchgeschnitten habe. So oder so durchschneidet man natürlich mit Honig gefüllte Zellen, was in einer mehr oder weniger großen Kleckerei endet. Das lässt sich jetzt aber nicht wirklich verhindern. :see_no_evil: Versuche dabei zügig zu arbeiten, um nicht fremde Bienen anzulocken (Stichwort Räuberei).

Es wird Dir zwar für jetzt nicht helfen, aber für die Zukunft würde ich Dir Rähmchen empfehlen, die auch Unterträger haben. Damit wird die „Gefahr“ des Anbauens verringert. Ich selbst habe diese Rähmchen hier im Einsatz, die charmanterweise auch noch ein Schiffsrumpf-Profil bieten:

Also nochmal: Du hast nichts falsch gemacht!

Viel Erfolg wünscht
Michael :slight_smile:

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Tausend Dank an Naturfreund und Michael :pray:.

Habe mir mehrere Tage den Kopf zerbrochen nun habe ich eine ausführliche Antwort, super hat mich echt weiter gebracht. Man kann im Internet und aus dem Foren viel Information schöpfen aber auf bestimmte Fragen findet man nicht so schnell eine Antwort.

Liebe Grüße und einen Schönen Tag!

Alpe

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das ist normal. Aufsetzen mit Anfangsstreifen funktioniert bei mir auch nicht, sie bauen dann immer wild von unten nach oben. Ich habe die Leisten jeweils längs durchgeschnitten und nagle jeweils eine komplette Mittelwand ein. Dann bauen sie von oben nach unten.

Untersetzen funktioniert nach meiner Erfahrung auch nur bei Schwärmen, nicht bei ausgewinterten Völkern.

Summende Grüße,
Martin