Tagebuch der Elbbiene

18. März: Heute habe ich die Bienenkiste zum zweiten Mal gewogen und schon einen Schreck bekommen, denn jetzt waren es nur noch 31 kg. Sie haben also in knapp drei Wochen 9kg Honig verbraucht. Auch wenn ich das Leergewicht meiner Biki nicht genau kenne, die Vorrate dürften nun wirklich knapp sein. Da der Tag warm und sonnig war, habe ich zum ersten Mal die Kiste ganz geöffnet und nachgesehen. 7-8 der insgesamt 12 Waben waren gut besetzt.

In den Ecken und vor allem auf dem Boden gab es Schimmel, ließ sich aber alles ganz gut wegkratzen. Und ein bisschen Kalkbrut hab ich auch noch entdeckt, passend zum vorangegangenen Kälteeinbruch…

In mehreren Waben waren verdeckelte Brutzettel zu sehen, wenn ich den Anblick richtig interpretiert habe, doch die übrigen Zellen sahen leer aus. Wenn da noch Honig war, dann vermutlich ganz oben, ganz hinten und gut versteckt.

Von der eigentlich geplanten Faulbrut-Futterkranzprobe habe ich somit abgesehen und statt dessen etwas vorbereiteten Futterteig, den ich im Kühlschrank hatte, von hinten zwischen die Waben geschoben. Dieser wurde auch sofort angenommen.

Insgesamt freue ich mich, wie gut das erste Öffnen funktioniert hat und wie ruhig die Bienen tatsächlich geblieben sind. Nach dem wieder Aufrichten war allerdings noch ein paar Minuten Aufregung am Flugloch. Spannend, dass die heimgekommenen Sammlerinnen gleich mitsterzeln.

Am 19. März war der Futterteig dann fast weg. Ich habe in der Zwischenzeit Zuckerlösung nach Lehrbuch hergestellt, einen Behälter gebastelt und dazu gestellt. Noch sind jedoch die Futterteigreste interessanter…

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