Ich war heute zu Mittag dort und es herrschte am Lindenbaum überraschenderweise reger Flugverkehr.
Stimmt das alte Sprichwort eventuell doch, dass Totgeglaubte manchmal länger leben?
Für mich neu ist, dass es offenbar einen zweiten Zugang in den Stock oberhalb des mir bekannten Flugloches gibt - der liegt leider so hoch, dass ich dort ohne Leiter keine Aufnahmen machen kann.
Ich bin mir aber nicht sicher ob hier die Hausdamen unterwegs sind oder ob der Stock gerade von Nachbarn ausgeplündert wird - ich konnte nämlich keine einzige Biene mit Pollen anfliegen sehen.
Hier wie schon zuletzt wieder ein Link zu einem Video - vielleicht erkennt jemand mehr als ich.
Wieder ein interessanter Vortrag im Rahmen des Summa-Summarum Webinars wie ich finde - vielen Dank an Katrin @Katrin für die Organisation und an Michael @EmmBee für das Teilen des Links für all jene die nicht live dabei sein konnten.
Ich hab das gleich zum Anlass genommen die „wilden Lindenbäumler“ zu besuchen.
Es ist dort immer noch ein regelmäßiger Flugverkehr zu beobachten - aber nicht so wie an meinen Bienenstöcken wo jetzt bei der Kirschblüte Vollgas Pollen und Nektar eingetragen wird.
Es ist eher so ein verhaltenes An- und Abflugverhalten zu beobachten, wie es auch in der Literatur bei Räuberei beschrieben wird „in schräger Körperhaltung mit herabhängenden Beinen“.
Teilweise sieht es so aus wie wenn auch einzelne Wächterbienen einfliegende Bienen vertreiben wollen.
Bin gespannt ob sich zur Schwarmzeit eine deutliche Änderung im Verhalten der Bienen beobachten lässt.
Wie schon im Webinar erwähnt ist es gar nicht so einfach aus den Beobachtungen die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Heute habe ich den Mai-Besuch bei den „wilden Lindenbäumlern“ gemacht.
Diesmal scheint mir wieder alles normal zu sein am Flugloch der alten Linde.
Die Bienen fliegen wieder zahlreich und zügig aus und ein, auch Pollen wird fleißig eingetragen.
Ob dies nun das selbe Volk ist, welches schon vor dem Winter hier war, oder ob sich in der alten Linde inzwischen ein neues Volk angesiedelt hat, kann ich trotz meiner laufenden Beobachtungen leider nicht mit Sicherheit sagen.
Nachtrag : Volk im Kellerloch hat es nicht über den Winter geschaft. Bei meiner Kontrolle vor 4 Wochen war kein Bienenflug zu sehen obwohl das Wetter optimal war.
Bleibe aber drann, vielleicht finden sich neue Bewohner.
Gruß Jörg
das ist ja eine sehr erfreuliche Nachricht.
Alte Bäume mit geeigneten Höhlen sind inzwischen ja leider sehr selten.
Die Linde in meiner Umgebung wird schon seit mehr als 20 Jahren laufend von Bienen bewohnt, das hat mir der Besitzer des Grundstückes berichtet.
Sie ist schon etwas morsch, ich hoffe dass es diesen Baum dort trotzdem noch viele Jahre geben wird.
Ich möchte gerne herausfinden, wie lange ein unbetreutes Volk bei den gegebenen Bedingungen überleben kann.
Wenn man nur gelegentlich vorbeischauen kann ist es aber nicht immer einfach zu erkennen, ob noch das alte Volk im Baum wohnt, oder ob inzwischen bereits ein neuer Schwarm eingezogen ist - solche Höhlen stehen normalerweise nicht lange leer.
Ich war hin- und hergerissen, ob ich der Kirchengemeinde bescheid sage… habe mich dann aber dagegen entschieden, weil ich möchte, dass der Baum noch lange dort steht.
Das ist zwar irgendwie eine Unterstellung, es könnte jemand sinnlos den Baum umhaun, aber ich will die Gefahr nicht eingehen, dass jemand aus Aktionismus den Baum für marode erklärt…
Kaum zu glauben aber es geht schon wieder deutlich in Richtung Wintersonnenwende.
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sind herbstlich mild.
Der Efeu blüht und die Bienen lagern ordentlich Vorräte ein.
Auch die wilden Lindenbäumlerinnen holen sich davon so viel wie möglich und aus dem Stock strömt dieser spezielle herbe Geruch.
Unbehandelt, ungefüttert und nur hin und wieder durch neugierige Menschen wie mich in ihrem Frieden gestört (so wie gestern Mittag) scheint es ihnen auch heuer wieder sehr gut zu gehen.
Gerade erst erwähnt und nun ist sie auch schon da - die
Sie markiert heute die längste Nacht und den kürzesten Tag des Jahres.
Ab morgen geht es schon wieder aufwärts - auch für die “wilden Lindenbäumlerinnen”.
Diese müssen bereits seit Anfang Dezember im dichten Nebel bei einem Temperaturschnitt von nur +3°C ausharren, die alte Linde gibt ihnen in ihrer Höhle Schutz und Geborgenheit.
Sie können nur ahnen wie es ihren Schwestern in diesen Tagen in nur 25 km Entfernung im Rosaliengebirge auf 748m Seehöhe ganz knapp über den Wolken ergangen ist.
Vor etwas mehr als zwei Wochen hatte sich hier in Ostösterreich noch einmal der Winter kurz aber intensiv zurückgemeldet, in Eisenstadt lagen beachtliche ca. 30 cm Neuschnee.
Danach aber seither jeden Tag viel Sonne und tagsüber Temperaturen über 10°C.
Schneeglöckchen, Frühlingsknotenblumen, Winterlinge, Schneerosen, Krokus, Leberblümchen, Narzissen, Haselnuss, Duft-Schneeball, etc. alles blüht bereits üppig und in voller Pracht.
Meine drei Beutenvölker haben das natürlich sofort bemerkt und lassen sich das reiche Angebot an Pollen und Nektar nicht entgehen.
Die Arbeiterinnen kommen schwerbeladen in den Stock zurück, es saust und braust vor den Fluglöchern, die junge Brut will versorgt sein.
So wie es aussieht haben sie alle gut überwintert und es ist für mich eine Freude zu sehen wie vital sie in die neue Saison starten.
Bei den WiLis (wilden Lindenbäumlerinnen) ist vor dem Flugloch keine einzige Biene zu sehen. Schon letztes Jahr war ich mir nicht sicher ob sie den Winter überlebt haben.
Plötzlich war dann aber alles wieder normal.
Heuer möchte ich noch genauer beobachten, ob diese Bienen später auswintern oder ob diese Baumhöhle eventuell schon sehr früh von den ersten heurigen Schwärmen neu besiedelt wird (und weiter berichten).
Meine Zeidlervölker / Bienen ebenfalls in lebenden Bäumen lassen sich auch jedes Jahr erst bei mehrstündigem Sonnenschein und Flugwetter sehen. Ein regelmäßiger Sammelflug ist durchschnittlich 2 Wochen später als bei meinen gewöhnlichen Kastenvölkern im Frühjahr zu sehen.
Eine Auswinterung erst vor knapp einer Woche erscheint mir sehr spät zu sein (meine Bienenkiste hat in den letzten Wochen vergleichsweise schon ca. um 15 kg an Gewicht zugelegt) - für einen neu eingezogenen Schwarm wäre es andererseits sehr früh.
Ich bin mir also auch heuer wieder nicht sicher, ob die „wilden Lindenbäumler*innen“ den Winter überlebt haben oder nicht.