Neues Tierarzneimittelgesetz (ab 28.1.2022)

Moin,

Imkerei Seester erklärt das neue Tierarzneimittelgesetz TAMG

https://www.youtube.com/watch?v=GKYo04Bj8i4

Da gibt es auch ein Download

LG Dirk

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Die PDF-Datei zum Download ist der Foliensatz zum oben verlinkten Vortrag und gibt einen guten Überblick inkl. Handlungsanweisungen, was jetzt nach dem Inkrafttreten des neuen Tierarzneimittelgesetzes (TAMG) seit dem 28.1.2022 zu beachten und wie zu verfahren ist.

Danke, Dirk @dl8aax! :slight_smile:

Hi,

gern geschehen :slight_smile:
Damit werden wir noch viel ärger haben.

  • Sie sind dazu bestimmt, bei Tieren zum Zweck einer medizinischen Diagnose verwendet zu werden;

Das bedeuten wenn wir die Puderzucker Methode anwenden ist das schon ein Verstoß.
Es sei den „Puderzucker Ad Us Vet“.

LG Dirk

Dazu auch noch eine Infobrief des LAVES-Bieneninstituts Celle vom 2. Februar 2022, worin einige Fragen etwas ausführlicher erläutert werden:

Wer sich fragt, ob das neue TAMG auch für Freizeitimkerinnen und -imker relevant ist, bekommt eine klare Antwort:

Diese Rechtsnormen sind auch für die Imkerei relevant. Dies gilt unabhängig davon, ob die Imkerei in der Freizeit oder auch als Neben- bzw. im Haupterwerb betrieben wird. Honigbienen dienen als landwirtschaftliche Nutztiere bekanntermaßen der Produktion von Lebensmitteln, die für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind. Imkerinnen und Imker, die Honig oder andere Bienenprodukte in den Verkehr bringen, müssen sich bei der Anwendung von Tierarzneimitteln an diese rechtlichen Vorgaben halten. Per Definition umfasst das „Inverkehrbringen” die entgeltliche und ebenso unentgeltliche Abgabe an Dritte, mit dem Ziel des Vertriebs, des Verbrauchs oder der Verwendung. Das schließt auch ein Verschenken von Bienenprodukten an Dritte mit ein.

Ich verstehe das so, dass das neue TAMG wirklich nur dann nicht greift, wenn Honig nur für den Eigenbedarf produziert und konsumiert wird. Aber für alle anderen Fälle!

Den Artikel gibt es auf der verlinkten Seite auch als PDF zum Download.

Mal ganz konkret gefragt: Was ist jetzt der Unterschied für uns? Dass wir fünf Jahre lang eine Behandlung belegen können müssen?
Mit der Zulassung von Medikamenten haben wir ja nix zu tun …
Und inwieweit ist das dann relevant:

Ich meine, man kann ja nicht ausschließen, dass man irgendwann mal auch ein Glas Honig verschenkt :man_shrugging:

tl;dr? :wink: Aber im Ernst: Auch mir ist das nicht wirklich klar, was das für mich persönlich bedeutet. Im benachbarten Imkerforum wird auch wild spekuliert, bis hin zu „kreativen“ Ansätzen wie „wenn das Schwammtuch jetzt verboten ist, dann stelle ich halt für die Doku das zugelassene Mittel zusätzlich ins Regal“…

Ich verstehe das so: für 5 Jahre zurückliegend ab dem 28.1.2022. Also hast Du in 5 Jahren von heute an die 5 Jahre komplett. Ab dann hast Du „nur“ die letzten 5 Jahre der angewendeten Arzneimittel bzw. Varroazide im Bestandsbuch nachzuweisen und kannst die älteren Einträge im Bestandsbuch herausreißen.

Einmal der betreffende Absatz im Vollzitat:

Sämtliche Arzneimittel-Anwendung müssen vom Eigentümer bzw. Halter für
die zur Lebensmittelgewinnung dienenden Tiere detailliert dokumentiert werden

Das gilt uneingeschränkt auch für alle Bienenhalter. Die Pflicht zur Buchführung bzw.
zur Nachweispflicht gilt für alle angewendeten Arzneimittel bzw. Varroazide in der
Imkerei. Das ist ganz unabhängig davon, ob es sich um verschreibungs-, apotheken-
pflichtige oder freiverkäufliche für Bienen zugelassene Tierarzneimittel handelt. Diese
Dokumentation (Bestandsbuch) muss zudem für fünf Jahre zur Kontrolle durch die
zuständigen Behörden zur Verfügung stehen. Im Fall von verschreibungspflichtigen
Tierarzneimitteln kann zur Dokumentation auch eine Kopie der tierärztlichen
Verschreibung verwendet werden.

Nein, aber mit deren Anwendung - siehe oben.

Das zählt offensichtlich auch zum „Inverkehrbringen“ - siehe mein Zitat oben: :wink:

Das schließt auch ein Verschenken von Bienenprodukten an Dritte mit ein.

Daher greift das wohl auch für uns.

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Im Endeffekt sind wir alle angesch… und müssen uns an die Regeln des TAMG halten.
Ansonsten wird es TEUER denn irgendwann stehen die Krontrollbehörden vor der Tür und verlangen einsicht in die Unterlagen und eventuell eine Ortsbesichtigung .
Darauf muß sich jeder jetzt einstellen
Gruß Jörg

Es ist wie immer - in unserem EU-Rechtsstaat:
Der Anwalt sagt dann „ich halte mich an dieses Gesetz“, der Staatsanwalt sagt „für mich gilt dieses Gesetz“ …
Der Richter trifft dann eine Entscheidung anhand Gesetz 3 nach seinem Ermessen …
Ausbaden müssen es immer DIE, für die diese Gesetze gemacht werden.
Nutzen tun die Gesetze denen, die diese Gesetze aktivieren oder denen für die die Gesetze eingebracht werden.

Rolf

Da erübrigt sich jeder Kommentar, dem kann man einfach nicht widersprechen :+1:
Gruß Jörg

Richtig, denn dafür gibt es Politikforen. :wink: Vielen Dank.

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Das ist wohl genau dasselbe wie bei der EU-Kosmetikerordnung. Ich darf theoretisch meine selbst gesiedeten Seifen, Balsame usw. auch nicht verschenken (dasselbe bei selbst gemachtem Spielzeug - hier gilt die EU-Spielzeugverordnung)

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