Klotzbeute G1

Wie vor fast 3 Jahren angedacht bastle ich mittlerweile an einer Klotzbeute:

Ausgangsbaumstamm (bereits hohl):

Aussendurchmesser: 36-44cm

Innendurchmesser: 30-35cm

Holzdicke: 4cm - 7cm

Gesamthöhe: 100cm

Volumen nach Einbau Oberträgerleisten: ~70Liter

Flugloch: Noch nicht vorhanden, spekuliere mit mehrere Öffnungen 3 * mit je 3cm Durchmesser oder ein größeres Loch mit einem Keil (wie im u.a. Video)

Der Baumstamm ist innen von Ästen teilweise durchwachsen. Ich habe zusätzlich eine Stabilisierung im oberen Bereich eingespannt (Bambusstab)

Die Oberträger habe ich aus Resten von Nut- und Federbrettern gemacht. Damit wollte ich eine Baurichtungsvorgabe bewirken. Zusätzlich erspare ich mir fremdes Wachs. Insgesamt habe ich 8 Stück „Federn“ angebracht und dabei auf einen Abstand von etwa 35mm geachtet (zum Rand hin ergibt sich ein größerer freier Bereich). Wie hier https://www.mellifera.de/blog/freibeuter/klotzbeuten-aus-hohlen-baumstammabschnitten-fertigen.html beschrieben werde ich den Bereich oberhalb der Trägerleisten mit, vermutlich Heu, befüllen.

Unten habe ich mit ein paar Leisten und einem Bodenbrett einen Einschub für Gemülldiagnose geschaffen. Das Edelstahlgitter und die Kunststoffwanne ich beim Imkerfachhandel besorgt und entsprechend zugeschnitten. Bei nicht Benutzung bleibt die Öffnung mit einem Brett verschlossen.

Im hinteren Bereich des Baumstammes habe ich einen Keil ausgeschnitten um zu „gucken“. Die Idee dazu kommt von diesem Video:

https://www.youtube.com/watch?v=VoYMtc54Dqo

Das Dach ist abnehmbar, durchlüftet und mit einer nicht entsorgten Bautafel regenfest gemacht.

Für den Standort habe ich mich auf den süd-östlichen Teil meins Grundstücks entschieden. Direkt neben einen Wind / Sichtschutzwand, welche auch Schatten im Hochsommer dienen wird (Nachmittags)

Habe ich bei meinem Aufbau was wesentliches Vergessen? Solange kein Schwarm eingezogen ist, kann ich noch basteln :slight_smile:

Weitere Bilder gibt es hier: https://www.dropbox.com/sh/9zm0oyccvq2g8dk/AAApQ4WKVKY3GJTlPo2gerw4a?dl=0

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Interessant, bin gespannt wie es weiter geht wenn Bienen eingezogen sind.

Gruß
Markus

Habe die Corona-Pause zum Bau einer Klotzbeute genutzt.
Sie ist rein fürs Auge, also fürs stimmungsvolle Beobachten gedacht.
Mich interessiert, wie viele Jahre mich ein Bienenvolk bzw. dessen jährliche Restschwärme
durchgehend darin erfreuen werden.
Ein paar Fotos:
Klotzbeute5
So sah er aus, der hohle Stammabschnitt.
Klotzbeute1
Vorderansicht, fast fertig. Das Dach ist povisorisch.
Klotzbeute2
Ein Blick ins Innere, über 3 Etagen im Abstand von 20 cm Bambusspeile
Klotzbeute3
8 Oberträgerleisten im Quadrat 30x30 auf 35mm Wabenabstand
Klotzbeute4
Blick von unten durch den Stamm
Klotzbeute6
Hinten kommt eine Art Schublade rein, zum Reinigen, Füttern, behandeln
Klotzbeute7
Rückseite, Schublade verschlossen, fehlt noch ein Griff.

Daten:
Gesamthöhe ca. 125 cm
mittlerer Röhrendurchmesser 27 cm
für Bienen nutzbarer Rauminhalt > 50 L
Oberes Quadrat 30 cm
Unteres Quadrat 30 cm
Fluglochdurchmesser 6,5 cm
8 Oberträger mit Anfangsstreifen, genagelt,
Kaltbau

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Sieht gut aus, bin gespannt wie es weitergeht. Kaltbau aus bestimmten Grund? Bei mir fehlt noch immer das Fuglooch. Wäre eine schräge Anordnung im Bezug auf die Oberträger etwas womit ich gegen eine natürliche Bauweise arbeite? Also weder längs noch querbau?

Schönes Projekt,
wenn ich unseren Förster das nächste mal im Wald sehe muss ich ihn fragen, ob er mir nicht einen alten hohlen Baumstumpf hat.
Ich hätte noch ein paar Fragen:
Wie stark ist der Durchmesser, schätze so 45-50cm !?
Wie dick hast du die Wandung gelassen? Ca.10cm!?
Was ist das für ein Baumstück?

Gruß
Markus

hallo@tryme23
Wenn man die Bienen selbst entscheiden läßt („Wildbau"), wählen sie alle Übergänge zwischen Warm- und Kaltbau.
Ich habe mich für Kaltbau entschieden, damit a) die Bienen bei der AS-Behandlung die Luft besser aus den Gassen fächern können, um Übersäuerung zu vermeiden
b) damit der Wind besser in die Beute eindringen kann.
c) mir zumindest dieser klitzekleine Einblick in eine eventuell sichtbare Wabengasse bleibt,
ohne von oben oder unten öffen zu müssen und im Frühjahr einen Eindruck von der Entwicklung des Volkes zu erhaschen.
d) weil es sich bei der Form meines Stammes angeboten hat, die Rähmchenvorgabe in
Kaltbau anzulegen.

Ich wüßte nicht, dass irgendetwas gegen deine Richtungswahl spricht.

@tyson
Durchmesser 50 cm plus/minus 2 cm auf die gesamte Länge
Wandungsdurchmesser 10 cm (natürlich, unbearbeitet, über die gesamte Länge)
Der Baumabschnitt ist Pappel.

Ich habe die Röhre nicht erweitert, so gelassen wie sie war. Nur oben habe ich ein Quadrat
ausgearbeitet, um Auflagen für die Oberträger einsetzen zu können.

Ich stelle hier mal ein paar Bilder ein, wie ich die Klotzbeute gebaut habe.
Vielleicht kann ich jemanden inspirieren.

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Nach Rücksprache mit einem sehr guten Freund, welcher Bienenhalter ist, habe ich oben auf die Leisten ein Leinentuch gelegt, Holzspäne darauf (ca. 8-10cm).
Als „Verschluss“ hab ich eine Baumscheibe ca. 20-25cm drauf gelegt und etwas Luft zwischen Sägespänen und Baumscheibe gelassen.
Es ist ein Fenster eingebaut und nen Spalt für eine mögliche Honigentnahme.
Unten ist die Beute mit Brettern verschlossen wo Klitzekleine Spalten drin sind.
Die Sägespäne, welche während der Arbeiten angefallen sind hab ich einfach drin gelassen und noch etwas Stroh rein geschmissen.
Höhe des Baumstamms ist ca160cm, Durchmesser durchschnittlich ca. 45cm.
Behandlung ist nicht vorgesehen.

Nach dem Einlaufen sind die Bienen einen Tag später noch mal ausgezogen (geschwärmt). Wir konnten den Schwarm wieder einfangen und haben ihn diesmal allerdings durchs Fenster eingekippt. Vor dem einkippen haben wir noch große Wachsstreifen in der Beuten geschmolzen damit sie auch wirklich drin bleiben.

Hallo Michael,

vielen Dank für das Teilen der Bilder!
Der Baumstamm ist 160 cm Hoch, hast du den irgendwie fixiert, denke mir das er umkippen kann. Ist wohl alles „Kindersicher“ (ich habe mit meinen 3 Kids so meine Erfahrungen gemacht und bin deshalb darauf sensibilisiert…) ?

Bei mir wird es dies Jahr nichts mehr mit einem Volk im Baumstamm. Keine meiner 3 BKs, kam in Schwarmstimmung. Dafür 2 Kisten voll ausgebauter HR.

Gruß,
Johannes

Was für wunderbare Bilder. Dies kommt der natürlichen Lebensweise Der Bienen sehr nahe.
Ähnliches habe ich in Tonndorf bei Erfurt gesehen.

Hey Johannes,
ich habe den Baumstamm nicht fixiert. Er steht sicher auf den Feldsteinen und ist als fertige Klotzbeute wirklich recht schwer.
Aktuell gehen die Kinder sehr respektvoll mit den Bienen um. Wenn das nicht mehr der Fall sein sollte gibt´s Betretungsverbot für´n Garten :wink:
Dann wünsche ich Dir für nächstes Jahr mehr Erfolg!
Falls ich dran denke kann ich ja immer mal berichten wie es läuft. Bin vor allem gespannt wie sie durch den Winter kommen.

Da bei den Bienen so gut wie nie verdeckelter Honig zu sehen war hab ich mich entschlossen Futterteig in die Klotzbeute zu geben. Hab im Dunkeln mit ner Stirnlampe, welche ein rotes LED Licht besitzt gearbeitet. Lediglich eine Biene traute sich heraus und hat etwas „gestört“. Ich hoffe den Futterteig nehmen sie an.
Ich stelle mal noch paar Bilder der letzten Zeit ein und eine herrliche Entdeckung von heute Abend beim Füttern
Ein aktuelles Bild von innen fehlt. Ich habe nur ein Video von 02.09., aber Video hochladen funktioniert nicht.


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Moin in die Runde,
tryme23 ich würde für eine Klotzbeute niemals den Baumstamm unten aber vor Allem oben ohne ausreichend Hirn/Stirnholz (min 30cm) belassen. Aus einem einzigen Grund: Holz nimmt und gibt einen Großteil der Feuchtigkeit über das Hirn/Stirnholz auf/ ab. Wenn ich dazu noch die Wandungsstärke der Klotzbeute auf unter ca. 10cm gestalte. Bin ich nicht mehr weit von anderen Beutensystemen entfernt. Der einzige Unterschied ist der äußere Anschein „einer natürlichen Beute“. In Südeuropa mag diese (oftmals abgebildete) Klotzbeutenform passen aber in unseren klimatischen Verhältnissen (auch wenn wir seit mehreren Jahren keinen richtigen Winter mehr hatten) ,denke ich eher nicht. Weswegen möchte man denn eine Klotzbeute haben? Nur der Form wegen oder um die Vorzüge dieser Beute den Bienen angedeien zu lassen?
Grüße der Künzel

@kuenzel - ich habe die Beute hauptsächlich für Bienen gebaut. Einfach um ihnen eine möglichst naturnahe Behausung zu schaffen. Ich habe den Vorteil, dass in meinem Garten viel bestäubt wird und ich kann die Bienen beim Naturwabenbau beobachten.
Vielleicht kann ich irgendwann auch mal bissl Honig entnehmen. Ist aber kein Muss.

Hier die aktuellsten Bilder…
Futterteig wurde gut angenommen, aber ist noch immer nicht komplett vertilgt. Verdeckelten Honig kann ich aber noch immer nicht entdecken. Ich mach mir langsam bissl Sorgen, dass der Futterteig noch nicht aufgefuttert wurde. Jetzt wo es langsam Richtung Winter geht. Was meint ihr, sollte ich den Rest vom Futterteig wieder entnehmen?

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Hallo,
wieviel hast du insgesamt gefüttert?
Wenn ich das richtig gelesen habe hast du erst vor 4 Wochen angefangen mit Futterteig zu füttern?

@Ostalbkiste
Am 13.9. hatte ich zwischen 7-8kg gefüttert. Ich hatte zu lange gehofft, dass ich endlich mal verdeckelten Honig entdecke aber irgendwann hab ich es aufgegeben und Futterteig bestellt. Die Lieferung hat dann ungewöhnlich lang gedauert und erst auf Nachfrage wurde mir sehr schnell geliefert. Die waren nicht mehr hinterher gekommen, weil es so viele Bestellungen gab. Ich hatte vor ca. 14 Tagen mal gedacht, dass die Bienen bald aufgefuttert haben, aber letztens hab ich dann nochmal reingeschaut und gesehen, dass doch bestimmt noch 1/3 verfügbar ist.

Die Bienen lagern den Honig ganz oben ein, ich kann nicht genau erkennen wie tief bzw hoch du Fotos machen konntest.
Kannst du schätzen wie bevölkert deine Beute ist? Auf den Bildern sind nicht viele Bienen zu sehen, auch im Vergleich zu den Bildern von vor drei Wochen. Klar, Reduzierung im Herbst usw.

Hallo,

verstehe ich das richtig, Du hast seit der Einquartierung nur rund 5kg Futterteig verfüttert?
Ich hatte deshalb gefragt, weil es auf den Bildern schon nach wenig Futter aussieht.
Normalerweise sind die Bienen jetzt mit der Brut im unteren Bereich der Waben und haben die Vorräte fluglochfern aber „über Kopf“ eingelagert.
Auf den Bildern sieht man leere Waben welche bebrütet waren.
Sicher nimmt die Brut im Herbst deutlich ab, aber bei genügend Vorräten sollte der Bereich jetzt eigentlich immer noch bebrütet sein und die Vorräte direkt darüber am Brutnest angrenzend.
Da das nicht der Fall ist, gehe ich davon aus, dass das Brutnest einiges höher an den vermutlich spärlichen Vorräten sitzt.
Ich weiß nicht woher Du die Infos hattest, erst Mitte September mit der Fütterung zu beginnen bzw. selbst wenn ich Dich falsch verstanden habe warum Du dann erst ein paar Kilos verfüttert hattest.
Bei den Temperaturen in letzter Zeit (zumindest bei mir) geht beim Füttern so gut wie nichts mehr.

Deine Idee, nicht zu behandeln, finde ich auch nicht gut, aber die Bienen verhungern zu lassen (und so sieht es aus) geht halt überhaupt nicht.
Da hilft dann die zweilfellos schöne und mit großem Aufwand erbaute Klotzbeute auch nichts.
Die Zeit hättest Du besser in die rechtzeitige Auffütterung investiert…

Nichts für ungut,

Gruß Andreas

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