Fluglochverkleinerung bei AS-Behandlung?

Hallo,

als Anfängerin habe ich noch eine Frage zur AS-Behandlung, zu der ich noch keine Frage/Antwort finden konnte.

Wegen der Auffütterung haben wir das Flugloch an unserer Bienenkiste stark verkleinert. Mit dem Mäuseschutz, der die Höhe verringert und noch einer Dachlatte davor auf 3-5 cm Breite.

Nun frage ich mich, ob ich das Flugloch bei der AS-Behandlung (die wir nun dringend durchführen müssen aber wegen Wabenbruch verschieben mussten [Wabenbruch - wann sind Waben wieder angebaut/Kiste kippbar?]) auf die gesamte Breite öffnen sollte (nach wie vor mit Mäuseschutz).
Dagegen spräche für mich die Gefahr der Räuberei, auch wegen des ausgelaufenen aber inzwischen hoffentlich aufgeschleckten Honigs. Auch habe ich gelesen, dass generell während der AS-Behandlung die Gefahr der Räuberei größer ist, wegen des Geruchs.
Aber ich möchte natürlich auch nicht, dass die Bienen durch mangelnden Luftaustausch etc. zu sehr belastet werden, auch wenn es seit heute zum Glück endlich etwas kühler ist hier.

Gibt es hierzu eine allgemeine Empfehlung oder Vorgehensweise oder ist das Abwägung?

Liebe @Eva,

Es ist allgemeine imkerliche Praxis bei der AS-Behandlung, das Flugloch (in der Regel) komplett offen zu haben. Die Anleitung der offiziellen Bienenkisten-Doku unter

beschreibt, dass das Flugloch nur bei nicht durchgängigem Ausbau verkleinert werden soll. Im Umkehrschluss heißt das auch hier: Das Flugloch bleibt während der Behandlung vollständig offen!

Ich meine außerdem, dass Du mit dem Mäuseschutz für die Bienenkiste jetzt Mitte September ziemlich früh dran bist. Ich würde den Mäuseschutz nochmal für ein paar Wochen herausnehmen, um den Verlust von Pollen am Gitter zu vermeiden. Abhängig vom Klima in Deiner Region solltest Du ihn dann vor den ersten Nachtfrösten und Tagestemperaturen unter 10 °C wieder anbringen.

Liebe Grüße,
Michael

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Laut Gebrauchsanweisung des Nassenheider Verdunster Professional heißt es „Normale Öffnung des Flugloches entsprechend der Volksstärke“
Also nicht zwingend komplett offen. :man_shrugging:

Das ist richtig, René @enerchiw! Die Anleitung (s.o.) empfiehlt jedoch wie geschrieben für den Betrieb des Nassenheider Verdunsters „Professional“ in der Bienenkiste:

  • normale bzw. volle Öffnung bei normalen Volk (Vollausbau der BiKi)
  • verkleinerte Öffnung bei kleinerem Volk (Teilausbau der BiKi)

Die Unwägbarkeiten der AS-Verdunstung werden ja in der Gebrauchsanweisung immerhin kurz angerissen und die Behandlungseffizienz hängt schon von genug anderen Faktoren ab. Daher würde ich mich in Unkenntnis von @Eva s Volksstärke und ihrem aktuellen Klima in jedem Fall an die Anleitung zur Bienenkiste halten wollen.

Hallo und danke für eure schnellen Antworten Michael @EmmBee und René @enerchiw.

Ich habe nach Infos dazu im Buch und in den Foren gesucht. Danke für den Hinweis auf die Homepage. Das muss ich mir noch immer in Erinnerung rufen, dass da ja auch gute und ergänzende Hilfe vorhanden ist. Und in der Anleitung vom Verdunster ist mir das wohl irgendwie durchgegangen.

Unsere Bienenkiste ist komplett ausgebaut, von daher wäre ganz auf dann richtig.

Der Mäuseschutz ist bei uns kein Gitter, sondern eine Holzleiste, die die Höhe verringert. Tatsächlich haben wir ihn daher als Beitrag zur Fluglochverkleinerung schon rein gemacht.
Wir wohnen in der Rheinebene (Karlsruhe).

nochmal, wenn ich ganz aufmachen müsste wegen verdunstung, und aber angst vor räuberei hätte bei dem volk, würde ich mit feinem drahtmesch verengen. https://www.amazon.de/Drahtgitter-Drahtgeflecht-Metallgitter-Volierendraht-Maschendraht/dp/B0BLJTSYL9/
vg dany


[Amazon-URL um Tracking-Teile gekürzt - @EmmBee]

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Hallo Dany @Fleckenmonster,

klingt auch nach einer guten Idee, danke.

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