Hallo @Sulz
entschuldige bitte die Formulierung.
Die Frage ging an alle, Dich und andere.
Beste Grüße
@Naturfreund
Hallo Harthmut, natürliche Selektion heißt, wir lassen bewußt ein Teil unserer Völker sterben, so wie es die Natur auch macht.
Ein befreunderter Imker hatte etwa 200 Völker und aufgehört zu behandeln. Mit den restlichen 20 überlebenden hat er dann seinen Bestand wieder aufgebaut. Aber auch er kann die Völker nicht einfach sich selbst überlassen, er muß weiter auf Zucht setzen.
Wir haben aber nur gezüchtete selektierte Merkmale bei unseren jetzigen Bienen.
Die in Europa mal beheimatete Apis Meliffera Meliffera ist ja leider durch Verdrängungszucht ausgestorben. Sie gibt es nicht mehr als wilde Honigbiene. Was jetzt vielleicht in der freien Natur als Biene lebt, sind letztendlich verwilderte Bienen die als Schwarm abgegangen sind.
Die Bienen die jeder Imker hat, sind ein Produkt des Menschen, erreicht durch Zucht.
Ja, du hast Recht, die Biene kam immer ohne den Menschen aus. Der Mensch aber wollte Bienen die viel Honig eintragen, bei der AMM waren es früher etwa 8kg pro Volk, das reichte dem Imker aber nicht mehr.
Der Imker aber wollte sanftmütige, wenig Propolis, wenig Wildbau, viel Honig. Also kam die Zucht ins Spiel, mit dem Ergebnis imkern wir heute.
Um die Apis MM wieder in Deutschland zu etablieren geht es auch nur über Zucht.
Die Varroa hat der Mensch hier angesiedelt.
Deshalb müssen wir der Biene helfen damit klar zukommen.
Seit Jahren hat sich der Einsatz der Säuren die ins Bienenvolk gebracht werden erhöht.
Am Anfang hieß es, eine Sommerbehandlung reicht, und wo stehen wir jetzt?
Bei unsere Zucht achten wir nur noch auf Krankheitsresistenz und das es keine Stecher gibt, auch lassen wir die Bienen weitestgehend in Ruhe. Damit fahren wir ganz gut.
Meiner Meinung nach, sollte es bei der Zucht und Selektion, in erster Linie darum zu gehen.
Ob man dazu die „strenge“ Zucht braucht, ist aber eine andere Frage.
Lg Sulz.
Eigentlich nicht, da es nicht Behandler, an doch recht verschieden Standorten gibt.
Ob man an dem eigenen Standort etwas findet, bei dem man mit einer Theorie, etwas für die Praxis findet, bleibt wohl eher „nur“ Theorie.
Glück, oder Gelassenheit?..Ich denke, dass es bei mir etwas von beidem war.
Ich gehe aber generell mit viel Gelassenheit, zu den Bienen. Z.B. mache ich keine Kontrolle der Völker auf Weiselrichtigkeit.
Ich wüsste auch nicht , welchen Grund, eine Kontrolle des Brutnestes nötig machen würde.
Ich würde aber auch nicht empfehlen, Die Milbe als so bedenkenlos zu betrachten, wie ich es mache.
Lg Sulz.
Zeitlich gesehen kam die Zucht hier nachrangig!
Zuerst kam die Gier und dann der Import, der Import, der Import - natürlich anderer - angeblich ertragsstärkereer Rassen aus dem sonnigen Süden.
Du schreibst:
„Um die Apis MM wieder in Deutschland zu etablieren geht es auch nur über Zucht.“
… sagt der Züchter!
Das ist nicht negativ gemeint. Es ist aber für mich zu engstirnig, zu einfach und natürlich zu menschlich - nicht natürlich oder nachhaltig.
Ich würde es gerne sehen, wenn wir uns endlich mal „hintenanstellen“, unsere Bienen in den Vordergrund stellen.
Das wäre mein Wunsch!
Das soll nicht heißen - ich habe RECHT, es soll heißen, dass wir die Biene in den Vordergrund stellen - nicht UNS!
Man lese bei Sigrun Mittl (Buchempfehlung) unsere Aktivitäten bei den vorangegangen „Bienenseuchen“.
Alles Gute vom Rolf