Bannwabenverfahren mit Hyperthermie

Hallo zusammen,

die Behandlung meiner Bienen ist nun für dieses Jahr abgeschlossen. Nun möchte ich kurz mitteilen, wie ich mit Bannwabenverfahren und Hyperthermie durchgekommen bin.

Nachdem im März wenige Milben nach der Hyperthermie gefallen waren, war ich mit der Varroabelastung ja etwas unsicher. Die Zählung der Milben im Juni hat bei beiden Völkern ca. 5 V/Tag ergeben. Ich war total begeistert, habe aber trotzdem nacheinander die 3 Bannwaben gesetzt und mit Wärme behandelt.

Ende August stellte ich bei beiden Völkern eine Belastung von ca. 30 Milben fest. Wie geht das denn? Sofort Hyperthermie aller Brutwaben mit anschließend Milchsäure gemacht. Komischwerweise wenige tote Milben danach (ca. 500 - 600)!

Das sollte es nun für dieses Jahr gewesen sein - denkste. Ende September wieder ca. 30 Milben am Tag. Lag es daran, dass ich die Milchsäure am frühen Nachmittag bei Flugbetrieb gesprüht hatte?

Also - wieder Hyperthermie + Milchsäure aber diesmal spät abends.

Na endlich, jetzt fallen ca. 2000 Milben in den darauffolgenden Tagen bei beiden Völkern.

Ich bin also immernoch am lernen.

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Es ist nun 1 Monat seit der letzten Hyperthermie vergangen und habe deshalb den aktuellen Totenfall der Milben ermittelt. Ein Volk hat 4 und das andere 6 V/d, also noch sehr viele.

Im Sommer hatte ich für eine bessere Luftzirkulation bzw. Wärmeübertragung zwei zusätzliche Lüfter in meine Brutsauna eingebaut. Seitdem habe ich schlechte Ergebnisse bei der Wärmebehandlung. Im letzten Jahr hat alles besser funktioniert.

Nun habe ich folgende Vermutung: Durch die Lüfter ist die Temperatur in der Kiste wesentlich gleichmäßiger, d.h. konstant 42 °C an jeder Stelle. War es letztes Jahr durch ungleichmäßige Wärmeverteilung zufällig heißer?

Nach langem Googeln stieß ich kürzlich auf Arbeiten von Arne Kablau oder David Wackernell, welche von höheren Temperaturen z.B. 43,5 °C schreiben.

Weiß jemand von euch, bei welcher Temperatur professionelle Geräte tatsächlich arbeiten?