Am Freitag eingezogen - warum wird noch gesterzelt?

Hallo zusammen,

ich muss nun doch mal nachfragen, hoffe ich nerve nicht damit.

Am Freitag Abend habe ich meinen 2 Schwarm in die BK einlaufen lassen.
Leider recht spät, 20:30 Uhr, weil ich arbeiten musste und für Samstag/Sonntag Gewitter mit Starkregen angesagt war. Der Schwarm wurde vormittags gefangen ( 3 KG ) und von meiner Tochter abgeholt.
Dann stand er noch ca 3,5 Stunden im Keller.
Einlaufen war relativ ok, ein Teil hatte es nicht ganz geschafft, ist aber am anderen Morgen nachgezogen.
Wir konnten auch die Königin sehen wie sie in der Kiste verschwand.

So sah es am anderen Morgen so gegen 10:00 so aus:

Heute hat sich die Traube bis fast an das Trennschied gezogen:

Soweit so gut, nun habe ich gesehen das für die Menge Bienen relativ wenig bis garkeine Wachskrümel auf dem Boden zu sehen sind. Das war bei meinem ersten, recht kleinem Volk, ganz anders (viele Wachskrümel):

Auch ist ein lautes Summen aus der Kiste zu vernehmen und auf dem Flugbrett stehen Bienen und sterzeln ?

Morgen werde ich auch die erste Futtergabe verabreichen.

Flugbetrieb ist vorhanden ( einfiegen )

Hier ein kleines Beispiel von gestern :
https://vimeo.com/user117709903/review/428987515/7bcbe5858e

Was kann da los sein und muss ich mir Sorgen machen ?

Hey hallo

Das Sterzeln kann bedeuten, dass die Weisel auf Begattungsflug unterwegs ist und die Bienen damit ihr den Heimweg weisen. Habe ich bei meinen Schwärmen schon ein paar Mal beobachtet. Wäre allerdings ziemlich fix nach dem Einlaufen. Das Wetter ist ja sicher bei dir auch nicht dafür geeignet, oder? Kann auch sein, dass sie versuchen herumfliegenden Bienen das Finden zu erleichtern.

Ist es denn ein Nachschwarm? Einfach weiter beobachten.

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Moin,

ja - leider habe ich in der Hektik vergessen nachzufragen ob Vor oder Nachschwarm :frowning:

Das Wetter war dann doch nicht so wie angekündigt, Gewitter gab es statt ab Mittag dann erst gestern Abend um ca. 22:30 - also den ganzen Streß am Freitag unnötig gemacht. Aber das konnte ja keiner wissen.
Wäre da noch das laute summen - von meinem ersten Völkchen hört man aus der Kiste fast nichts - allerdings ist das auch nur ein drittel von dem neuen.

Ich beobachte weiter :+1:

Wir hatten im alten Forum mal ne Diskussion zur Verlässlichkeit der Klopfprobe. Ich mach sie gelegentlich bei einquartierten Schwärmen, aber wirklich Verlass ist nicht drauf. Kurzes Aufbrausen ist so gut wie sicher ein gutes Zeichen. Wenn das Summen länger dauert muss das nicht notwendig auf Weisellosigkeit hindeuten, kann es aber.
Es ist ein sehr großer Schwarm, bis jetzt (deine Fotos) bilden sie eine schöne Traube. Das Herabziehen bis zum Boden deute ich als Bauketten. Solange sie sich nicht einzeln überall in der Kiste verteilen dürfte es in Ordnung sein.

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Das beruhigt mich, zumal wir ja auch die Stockmutter gesehen hatten.
Bin einfach noch zu unsicher und mache mir wohl zu viele Sorgen, aber ich möchte halt das es den Mädels gut geht.
Auch wenn ich am Freitag zur Begrüßung 2 Stiche kassiert habe.
Muss morgen zum Doc weil meine Hand, Stich im Zeigefinger und später im Obeerschenkel, einfach nicht abschwellen will :joy:

Danke und viele Grüße

Ralf

Wenn du, wie ich, Glück hast, gewöhnst du dich an die Stiche. Der Schmerz hält nicht lange an, am nächsten Tag juckt es noch ein bisschen.
Mir helfen da Blätter vom Spitzwegerich, Breitwegerich geht auch. Eins oder zwei in den Mund stecken, zerkauen und den grünen Matsch 'ne Weile auf den Stich drücken. Hilft auch bei Mückenstichen. Warum weiß ich allerdings nicht :grin:

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Bei DEM Gewicht würde ich schon eher auf Vorschwarm tippen.

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Ich denke auch. Allerdings sterzeln die Bienen dann nicht für eine heimkehrende Weisel.

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Sehr gut helfen auch Holunderblätter, aber die bitte nur zerreiben, nicht kauen - Holunder ist im Rohzustand giftig!

Damit hören Jucken, Brennen und Anschwellen binnen 10 Minuten auf.

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Hallo @Jutta50 @Frankthebee ,

offensichtlich habe ich mir mal wieder zuviele Sorgen gemacht …
Ich vermute, wie auch schon gesagt wurde, das sterzeln galt den anderen Bienen die sich einfliegen !?

Heute habe ich das auch bei meinem ersten Schwarm gesehen, dort haben sich heute Vormittag auch welche eingeflogen und es standen vor dem Flogloch Bienen die gesterzelt haben.

Bei dem großen Schwarm habe ich auch schon gesehen das Pollen eingetragen wird, ich werte das mal als ein gutes Zeichen.

Meine Hand sieht heute schon fast wieder aus wie eine und nicht mehr wie ein aufgeblasener Latexhandschuh :joy:
Hatte in der Aphotheke Fenistil Tropfen und ein Gel bekommen, aber ich werde es auch mal mit Spitzwegerich oder Holunder versuchen.
Die Schmerzen waren gar nicht so schlimm und der Oberschenkel war auch so lala - nur die Hand war sehr angeschwollen - aber egal.

Ich denke nach und nach wird sich mein alter Körper an das Gift gewöhnen - den letzten Bienen/Wespenstich hatte ich … ewig her.

Vielen Dank für eure Antworten und liebe Grüße

Ralf

Hallo Schiggi!
Hast du Kinder? Falls ja, kennst du diese (meist unnötigen) Sorgen, die man sich beim Ersten immer macht? Ich finde, das ist mit dem ersten Bienenvolk genau dasselbe… :joy:
Aber das geht vorbei!

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Fenestil ist auch gut, wenn auch nicht in Blattform. :slight_smile:

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Das stimmt Kevin - aber nicht so schnell und anhaltend wirksam wie die Holunderblattmatsche, zumindest bei mir.
Optimal ist eine Kombination aus beidem: Soforthilfe mit Blättern vor Ort und Fenistil zur Nachbehandlung :grin:

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Es kann aber leider auch passieren, dass man im Laufe der Zeit eine Allergie entwickelt, umso mehr Stiche man abbekommt um so heftiger reagiert dann der Körper. Das äußert sich allerdings nicht mit äußeren Schwellungen, das ist eine normale Reaktion auf das Bienengift, sondern mit Zuschwellen der Atemwege und dann weiter mit Kreislaufversagen usw. Ich würde dazu raten, Stiche so gut wie möglich zu vermeiden, indem man z.B. Schutzkleidung trägt.

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Bei Eingriffen am Bienenvolk auf jeden Fall! Wenn man die Kiste aber im Garten stehen hat, kann und will man sich nicht jedesmal in den Ganzkörperschutz werfen, wenn man nur ein paar Blumen oder Obst pflücken will.

Einzelne, gelegentliche Stiche schaden auch dem älteren Körper nicht und tun tatsächlich nach einiger Zeit auch nicht mehr weh. Kommt allerdings auf die getroffene Stelle an :smile:

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@Jutta50
… ich fand das jetzt auch nicht soo dramatisch.
Bis auf die angeschwollene Hand war es auch schnell vergessen.
Zum füttern oder schauen zieh ich nix besonderes an ( schauen im Moment nur unter dem Trennschied)

Das kann auch wieder weggehen.

Ich hatte bis fast 40 schon zig Bienenstiche und außer normalen Schwellungen keine Beschwerden.
Dann hatte ich plötzlich 2 Jahre.in denen ich teilweise stärkere Reaktionen hatte wie Kreislaufprobleme und Übelkeit.
2x sogar mit Infusionen beim Arzt, der mir dann für Notfälle die Fastject Spritze verschrieben hatte (aber nie benutzt).
Nach den 2 Jahren ist es genauso schnell verschwunden wie es gekommen war.

Mittlerweile habe ich bestimmt über 100 Stiche pro Jahr und merke gar nichts mehr, auch keine Schwellungen, bin quasi immun.

Also es gibt Hoffnung, auch nach richtigen allergischen Reaktionen…

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Das ist bestimmt nicht nötig, solange man genügend Abstand zu den Wächterinnen hält. Im Frühjahr sind sie ja eigentlich auch noch ganz zahm, was sich später im Jahr aber auch ändern kann, zumindest ist das bei meinen Bienen so.

Du hast recht, aber eben nur solange man keine Allergie entwickelt, dann können die gelegentlichen Stiche irgendwann dazu führen, dass man sich plötzlich im Krankenwagen befindet und mit Blaulicht ins nächste Klinikum befördert wird, das kann ich leider aus eigener Erfahrung sagen.
Das betrifft, je nach Schätzung ja nur zwischen 1% und 5 % der Bevölkerung, wenn man aber dazu gehört (und das weiß man in der Regel vorher nicht), kann das schnell lebensbedrohlich werden. Um dieses Risiko etwas zu minimieren, finde ich es angebracht, Stiche so gut es geht zu vermeiden.
Jedenfalls ist es nicht in jedem Fall so, dass man sich dran gewöhnt wie man so oft ließt, es kann eben auch das genaue Gegenteil eintreten, der Körper reagiert dann immer extremer.

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Stiche vermeiden - auf jeden Fall.
Ist ja nicht so das ich darauf stehen würde . :grin:

Nur wenn ich zu meinen Mödels gehe um sie zu beobachten, ziehe ich keine Schutzkleidung an.

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Zum Füttern gehe ich vorher duschen, dann sind sie deutlich ruhiger als wenn ich nach einem sonnigen Tag verschwitzt ankomme. Das einzige Mal, dass ich wirklich bei der Situation angegriffen und gestochen wurde, war ohne Duschen nach dem Grillen.
Mir geht es da auch gar nicht nur darum nicht gestochen zu werden sondern auch und vor Allem um das freundschaftliche Verhältnis zu den Damen, dass ich sie nicht über die Maße belästige oder störe :wink:

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