Liebe @Claudia,
Ich kann das so nachempfinden…! ![]()
Ich weiß nicht, ob es hier wirklich ein Richtig oder Falsch gibt. Ich hatte letztes Jahr ein ebenfalls buckelbrütiges Volk abgekehrt. Dies habe ich sehr bereut. Erst hinterher hatte ich begriffen, dass meine Bienen so gar nichts zum Einbetteln „an Bord“ hatten (sie waren ausgeräubert worden), weshalb sie genauso wie Deine Bienen zum gewohnten Ort zurückgekehrt waren.
Und dann habe ich über mehrere Wochen (!) genau das Bild gesehen, das Du oben zeigst. Jeden Tag habe ich diese Bienentraube am alten Platz an dem Beutenbock hängend gesehen. Jeden Tag flogen immer wieder Bienen aus und kehrten in die Traube zurück; wahrscheinlich alles verzweifelte Versuche, sie weiterhin irgendwie zu ernähren. Jeden Tag wurde die Traube kleiner, während sie vollkommen ungeschützt Wind und Wetter ausgesetzt war. Und schließlich - nach mehr als 3 Wochen - war die Traube ganz verschwunden.
Das war die traurigste Erfahrung, die ich bisher machen musste (oder durfte?). So ein Sterben auf Raten ging mir sehr an die Nieren und ich möchte es nicht nochmal so erleben müssen. Deshalb werde ich, falls mir nochmal ein Bienenvolk buckelbrütig werden sollte, es nur dann nochmal abkehren, wenn ich mir ganz sicher bin, dass sie auch Honig zum Einbetteln dabei haben. Ansonsten würde ich es „natürlich“ auslaufen lassen. Erst dann würde ich wieder in die Beute schauen und diese für das nächste Mal säubern und vorbereiten. Es ändert sicherlich nichts an der Tatsache, dass das Volk von Anfang an dem Tod geweiht war, jedoch erschien mir mein Eingreifen, indem ich unnötigerweise abkehrte, nicht nur nutzlos, sondern auch alles für die Bienen noch schlimmer machend.
Liebe Grüße,
Michael