Hallo Olaf,
willkommen im Forum!
Das ist ja gleich ein sehr spannendes Thema für den Einstieg - danke für diesen Beitrag!
Genau dort möchten ich und vermutlich auch einige andere hier im Forum gerne hinkommen.
Ich habe seit knapp 10 Jahren Bienen und habe seither nur Naturschwärme aus eigenen Beständen.
Die Bienen leben in verschiedenen Einraumbeuten auf Naturwabenbau und ich versuche sie nach Möglichkeit auf eigenem Honig zu überwintern.
Eine Bienenkiste (mein Urvolk) ist jetzt das zehnte Jahr ohne Unterbrechung mit Bienen besetzt.
Zu Beginn habe ich mit Ameisensäure gegen Varroa behandelt und bin in den letzten Jahren gewechselt zur OS-Verdampfung.
Ich wollte heuer komplett auf die Behandlung verzichten, hatte zuletzt aber Ende August bei einer Bienenkiste mehr als 400 Milben täglich auf der Unterlage.
Da konnte ich nicht mehr länger zuschauen und habe nun also trotzdem wieder mit einer Behandlung begonnen. Vor einiger Zeit hätte ich noch gedacht, dass einem Volk bei dieser Menge an Milben der sichere Tod bevorsteht, aber nach den Erfahrungen mit vorangegangenen sehr hohen Belastungen bei diesem Volk in den letzten Jahren sehe ich doch Chancen, dass es auch heuer wieder gut durch den Winter kommt.
Langer Rede, kurzer Sinn - ich habe es noch nicht geschafft, obwohl ich es gerne möchte, der Evolution einfach gemäß Darwin ihren Lauf zu lassen.
Wie handhabst du das aktuell mit deinen Bienenvölkern in Nürnberg?
Ich habe David Heaf ´s Vortrag im Herbst 2025 im Rahmen der Konferenz: Resistenz und Toleranz gehört und gesehen und kann seinen Erkenntnissen viel abgewinnen.
Es würde mich ermutigen, wenn es im Raum Deutschland, Schweiz, Österreich schon positive Erfahrungen zu diesem Thema gäbe und wenn auch die Imker ihre erfolgreichen behandlungsfreien Methoden veröffentlichen würden.
LG. Hartmuth