Podcast "Welt Aha! Alltagswissen" - Wie steht es um unsere Bienen?

Moin.

Bin über diesen Podcast vom 20. Mai (Weltbienentag) ‘gestolpert’. Er thematisiert die Auswirkungen der Honigbienen-Haltung auf das Ökosystem. Ich würde mich sehr über eure Gedanken dazu freuen.

Link steht unten, hier schonmal meine Gedanken, bitte für uneingenommenen Hör’genuss’ überspringen

Es ist für mich einerseits eine Bestätigung, dass die auch von vielen Hobby-Imkern betriebene quasi Massentierhaltung und quasi industrialisierte Honiggewinnung mit Maximal-Honig-Entnahme und dann pauschale Ersatzfuttergabe ein Irrweg ist.

Ich finde aber andererseits, dass es nicht ausgewogen genug analysiert wird. Alle ImkerInnen sind in einen Topf geschmissen. Die übrige Landwirtschaft (-liche Industrialisierung) und die Rolle der Honigbienen dort als Teil der Bestäuberschaft kommen nicht vor bei der Betrachtung der Bienendichte.

Dennoch ist die Lage nicht gut. Aber auch im Imkerverein hier gibt’s - m.E. erfreulicherweise - die Tendenz zu weniger Völkern je Imker.

Es gab hier in der Gegend eine Veranstaltung, um den Imkern Argumente zu vermitteln beim Konfliktthema Honigbienen vs Wildbienen. Leider konnte ich nicht teilnehmen. Ich glaube den Imkernden im Verein den Podcast nahezulegen würde entweder auf Ignoranz treffen oder die wollen mich dann nicht mehr :wink: - Ich mache mich lieber schrittweise daran, Gleichgesinnte zu suchen (im Verein bisher N=2) .

Also hier bitte, sorry ca 18s zu Beginn:

Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen: Wie steht es um unsere Bienen?

Webseite der Episode: https://zehnminutenalltagswissen.podigee.io/582-neue-episode

Mediendatei: https://audio.podigee-cdn.net/2488754-m-4d0c5e47311ce636df000f3681b779a6.mp3?source=feed

Hallo @Linus,

danke für diesen Beitrag.

Am Weltbienentag steht die Biene naturgemäß im Fokus und das Thema wird Schwerpunkt in den Medien.

Viele Berichterstatter mischen ihren Beiträgen auch ein gutes Quantum Alarmismus bei, weil sie der Ansicht sind, dass dies erforderlich ist, um im Zeitalter der Informationsflut aufzufallen und um entsprechend wahrgenommen zu werden.

Da werden dann auch Feindbilder, Bedrohungszenarien und Ängste bedient.

Ich denke, man muss hier kein Konkurrenzverhältnis zwischen Bienenhaltern und Wildbienenschützern aufbauen.

Das Hauptübel ist weiterhin die industrielle Landwirtschaft mit ihren Monokulturen, Düngemitteln und Pestiziden.

Bei mir gibt es so etwas im näheren Umkreis glücklicherweise nicht.
Gerade jetzt bietet die Natur Ihren Lebewesen eine derartige Fülle, dass alles im Überfluss vorhanden ist.

Es liegt an jedem Einzelnen die Verhältnisse in seiner Umgebung zu beobachten und nach Möglichkeit zu verbessern.

Alles was der Natur zu Gute kommt, wird letzten Endes auch den Bienen, den Wildbienen und allen anderen Insekten nützen.

Meist muss man nicht eingreifen, weil sich in der Natur die Balance von selbst einstellt, das ist ein sehr ausgeklügeltes Regelsystem.

Hobbyimker mit 10 Völkern ist für mich schon etwas grenzwertig.

Die Bienenkiste gibt mir in einem guten Jahr 20-25 kg Honig ab, ohne dass ich zufüttern müsste - das ist schon viel mehr als ich allein verbrauchen kann.

Mit sagen wir ein bis drei Völkern bleibt der Arbeitsaufwand überschaubar und man kann sich hobbymäßig auch jedem dieser Völker entsprechend widmen und sie gut betreuen.

Für die Wildbienen hab ich Nisthilfen aufgestellt, die gut angenommen werden, genauso für Vögel.

Ich denke es wäre sinnvoll, wenn wir uns als Menschen generell wieder mehr als Bestandteil der Natur sehen würden und uns entsprechend einordnen.

„Macht euch die Erde untertan“ sollte ersetzt werden durch „Der Mensch soll die Natur hüten, bewahren und verantwortungsvoll verwalten“.

Wenn wir das leben und damit unseren Kindern ein gutes Vorbild abgeben, haben wir schon viel gewonnen.

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Guten Morgen,

Norbert hat hier: Torben Schiffer und BEESTEEZ - Analyse zu einer seltsamen Medien-Kampagne gegen die Imkerei!

ein Einordnung des wissenschaftlichen Hintergrunds des im Podcast sprechenden Experten verlinkt.