Naturbau-Rähmchen an einander verbaut

Herzlich willkommen im Forum, @Cyrille! :slight_smile:

Das war mir bei einer meiner Einraumbeuten ebenfalls passiert. Der entscheidende Faktor war dabei, dass ich nach der ersten Besiedelung auf Anraten lange - wohl zu lange - nicht in die Beute geschaut hatte. In der Literatur findet man durchaus die Empfehlung, nicht allzu spät hinein zu schauen, um gegegebenfalls noch korrigierend eingreifen zu können. Bei mir war es aber deutlich zu spät, so dass bereits 5-6 Rähmchen untrennbar miteinander verbunden waren. Da war dann nachträglich leider nichts mehr zu machen.

Ich hatte mir schließlich gesagt: Die Bienen haben das so entschieden, weil sie es so wollten! Und das ist letztlich auch gut so. Natürlich kannst Du dann diverse imkerliche Maßnahmen und Eingriffe einfach nicht mehr durchführen und musst damit leben. Die Bienen können es jedenfalls! :wink:

Ja. :wink:

Vor der Besiedelung der Beute

die Schiffsrumpfleisten zusätzlich mit Bienenwachs bestreichen

Nach der Besiedelung der Beute

wie in Jürgens @JBL verlinktem Dokument bereits steht, nicht wie ich wochenlang mit dem Hineinschauen warten :roll_eyes:, sondern nach 3 Tagen den Wabenbau kontrollieren; dann gegegebenfalls das Wabenwerk sanft mit dem Stockmeißel korrigieren

Nachträgliche Auflösung des Wirrbaus

Um einen solchen 5er-Block, wie er in meiner MERB entstanden war, nachträglich zu aufzulösen, hatte mir Norbert Poeplau @Naturbauimker eine Herangehensweise wie diese empfohlen:


Im Rahmen der regulären Erweiterungen folgendermaßen vorgehen:

  • Falls notwendig: den Stabilbau vorsichtig von der Beutenwand lösen (ein langes Kuchenmesser ist da z.B. zu empfehlen)
  • den Block zusammenhängend weiter schieben, um Platz für 1 Rähmchen an Position 1 (= fluglochnah) zu schaffen
  • nun Rähmchen mit Mittelwänden verwenden: je Erweiterung 1 Rähmchen an Position 1 einhängen. Zum Beispiel mit einer vollen Mittelwand starten. Dann bei den nächsten Erweiterungen Rähmchen mit 1/2 oder 1/3 Mittelwänden (und schließlich wieder ganz ohne Mittelwand) verwenden.

Im Laufe der Zeit „wandert“ der Stabilbaublock nun immer weiter nach hinten (= fluglochfern). Spätestens im folgenden Jahr ist der Block dann Teil des „Honigraums“ geworden und Du kannst ihn relativ problemlos - im Rahmen der Honigernte und / oder der Einengung - vollständig entnehmen. Voilà!


Ich hoffe, dass Dir dies weiterhilft!

Liebe Grüße und viel Erfolg wünscht
Michael

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