Naturbau im Brutraum

Hallo in die Runde,

ich Frage mich warum es im Brutraum unbedingt die Anfangsstreifen benötigt ? Welche Gründe sprechen dafür?

Meiner Ansicht nach ist es zwar nicht unbedingt nötig im Brutraum mit Anfangsstreifen zu arbeiten aber es ist sinnvoll und empfehlenswert.

Diese führen im Idealfall dazu, dass am Ende wenn die Bienenkiste von Deinem Volk komplett ausgebaut wurde, in der Bienenkiste unter jeder der zwölf Oberleisten genau eine schnurgerade Wabe hängt.

Das wiederum erleichtert unter anderem deutlich alle später eventuell erforderlichen Arbeiten am Wabenkörper.

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass wenn beispielsweise die Waben im Brutraum bogenförmig quer über die Oberleisten gebaut wurden, die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, dass später auch die Waben im Honigraum ähnlich weiterverlaufen.

In weiterer Folge ist die Entnahme einzelner ganzer Waben bei der Ernte nicht möglich und die Gefahr für ein Massaker mit honigverklebten Bienen steigt stark an.

Ein Foto zu Verdeutlichung findest Du in diesem Beitrag: Bienenkiste in Eresing - #58 von Naturfreund

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Leisten mit eingenagelten dünnen Holzstreifen gehen auch. Oder gefräste Leisten („Schiffsrumpfleisten“). Hauptsache eine schmale glatte Kante. Am besten ein bisschen mit Wachs bestreichen. Ziel sind gerade Waben. Wenn krumm und schief gebaut wird dann besteht die Gefahr von Wabenbruch beim Hochkippen. Außerdem zieht der Ameisensäuredampf bei der Varroabehandlung dann nicht so gleichmäßig durch und eine Futterkranzprobe ist schwer zu nehmen.

Hier siehst du meine zwei BK im letzten Jahr, die obere Kiste hatte Schiffsrumpfleisten und die untere Wachsplatten als Hilfe, aber die beiden Völker waren unterschiedlich stark. Oben war dann viel mehr Honig drin! Und die „Grünen“ hatten wenig Lust, die Mittelwände auszubauen!
LG Mani
Bienenkiste in Eresing - Erfahrungsberichte - Mellifera Diskussionsforum (mellifera-netzwerk.de)