Wir betreiben drei Einraumbeute der vorletzten Generation und zwei 40L-Boxen mit Honigzargen (jeweils von fribin). Da wir in der Saison die Völker maximal alle 7-10 Tage besuchen geht uns natürlich der ein oder andere Schwarm “verloren”. Kunstschwärme oder vorweggenommene Schwärme machen wir nicht. Letzes Jahr sind von den 5 Beuten definitiv 4 am schwärmen gewesen und durch unsere Besuchfrequenz haben wir einen kleinen Tochterschwarm abgreifen können und gut weitergeben können … mehr nicht
Zu den Fragen:
Wir möchten das Thema Lockbeute ausprobieren und gleich 3-4 Rähmchen einhängen. Hat das jemand von euch schon einmal grob in der Richtung aufgebaut und Erfahrungen gesammelt.
Bauvorschlag
Erfahrungen mit Lockstoffen, Altwaben, Wachsmotten
“Fremdeinzug” von Wespen oder vielleicht sogar mal Hornissen.
Viele Fragen … vielleicht sortieren wir das im Verlauf der Diskussion falls es Antworten auf die Einzelthemen geben sollte
Hinweis: Diverse Berichte, auch von Mellifera kennen wir. Es geht uns um Erfahrungswerte
Meine Erfahrungen waren leider nicht erfolgreich. Ich habe es mehrmals versucht, auch Beuten mit Altwaben versucht und Beuten mit Thymian eingerieben, verschiedene Standort - nie ist einer eingezogen. Ich wünsche Dir mehr Glück! Claudia Dahm
ich habe schon öfter Lockbeuten ausprobiert, teilweise erfolgreich, aber insgesamt keine gute Quote. Am besten funktionieren nicht mehr besetzte Beuten (die man laut seuchenverodnung verschließen muss) - im Sinne von alle Waben sind noch da, nur keine (lebendigen) Bienen mehr und die Beuten stehen an einem Bienenstand (ich denke Bienen entdecken leere Beuten einfacher, wenn sie in der Nähe bzw. neben anderen Beuten/Völkern stehen). Die Form der Beute ist eher egal. Bei mir wurde mein fast jährlich bienenleerer Baumstamm in den letzten Jahren zwei mal von allein von einem Bienenschwarm besiedelt und ebenso normale Beuten. An einem Standort wurde in 3 Jahren zweimal eine Lockbeute besiedelt, ohne Waben, nur mit einen Stück alter Wabe präpariert. Ich denke es gibt besonders gute Plätze für Lockbeuten, die oft bzw. einfach von Bienen gefunden werden (vorausgesetzt es gibt überhaupt Bienenschwärme in der Umgebung) und Berichte über regelmäßige Besiedelungen an bestimmten Plätzen. Trotz allem halte ich es für eher unwahrscheinlich, dass man mit Lockbeuten seine eigenen Schwärme erfolgreich “anlockt”, das funktioniert mal, wenn man alles richtig macht und noch irgendwelche Zufälle behilflich sind. Ich fände es sinnvoll wenn alle Imker mehrere leere Beuten an ihren Bienenständen stehen hätten, damit würden wir viele herrenlose Schwärme anlocken.
Ich würde die Beute voller “Rähmchen” machen nicht nur 3-4, am besten mit Waben in den Rähmchen.
Einzug von Wespen etc. kann naturlich vorkommen. Hatte ich aber noch nie, einmal war ein Wespennest unter der Lockbeute. Ich hatte mal ein Nest in einer Lockbeute, ähnlich einem Mausenest in groß, vielleicht Eichhörnchen, Siebenschläfer o.ä.. Die Lockbeute hatte ich in einem Baum plaziert. Trotz dem verlassenen Nest (vor allem Moos und Blätter) war im Juni ein Bienenschwarm eingezogen.
hatte in den letzten Jahren auch immer mindestens eine neugebaute Lockbeute stehen, wo auch in der Saison immer reger Verkehr war als wenn Spur Bienen sich dies schon ansehen, aber es ist nie ein Schwarm eingezogen. Waren auch wenn Bienen von anderen Imkern denn meine wollten in den letzten zwei Jahren nicht schwärmen. Dieses Jahr wo mein Bienenkisten Volk schwärmen wollte, war kein Verkehr vorher an den Lockbeuten, was mich wunderte. Da ich den Schwarm einfangen konnte, war dies nicht weiter schlimm aber ich dachte Scoutbienen schauen sich schon vorher die Umgebung genauer an, bevor der Schwarm abgeht.
In meinen Lockbeuten habe ich altes Wabenwerk und Wachsmottengmüll in einem Schraubglas, wo der Deckel leicht gelocht ist damit die Kiste riecht aber keine Biene an diese Altwabengeschichte dran kann, so wie es die Bienenseuchenverordnung vorsieht.
Außerdem habe ich mir in den Garten nicht weit von den Bienenkisten auch eine Art sehr hohe Stehlampe gebaut, in der der Deckel meines Schwarmfang Behälters hängt, welcher schon sehr gut nach Königin und Schwarm riecht. Aber auch dort hat sich noch kein Schwarm dran gesetzt, sondern es wurde die hässliche Thuja bevorzugt.
Vielleicht kam dann ich zuerst: Mir wurde ein Schwarm gemeldet, der 300m von uns bereits seit 2 Tagen hing. Ich habe ihn dann gefangen und einlogiert. Da er sich nicht selbständig für eine der beiden Behausungen entschieden hatte, durfte er in meinem Garten in eine kleine Einraumbeute einziehen.
Hallo zusammen und danke für die vielen Kommentare (!) und Links
Leider ist uns “das Leben” dazwischengekommen, so das ich meine eigene Frage und eure Hinweise nicht mehr aktiv verfolgen konnte.
Was haben wir zwischendurch trotzdem machen können und was nicht:
Wachsmotte haben wir aus o.g. Gründen nicht gemacht. 2027 werde ich es versuche. Vermutlich mir Gemüll im Bienendichten Bereich und Innenwände mit Propolis bearbeiten
Ich habe zwei 40L-Kisten gebaut die ich nicht mehr aufhängen konnte (Bild dabei) … sind etwas zu schwer geworden. In 2027 werde ich die bei uns aufstellen und dann mit der Erfahrung ggf. modifizieren. Was wir tatsächlich noch nicht wissen ist ob wir die einfach nur hinstellen werden oder mit Spanngurt in 50-150m Entfernung auf gut erreichbare 2m Höhe mit Spanngurt am Baum befestigen.
Schwärme: Wie ich schon schrieb schauen wir etwa alle 5-14 Tage nach den Beuten. So viele Schwärme wie dieses Jahr haben wir noch nie bei uns gesehen. Immer schön in 13-15 m hoch in den Bäumen. Da blieb uns nur noch winken und ein schönes Restleben zu wünschen. Wir wissen es nicht mehr genau aber es waren 5-7 Schwärme. Ist wohl jedes Jahr so oder so ähnlich aber wir haben die nie in der Menge gesehen.
Vielen Dank an alle … ich werden dann in 2027 berichten ob wir Erfolg hatten
Hornissen … spannend!
Ich mag diese dicken Brummer die oft auch bei uns im Garten unterwegs sind. Ich vermute die hast du einfach machen lassen oder hast du umgesiedelt?