Lockbeute: Welche Erfahrungen habt Ihr damit?

Moin zusammen aus Ost-Niedersachsen

Wir betreiben drei Einraumbeute der vorletzten Generation und zwei 40L-Boxen mit Honigzargen (jeweils von fribin). Da wir in der Saison die Völker maximal alle 7-10 Tage besuchen geht uns natürlich der ein oder andere Schwarm “verloren”. Kunstschwärme oder vorweggenommene Schwärme machen wir nicht. Letzes Jahr sind von den 5 Beuten definitiv 4 am schwärmen gewesen und durch unsere Besuchfrequenz haben wir einen kleinen Tochterschwarm abgreifen können und gut weitergeben können … mehr nicht

Zu den Fragen:

Wir möchten das Thema Lockbeute ausprobieren und gleich 3-4 Rähmchen einhängen. Hat das jemand von euch schon einmal grob in der Richtung aufgebaut und Erfahrungen gesammelt.

  • Bauvorschlag
  • Erfahrungen mit Lockstoffen, Altwaben, Wachsmotten
  • “Fremdeinzug” von Wespen oder vielleicht sogar mal Hornissen.

Viele Fragen … vielleicht sortieren wir das im Verlauf der Diskussion falls es Antworten auf die Einzelthemen geben sollte

Hinweis: Diverse Berichte, auch von Mellifera kennen wir. Es geht uns um Erfahrungswerte

Beste Grüße vom Richard

Meine Erfahrungen waren leider nicht erfolgreich. Ich habe es mehrmals versucht, auch Beuten mit Altwaben versucht und Beuten mit Thymian eingerieben, verschiedene Standort - nie ist einer eingezogen. Ich wünsche Dir mehr Glück! Claudia Dahm

Hallo Richard,

ich habe schon öfter Lockbeuten ausprobiert, teilweise erfolgreich, aber insgesamt keine gute Quote. Am besten funktionieren nicht mehr besetzte Beuten (die man laut seuchenverodnung verschließen muss) - im Sinne von alle Waben sind noch da, nur keine (lebendigen) Bienen mehr und die Beuten stehen an einem Bienenstand (ich denke Bienen entdecken leere Beuten einfacher, wenn sie in der Nähe bzw. neben anderen Beuten/Völkern stehen). Die Form der Beute ist eher egal. Bei mir wurde mein fast jährlich bienenleerer Baumstamm in den letzten Jahren zwei mal von allein von einem Bienenschwarm besiedelt und ebenso normale Beuten. An einem Standort wurde in 3 Jahren zweimal eine Lockbeute besiedelt, ohne Waben, nur mit einen Stück alter Wabe präpariert. Ich denke es gibt besonders gute Plätze für Lockbeuten, die oft bzw. einfach von Bienen gefunden werden (vorausgesetzt es gibt überhaupt Bienenschwärme in der Umgebung) und Berichte über regelmäßige Besiedelungen an bestimmten Plätzen. Trotz allem halte ich es für eher unwahrscheinlich, dass man mit Lockbeuten seine eigenen Schwärme erfolgreich “anlockt”, das funktioniert mal, wenn man alles richtig macht und noch irgendwelche Zufälle behilflich sind. Ich fände es sinnvoll wenn alle Imker mehrere leere Beuten an ihren Bienenständen stehen hätten, damit würden wir viele herrenlose Schwärme anlocken.

Ich würde die Beute voller “Rähmchen” machen nicht nur 3-4, am besten mit Waben in den Rähmchen.

Einzug von Wespen etc. kann naturlich vorkommen. Hatte ich aber noch nie, einmal war ein Wespennest unter der Lockbeute. Ich hatte mal ein Nest in einer Lockbeute, ähnlich einem Mausenest in groß, vielleicht Eichhörnchen, Siebenschläfer o.ä.. Die Lockbeute hatte ich in einem Baum plaziert. Trotz dem verlassenen Nest (vor allem Moos und Blätter) war im Juni ein Bienenschwarm eingezogen.

In meinem Blog habe ich einen Artikel über Lockbeuten, hier: https://www.bienenseb.de/schwaerme-locken-mit-der-schwarmlockbeute-ein-projekt

Viele Grüße, Sebastian

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Moin.

spannend. Wäre ich nicht drauf gekommen.

Ich nutze Thymol zur Varroa-Eindämmung. Das stinkt schon heftig.

Mir sagte man LemonGras sei gut… auch wenn es bisher nicht funktioniert hat.

Damit eine saubere ausgebrannte (hitzebehandelte, nicht verkohlte) Kiste sachte(!) bepinseln, die übrigens nicht(!) unter die Seuchenverordnung fällt!

Zu viel hilft auch nicht.

Ich hatte letztes Jahr ein Hornissennest in diesrm Kasten. Auch spannend zu beobachten.

Grüßle Thomas

Hier Spurbienen an der vorbereiteten BiKi, in die heute Nachmittag ein vorweggenommener Schwarm einziehen soll. Mal sehen, wer zuerst kommt :wink:

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