Kunstschwarm

Der Imker hat die einfach aus der Mini-Plus in die aufgestellte Bienenkiste in den Honigraum gefegt. Die Königin hatte er im Clip vorne reingesetzt und zwanzig Mal gesagt: »Die überleben eh nicht das erste Jahr in der Kiste; nächstes Jahr kommst du wieder und willst einen neuen Schwarm …« Fun Fact: Seit 2017 ist die Bienenkiste durchgängig mit dem Volk besiedelt und es kam noch nicht ein Schwarm da raus.
Also: Keine Kellerhaft, eingeschlagen, aufgestellt und ordentlich gefüttert. Zum Winter war die Kiste vielleicht ⅔ oder höchstens ¾ ausgebaut. Honig gibt es von denen auch eher nicht.
Vielleicht hätten sie mit Kellerhaft schneller gebaut :man_shrugging:
Aber ich glaube das vernünftige Füttern ist auch wichtig, damit sie Bautrieb haben, aber nicht zu viel, damit auch Platz für Brut ist und die Waben im Sommer nicht abreißen.

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Die sitzen ja in der Regel oben in der Traube zusammen und dann wäre es von Vorteil, wenn aus der Traube heraus an das Futter kommen und nicht erst suchen müssen, kann sein, dass dann evtl. nicht angenommen wird. Gerade auch wenn es Futterteig ist. Wie sieht denn der Boden deiner Schwarmkiste aus, der dann oben ist, wenn du sie umgedreht hast? Und Muss man sie tatsächlich umdrehen? Ich kann mir die gerade schwer vorstellen.
Ist das so eine?

Die ist für Kellerhaft tatsächlich eher ungeeignet, wenn man füttern muss. Dann würde ich sie vielleicht doch eher direkt in die Bienenkiste einschlagen oder fegen :man_shrugging:



Sie sieht so aus. Der Boden lässt sich rausziehen - von da aus kommen die Bienen hinein.

Es ist praktisch genau die gleiche wie von Holtermann… Wir wollten durch das Flugloch einen ganz flach zurecht geschittenen Frischkäsebecher mit Zuckerwasser hineinschieben.
Alternativ könnten wir einen Ikea Papierkorb mit Zeller und Feinstrumpfhose drauf als Schwarmbox benutzen, Futterteig von außen dranschmieren und mit Wasser besprühen.

Dann würde ich oben ein Brett als Deckel machen und ein Loch reinschneiden. Dann nehmt ihr ein Marmeladeglas mit Zuckerwasser und haut mit einem Nagel ein paar kleine Löcher in den Blechdeckel (vom Glas). Das ganze stellt ihr kopfüber über das Loch in dem Brett. Dann können die Bienen aus der Traube heraus das Zuckerwasser aus dem Glas nuckeln.

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Danke, super Idee!!

Wir wollen es so ausprobieren:

Die Strumpfhose kommt da noch drüber.

Habe die Innenseite des Plastikdeckels mit Schleifpapier aufgeraut - hoffentlich können die Bienen sich da festhalten!
Die Zuckerlösung ungefähr 1 zu 1, richtig?

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Evtl. hätte ich einen Nachschwarm für dich


Je nachdem wie spontan du bist und wie der sich hinsetzte und ob man dran kommt. Sieht aber nicht so schlecht aus …

Das ist aber nett von dir! Wir sind aber gerade zurück von unserem Kunstschwarmfang! Sind ganz erschöpft und haben erstmal genug von um das Gesicht schwirrenden Bienen… Ich kann sie im Moment leider nicht nehmen.

Der Schwarm sitzt im Keller, summt aber nach ca 1 Stunde immer noch ziemlich laut - ist das normal?

Er ist ja im löchrigen Ikea Papierkorb (für einen kunstschwarm sehr ungeeignet… Ich berichte später, warum) und ich habe ihn ohne Handschuhe aus dem Auto getragen (wie dumm). Ich wurde gestochen und habe den Eimer fallen lassen!! Vielleicht dauert es nach diesem Riesenschock, bis sie sich beruhigen…
Habe sie mit Zuckerwasser eingesprüht und noch keine Flasche oben eingelegt wegen etwas Angst vor Bienen, die evtl in der Strumpfhose sitzen.

Puh…

Die Bienen sind seit Montag, 20.5. (Weltbienentag) in der Bienenkiste!

Das Abholen war sehr aufregend und anstrengend… Das Abfegen der Waben in den Ikeapapierkorb klappte gut. Wir hatten ein Loch in den Deckel gebohrt, doch die Bienen, die rumflogen, fanden den Eingang nicht. Sie haben sich mit der Zeit alle rund um den Korb gesetzt, weil der Geruch der Königin überall zu ,riechen’ war; durch jedes einzelne Loch des Korbs…

Letztendlich mussten wir alle draußen sitzenden Bienen dort lassen.
Zu Hause angekommen habe ich den Korb ohne Handschuhe ins Haus getragen (wie dumm…), wurde gestochen und habe den Korb fallen lassen!! Ist aber nichts passiert; es war ja noch eine Strumpfhose über dem Deckel. Leider hatten sich aber einige Bienen in der Strumpfhose verfangen.
Die Kellerhaft fand ich quälend…,d.h. ich dachte die ganze Zeit, die Bienen leiden, weil sie fast immer laut gesummt haben. Wahrscheinlich waren das nur die Bienen in der Strumpfhose.

Das Einschlagen ca 16:30 Uhr war problemlos. Die alten Waben haben wir in den Brutraum geschoben und zwar haben wir je 2 kleine Schrauben an eine Seite der Wabe geschraubt und konnten sie so leicht schräg reinschieben. (Habe schon etwas Sorgen vor dem Herausholen am Sonntag)

Sie fliegen, sind aktiv und gesund! Allerdings hängen sie als Traube (und bauen dann auch dort) zwar im Brutraum, aber ganz nah am trennschied… Nicht so optimal.

Meine Fragen an euch:

  1. sie bringen keine Pollen mit an ihrem 2.Tag im neuen Zuhause - normal?
  2. sie trinken unheimlich viel Zuckerwasser (1:1 mit Kamillentee + Prise Salz), fast einen Liter pro Tag. - Normal?

Nachtrag: heute, an ihrem 4. Tag, bringen einige Bienen Pollen mit! Hurra! :sweat_smile: :upside_down_face:

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Wahrscheinlich würden sie auch mehr trinken bzw einlagern, wohl auch viel.
Du musst bedenken, dass die neugebauten Waben nicht nur mit Zuckerwasser gefüllt werden sollen. Die Königin braucht auch Zellen, um Eier zu legen.
Wenn du täglich viel fütterst kommen sie mit dem Bau nicht nach und es gibt nicht ausreichend Platz für die Brut.
Wie groß ist das Volk? Angepasst an die Größe sollte man füttern.
Schau nochmal im Buch nach, ich hab die Futtermenge nicht im Kopf.
Viele Grüße Frank

Hallo Frank,

du meinst, wenn so viel Zuckerwasser da ist, lagern sie es in alle Zellen ein und dann hat die Königin keine freien Zellen mehr für ihre Eier. Ist das wirklich so?

Den ersten Teil verstehe ich nicht…
Nehmen die Bienen nicht nur, was sie brauchen? Naja, Zucker ist Reiznahrung…
Was soll ich tun? Aufhören, oder nur jeden 2. Tag?

Viele Grüße!

Hey guten Morgen.
Kurz gesagt, füttere alle ein bis zwei Tage in kleineren Mengen, sodass der Bautrieb erhalten bleibt und die Bienen trotz schlechten Wetters und schlechter Tracht Nahrung haben. Gleichzeitig bleibt genug Platz für die Brut.

Ich gebe meinen beiden neuen Völkern 250 ml alle zwei Tage, behalte dabei den Ausbau im Blick und wie das Wetter ist.

Ich hoffe ich konnte dich beruhigen und dir helfen.

Viele Grüße Frank

Im Buch zur Einraumbeute steht (als Faustregel), dass im Abstand von 5-7 Tagen 0,75 l, 1 l, 1,5 l, dann 2 l gefüttert werden soll. Die Menge von 2 l soll dann im selben Rhythmus so lange weiterführt werden, bis genug Wintervorräte vorhanden sind

Danke für deine Antworten u fürs Nachschlagen!

Erhard M Klein schreibt es für mich wiedersprüchlich:

Wenn ich nur 1-2 mal die Woche füttere, ist es kein kontinuierlicher Futterstrom… Allerdings ist es nicht schlimm überflüssig zu füttern.

Ob sie es tatsächlich alles einlagern? Sooo viel haben sie in 4 Tagen noch nicht gebaut…
Bin so unsicher…

Welche Nachteile können kommen, wenn ich zu viel füttere?

LG

Erhard schreibt das schon korrekt. Er empfiehlt die genannte Menge (1-2 Liter) einmal pro Woche zu geben.

Ich hab mir angewöhnt kleinere Mengen alle paar Tage zu geben.

Ich glaube du solltest ausprobieren.

Ich hatte bei dir gelesen, dass sie 1 Liter pro Tag nehmen.

Wichtig ist der kontinuierliche Strom. Wenn sie nun doch nicht so viel nehmen passt das doch.

Eine weitere Empfehlung von mir: Nimm dir Storchs " Am Flugloch" und einen schönen Tee, setz dich neben die Kiste und genieße die Zeit. Die Bienen machen das schon.

Viele Grüße Frank

PS Ich erkenne mich in dir vor 13 Jahren wieder :slight_smile:

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:+1: Genau so! Ich hätte vorher auch nicht gedacht, wie beruhigend und befriedigend das sein kann :grin:

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im Grunde ist das schon auch so ähnlich, wie es im Buch der ERB zu lesen ist - alle 5-7 Tage, nur dass die Menge Woche für Woche etwas ansteigt (ich denke, weil dann im Verlauf ja auch mehr Wabenfläche zum Einlagern zur Verfügung steht)

Ich handhabe es ähnlich, wenn das Wetter ungünstig ist - dann füttere ich auch mal alle 2-3 Tage eine kleinere Menge weiter.

Die Bezeichnung kontinuierlich verunsichert mich zwar manchmal auch etwas - aber im Grunde bedeutet kontinuierlich ja einfach, dass man die Bienen über einen bestimmten Zeitpunkt hinweg anhaltend/regelmäßig füttern sollte und dem ist doch so, wenn man sie 1x/Woche mit ca. 1-2 Liter füttert oder alle 2 Tage mit z.B. 300 ml o.ä. (in Abhängigkeit des Wetters und sicher auch von der Stärke des Schwarms)

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Hallo Hobbit,
Frankthebee hat völlig recht: Bienen beobachten (und dabei genießen, dass sie da sind), ist echt wichtig. So lernt man ne Menge: wie stark und regelmäßig fliegen die Bienen? Tragen Sie Pollen ein? Sind sie ruhig oder nicht? Was blüht im Umkreis?
Aber, falls du das noch nicht gemacht hast, würde ich dir wirklich empfehlen, einen Imkerkurs in einem guten Imkerverein zu machen. Auch wenn man da in aller Regel nicht viel Erfahrung mit Bienenkiste hat, sind die allgemeinen Infos die man bekommt, sehr wichtig und hilfreich!
Deine Frage, was bei Überfüttern passieren kann, hat Frankthebee schon beantwortet: es kann passieren, dass nicht genug Platz für Brut da ist, weil zu viel Futter eingelagert wird.
Wieviel Zuviel ist, kann man nicht pauschal sagen. Dass hängt von vielen Faktoren ab: Volkgröße, Wetter, örtliche Trachtsituation.
Wie oft kannst du den zu deinen Bienen hin? Je häufiger du mal nachsehen und ggf. nachfüttern kannst, je kleiner kannst du die Einzelportionen machen, weil du ja besser beobachten kannst, wie schnell das Futter weg ist, wie der Baubetrieb ist und wie sich der Bien entwickelt und wie sich die Bienen verhalten.
Meinen mittelgroßen Schwarm habe ich alle 2 - 3 Tage mit 500 ml 1:1 Futter gefüttert. Da war das Wetter warm und trocken und die Bienen konnten gut fliegen und haben auch ganz gut Futter finden können.
Alles in Allem: beobachten, die Ruhe bewahren und lernen, dann wird‘s schon klappen.
Viel Spaß wünsch ich dir.
Sabine

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Ich danke euch für eure Antworten! :smiley:

Das Wort ,kontinuierlich’ hat mich verunsichert - es bedeutet doch, dass Futter nachgelegt wird, sobald es alle ist…

,Am Flugloch’ habe ich! Werde es nachher an der BiKi lesen.

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