Kardinalfehler bei der Honigernte

Hallo Rolf,

ich denke das sind meine Wahrnehmungen, die „Wahrheit“ als solches gibt es wahrscheinlich nur in der Mathematik.

Eine Strafe gebührt wenn dann nur mir, das sind schon eherne Grundregeln, dass beim Ernten und Füttern alle Handlungen zu vermeiden sind, die Räuber anlocken könnten und da hab ich grob fahrlässig gehandelt (und hätte es vorhersehen müssen).
„Bestraft“ wurde ich durch einen Haufen Stiche, viel Stress und unruhige Tage und kurze Nächte - ich glaube aber ich habe auch einiges dazugelernt.

Das „Problem“ ist, dass beide Völker sehr stark sind, der Vorgang war in etwa so, wie wenn man Blut in ein Haifischbecken schüttet, so etwas löst bei allen Beteiligten eine unglaubliche Raserei aus.

Derzeit ist an beiden Standorten Friede eingekehrt, es herrscht Normalbetrieb an den Fluglöchern.
Bei beiden Völkern sind aber noch einigermaßen angriffslustige Wächterbienen unterwegs - das ist aus meiner Sicht eine normale Reaktion auf die Ereignisse der vergangenen Tage.

Die Einraumbeute möchte ich nicht wieder an den alten Platz zurückstellen.
Frei nach der Devise „Mehr Abstand - mehr Sicherheit“.

Am Wochenende werde ich in der ERB nach der Königin suchen, wenn die Ursprüngliche vom Schwarm des letzten Jahres noch vorhanden ist, dann hat sie eine weiße Markierung und sollte leicht zu finden sein.

Ich hoffe, dass die Schäden in der ERB nicht zu groß sind, vielleicht kann ich am Wochenende ein paar Fotos machen und ins Forum stellen.

3 „Gefällt mir“

Mit „Wahrheit“ meinte ich deine Ehrlichkeit.
Richtig ist, in Ruhe nachschauen und sich ein Bild vom Volk machen.
Egal wie viele Bienen da sind und ob eine KÖ da ist.
Für mich wäre wichtig, ob es noch ein „Bien“ ist.
Die Volksseele muss noch spürbar (sichtbar) sein.
Wenn es nur eine Ansammlung von Einzelindividuen (Bienen) ist, wäre es nicht so gut.
Dafür gibt es aber auch Versuchsmöglichkeiten.
Nichts erzwingen wollen aber die sinnvollen Möglichkeiten nutzen.
Vielleicht versuchen wir auch manchmal zu viel helfen zu wollen.
Wir sehen es ja immer aus unserer menschlichen Sicht, sind aber weit entfernt von der Natur, vom Bien.
Aber wie schon geschrieben, das wird schon …

Alles Gute vom Rolf

Hallo Rolf,
könntest Du das erklären?
Meinst Du, dass sich bei den Völkern in der Nähe des neuen Standorts „herumgesprochen“ hat, dass der Neuzugang eine lohnende Beute ist? Oder habe ich das falsch verstanden?

Gruß Heiner

Hallo Heiner!

Ja, so ungefähr.
Hier tauchen jetzt immer mal Suchbienen auf, sicher keine Spurbienen von Schwärmen.
Es wird nach Nektar/Honig gesucht, die Tracht ist am Ende.
Und wenn es ein Volk zulässt, dann kommt der Schwänzeltanz und alle kommen mit.
„Thomas Dyer Seeley“ hat bei seinen Studien auch Räuberei über mehr als 1 km festgestellt.

Alles Gute vom Rolf

Liebe Alle,

zuallererst möchte ich mich bei Euch für die guten Ratschläge und für den seelischen Beistand, welchen ich hier in den letzten Tagen erhalten habe sehr sehr herzlich bedanken.

Heute habe ich die Einraumbeute geöffnet und kann jetzt erstmal Entwarnung geben.

Der Königin und ihrem Volk geht es gut, am Flugloch wird wieder friedlich aus- und eingeflogen, es sind keine Schäden an den Waben erkennbar, sollten welche vorhanden gewesen sein wurden diese inzwischen repariert.

Es werden fleißig Pollen eingetragen und zu meiner Überraschung wurden in den letzen Tagen auch gleich wieder ordentlich neue Waben gebaut.

Ich hatte ja nach der ganzen Aufregung weder Trennschied noch Leerrähmchen in die Beute gegeben.

In der Not wurde von den Bienen die bestehende Randwabe aufgedoppelt und die nächste Reihe wird gerade am Wachstuch festgemacht und das sieht so aus:

Das werde ich gleich morgen nach der Arbeit korrigieren (Leerrähmchen hatte ich zum neuen Standort noch nicht mitgenommen).

Zum Abschluss hier noch Bilder von der Ernte bzw. von einer geernteten Randwabe, welche in ihren Dimensionen sehr beeindruckend ausgefallen ist.





5 „Gefällt mir“

Es ist sehr spannend hier mitzulesen :+1:

Aber darf ich fragen, warum Du kein Schied drin hast?

Herzliche Grüße

Hallo Sven,

bis zur Ernte war ein Strohschied in der Einraumbeute.

Nachdem ich beim Ausbau der Rähmchen nicht gut genug aufgepasst hatte, war die Randwabe vor dem Schied am Ende ca. 5 cm dick und am Strohschied hatten die Bienen auch schon über die komplette Fläche eine Honigwabe angebaut.

Daher ging das Trennschied mit in die Wabentransportkiste.

Dann haben sich die Ereignisse überstürzt wie im Thread berichtet.

Nachdem ich bei der Durchsicht am Wochenende gesehen habe, dass die Bienen sofort wieder begonnen haben neue Waben zu bauen, hab ich gestern Abend wieder das Trennschied und Leerrähmchen in die Einraumbeute eingesetzt.

Ich hoffe, dass damit jetzt die wichtigsten Dinge erledigt sind.

1 „Gefällt mir“

Ah, jetzt verstehe ich. Das kann ich gut nachvollziehen. Es geht nicht immer sofort oder am nächsten Tag nachzubessern, geht mir mitunter auch so wegen Arbeit oder auch wegen gesundheitlichen Gründen… Und dann sind die Immen manchmal krass schnell mit der Selbstverwirklichung in Form kreativen Wabenbaus.

Alles gute

Und das Zubehör hat man (ich jedenfalls) ja auch nicht immer in ausreichend mehrfacher Ausfertigung und wenn doch, dann nicht dabei wenn es akut gebraucht wird…

Dieses Thema wurde automatisch 7 Tage nach der letzten Antwort geschlossen. Es sind keine neuen Antworten mehr erlaubt.