Nun ist die Honigernte erfolgreich vollbracht , und doch bin ich unsicher, ob nicht doch ich einen Fehler begangen habe. Ich habe aus dem Honigraum alle Honigwaben entnommen. Es folgen 6 Brutwaben mit Futterkränzen und am Ende, über dem Flugloch, 4 Vollverdeckelte Honigwaben.
Dazu habe ich 3 Fragen:
Warum baut das Volk direkt über dem Einflugloch Futterwaben? Ist das nicht ungewöhnlich? Es kommt in jedem Jahr eine neue hinzu…
Könnte oder sollte ich eine oder zwei dieser Waben auf die andere Seite des Brutnestes hängen? (und dann markieren, damit ich sie nicht als Honigwabe im nächsten Jahr ernte!) Dann wäre der Weg im Winter nicht so weit..
Das Brutnest geht (momentan) über 6 Waben. Wie schätze ich den Inhalt des Futterkranzes? Berechne ich diesen ebenso wie den Vorrat auf den übrigen Waben?
das hatte ich vor Jahren zuerst in der dünnwandigen Bienenbox und habe es mir dann so erklärt, dass die Bienen sich einfach eine Wabe zusätzliche Dämmung an die Seite zimmern und erst dann mit Pollen und Brut anfangen.
Später kam es mal in einer Einraumbeute dazu. Das Bienenvolk war über den Winter sehr in Richtung fluglochfern geschrumpft, fast nicht mehr da. Es hat kaum was verbraucht, und bei der Auswinterung war viel Vorrat am Flugloch, den ich dort gelassen habe. Es wurde nicht geräubert ( Glück, bzw. im üppigen Frühjahr nicht so ein Thema).
Das kleine Volk jedenfalls ist dann von hinten wieder gewachsen und hat seither sein „Zentrum“ beibehalten, so dass der viele Vorrat am Eingang stehen geblieben ist. Es gab bislang kein Problem. Umhängen würde sicher gehen, dann würden die Bienen sich vmtl. nach der Neuordnung etwas neu organisieren müssen. Dazu kann man dann so oder so stehen; ich mach es nicht unglaublich gern, weil mir das bienenorganische Tun sehr gefällt, würde es aber situationsabhängig entscheiden, z. B. wenn ganz verwachsene Waben dabei sind, diese entfernen.
Wo siehst du ein Problem, diesen Honig zu ernten (falls du nicht das Gefühl hast, sie haben da Zuckerfutter eingetragen)?
ich sehe nicht das Problem, Waben über dem Flugloch zu ernten. Ich habe in diesem Jahr wie auch im vergangenen Jahr eine volle Honigwabe von Position 2 entnommen. Im vergangenen Jahr hatte ich an dieser Stelle 3 Honig- bzw Futterwaben, indiesem Jahr waren es 5. Also habe ich auf der Fluglochseite nach der Ernte 4 voll ausgebaute Honigwaben. Auf der anderen Seite (Honigraum) habe ich die Waben bis direkt vor das Brutnest entnommen. Ich dachte, dass es für den Winter besser ist, dass die Bienen nicht so lange Wege haben, daher würde ich eine Wabe umhängen.
Die Alternative wäre, eine bis 2 Waben vom Einflugloch zu entnehmen und dann aufzufüttern. Dann würden sie aber auf 8 Waben überwintern, was mir zu wenig erscheint…
Ausserdem: erst den Honig entnehmen und dann mit Zuckerwasser auffüttern kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein…
Liebe Katrin, da ich in meinem vorangegangenen Beitrag keine Frage gestellt habe, hier noch einmal konkret: was hältst du davon? Und ausserdem: es irritiert mich nach wie vor, dass das Volk zunehmend Honigwaben über dem Flugloch baut. Du meinst also, ich sollte das so lassen, und im nächsten Jahr dann von beiden Seiten des Brutnestes den Honig ernten?
da stimme ich dir voll zu, ich würde auch keinen Honig wegnehmen und durch Zuckerwasser ersetzen, nur weil er mir an der falschen Stelle untergebracht erscheint.
Ich würde wohl gar nichts verändern und den Bienen ihre Organisation so lassen, wie sie sie eingerichtet haben. Wenn du hinten aber viel Honig entfernt hast, würde ich vielleicht nur eine Wabe fluglochnah lassen und den Rest nach hinten hängen. Und interessiert schauen, was sie dann nächstes Jahr machen.
Falls du noch nichts gemacht hast, wäre es jetzt, wo ja auch wieder einige trockene Tage vergangen sind, mit vmtl. wenig Eintrag, interessant, nachzusehen, wie die Versorgung überhaupt aussieht und ob zusätzliches Futter gebraucht wird.