Honig unbrauchbar

Grmpf
Das wäre eine gute Idee, wenn ich Beifall für den Honig erwarten könnte. Aber ich möchte mich nicht für das Kuriositäten-Kabinett bewerben :wink:

Im Ernst, eigentlich ist der so geraten, das ich ihn inzwischen am liebsten stillschweigend ins Klo gekippt hätte anstatt mich öffentlich zu outen. Aber jetzt da ich das getan habe, will ich auch alle Angebote nutzen um den Fehler zu finden und künftig zu vermeiden (wenn ich etwas falsch gemacht habe) oder zu umgehen (wenn es z.B. an der Umgebung liegt).

Wahrscheinlich werde ich nicht zum Sommerforum kommen können. Aber den Honig werde ich schicken.

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Wenn die Bienen den Honig nicht wollten, hätten sie ihn nicht gesammelt!
Falls die Analyse nichts Auffälliges ergibt, ist zurückfüttern sicher besser als entsorgen.

Gruß
Heiner

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Danke Heiner,

Stimmt. Eigentlich… Aber der Geruch /-schmack war bei der Ernte ja noch unauffällig und ist erst danach umgeschwenkt.
Ich kann natürlich die Bienen entscheiden lassen und es anbieten, aber es fühlt sich für mich gerade total falsch an, Stinkehonig zu füttern. Es gibt ja auch Fälle, bei denen sich Bienen an Abfällen bedient haben, wenn das einfacher zu haben ist als echte Tracht. - Nicht dass ich einen Anlass für nen konkreten Verdacht hätte, nur grundsätzlich zur Aussage, dass die Immen nicht irren :wink:

Ich will von dem Zeug am liebsten nichts mehr riechen, schon gar nicht im nächsten Frühjahr noch was davon drin haben

Nochmals Dir und allen hier Danke für die rege Anteilnahme und für die vielen Anregungen.

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Hallo @Linus ,
mich würde eine Probe deines Honigs interessieren damit ich sie auf unserem nächsten Imkertreffen Anfang August zum Verkosten und Einschätzen mal anbieten kann.
Wir haben bei uns sehr kompetente Imker die über sehr hohes Fachwissen in Bezug auf Honigsorten verfügen und denen ich eine seriöse Einschätzung zutraue.
Kosten erstatte ich dir dann selbstverständlich.
Gruß Jörg

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Hallo,

wg Krankheit konnte ich es bisher nicht früher weitertreiben.

@Katrin und @anfaengerbiene : ich habe Euch PNen geschrieben.

Beste Grüße

Hallo Linus,

gerade konnte ich mit Michael über deinen Honig sprechen:

Er beschreibt, dass bereits im Glas deutlich die Phasentrennung sichtbar war. Der Honig war angegoren, in der flüssigen Phase tritt der Geschmack stärker hervor.

Michael beschreibt auch die von den Hefen erzeugten deutlichen Essigaromen, die im chemischen Prozess der Fermentation entstehen.

Du beschreibst, dass der Honig frisch geerntet war und auch keinen ungewöhnlich hohen Wassergehalt hatte. Gründe wie zu hohe Lagertemperatur oder Wassergehalt scheinen daher auszuscheiden.

Wenn du bereits ausgebaute Waben für die Honigproduktion verwendet hattest, könnte es sein, dass diese nach der letzten Ernte nicht sauber ausgeschleckt worden waren und sich dort bereits Hefen angesiedelt hatten, die den Gärungsprozess im eigentlich frischen Honig schnell in Gang gebracht haben.

Vielleicht hilft das ja weiter, um der Ursache auf den Grund zu kommen.

Viele Grüße

Katrin

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Zum Thema Phasentrennung:
45_Honigfehler_Bltenbildung_Phasentrennung (4).pdf (77,3 KB)

Vielen Dank Katrin, Michael und Siegfried.

Die vermeintliche Phasentrennung ist m.E. keine, sondern die Konsistenz kommt daher, dass ich den Honig im Eimer gelagert hatte, in dem er von oben her auskristallisiert ist. Als ich das Glas für Euch abgefüllt habe, habe ich festes und noch-flüssiges Zeug gemischt, um einen Querschnitt zu erhalten. Habe ich für die B-Probe für den TGD* (Tiergesundheitsdienst bzw dort Bienengesundheitsdienst) ebenso gemacht.

Dort kam übrigens (wie schon bei A) u.a. heraus, dass noch keine Gärung eingesetzt habe, keine fremden Bestandteile enthalten sind und Geschmack sowie Geruch sortentypisch seien. Ich sehe das subjektiv immer noch anders…

Katrin, Dein/Michaels Hinweis bzgl. der gebrauchten Waben vom letzten Jahr ist bisher das plausibelste, das mir bzgl. dieses Honigs untergekommen ist. Auch wenn die Laboruntersuchungen eigentlich etwas anderes ergeben (keine Gärung).

Ich gebe jetzt Ruhe, nehme nächstes Jahr nur frische Mittelwände aus eigenem Wachs und / oder baue auf Naturbau und hoffe, dass dann alles gut wird. Zumindest meine Begegnungen mit den Bienen und gerne der Honig.

*) Editiert, Tippfehler korrigiert und Abk. eingefügt

Doch nochmal…
Die Hygiene-Hypothese wird bei weiterem Nachdenken immer plausibler.

Ich hatte nämlich die Waben nur als Notreserve behalten, die ich dann doch mit einer weiteren Zarge (4. Zarge Zander/Liebig) gegeben habe, nachdem die Bienen in die erste als Honigraum gedachte Zarge (3.) mit Brut eingezogen waren. So ist dann auch wohl zu schnell zuviel Platz da gewesen. Was ja soviel ich weiß, die bienische Hygiene erschwert. Dazu kam ein winterlicher Kälteeinbruch im April, der es auch nicht besser gemacht haben dürfte.

Nochmals vielen Dank für die Anteilnahme und die vielen Rückmeldungen, aus denen ich viel gelernt habe.
Als Gegenleistung dürft ihr gerne aus der ungünstigen Verkettung meiner Maßnahmen (Fehler) lernen, falls da was neues für euch dabei ist.
Auf ein neues Bienenjahr (läuft ;-)), Alles Gute!

P.S.: wie vielleicht herauszulesen ist das Volk in Zander „einfach“, ich überlege zu versuchen, sie nächstes Jahr in Zander 1,5 umzusiedeln. - werde dafür beizeiten einen eigenen Thread hier öffnen, wenn ich konkrete Hilfe brauche und keine finde.

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