Etiketten von Gläsern lösen

Mal eine praktische Frage an diejenigen von Euch die mehr als für den Eigenbedarf ernten: wie entfernt ihr nicht-wasserlösliche Etiketten von zurückkommenden Gläsern? Meine eigenen Etiketten sind wasserlöslich, einfach Glas in Wasser stellen und nach 2 min abziehen bevor Glas in die Spülmaschine kommt. Die vom D.I.B. und die meisten anderen krieg ich aber so nicht ab. Mittlerweile haben sich ein paar Kartons mit Fremdgläsern angesammelt, die würde ich gern wiederverwenden.

Danke Euch,
Martin

Es gibt eine andere Sorte Etiketten, die man trocken abziehen kann. Die darf man auf keinen Fall nass machen.

Hallo, um Klebereste zu entfernen schmier ich diese mir Butter ein, lass es einige Minuten wirken und Wisch es dann ab.
Gruß Ralph

Etwas einweichen lassen und dann mit so einem Edelstahl-Spiralschwamm (Topfreiniger, https://www.google.com/search?q=edelstahl+spiralschwamm ), Wasser und etwas Spüli (wichtig) vom Glas rubbeln. Das funktioniert wunderbar, daher unbedingt Gummihandschuhe anziehen. Manchmal findet man so ganz billige Spiraldinger, die können aber kratzen. Ebenso ungeeignet ist Stahlwolle mit oder ohne Scheuermittel (z.B. Ako Pads, Abrazo). Am besten erst einmal an einem Glas ausprobieren.
Ich mache nichts anderes mehr bei Kleberresten auf den Gläsern. Geht schnell und ist gründlich. Den Spiralschwamm kann man am Ende gründlich ausspülen und trocknen.
Beklebte Deckel sind ein anderes Problem. Deren Lackierung hält dem Edelstahl nicht stand.
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Wenn die bereits geschilderten chemiefreien Methoden, die ich bevorzuge, nichts gefruchtet haben, dann habe ich auch gute Erfahrungen mit „Aufkleber & Klebereste Entferner“ von Mellerud gemacht:

Wegen des doch recht intensiven Geruchs würde ich allerdings empfehlen, das Ganze nicht im Haus, sondern besser im Freien zu machen, auch wenn der Hersteller meint, dass das bei guter Durchlüftung kein Problem ist.

Ich fülle das Glas meistens mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher. Dabei darauf achten, dass das Etikett nicht nass wird. Dann lässt es sich meistens recht gut abziehen.

Die Klebereste entferne ich mit Brennspiritus oder zur Not mit Waschbenzin.

Es gibt aber einfach auch Etiketten die nicht abgehen. Ab in den Glascontainer. Wenn ich sehe mit welchen Mitteln ( Mellerud usw.) zu Werke gegangen wird, finde ich das Entsorgen doch noch am Nachhaltigsten. Meine Erfahrung: Alles was sich nicht im heißen Wasserbad mit etwas Spüli nach einiger Zeit gut ablösen lässt, gehört für mich definitiv ins Altglas. Zumal wir hier auch Gläsern sprechen in die ein Lebensmittel abgefüllt werden soll. Da wären Rückstände von irgendeinem chemischen Reiniger einfach fatal. Meine Meinung

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Daher ja meine Lösung mit dem Spiralschwamm. Kommt mit Spülwasser aus und der Schwamm hält ewig. Abschließend lässt sich der Edelstahlschwamm über den Schrott oder die Wertstofftonne (in Kommunen, wo das so vorgesehen ist) entsorgen und recyclen. Man muss nur etwas mechanische Arbeit investieren und wenn man mehr als ein, zwei Gläser sauber machen will, empfehlen sich für zarte Hände eben Gummihandschuhe.
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Hallo Andreas @Mr.Bien,

grundsätzlich bin ich ja bei Dir, weil ich ja wie geschrieben die chemiefreien Methoden bevorzuge.

Ist das Glas-Recycling hier wirklich am nachhaltigsten?

  • Ein voll funktionsfähiges Glas (samt Deckel) wird ins Altglas „entsorgt“, so, als wenn es kaputt gegangen wäre.
  • Dieses Glas muss mit Ressourcen - automatisiert und per Hand - ebenso von jeglichen Rückständen befreit und insgesamt aufbereitet werden, bevor es eingeschmolzen werden kann (siehe Prozess der Aufbereitung).
  • Das neue Glas (samt Deckel) muss mit Ressourcen (Glas, Blech, Strom, Öl, Wasser, …) neu produziert, verpackt, transportiert usw. werden.

Es erscheint mir da sinnvoller, ein Glas mit einem hartnäckigen Etikett einmalig besonders zu behandeln, um es dann doch noch einige Male im Sinne des Mehrwegs weiter verwenden zu können.

Klar ist so etwas zu verhindern. Deshalb reinige ich das Glas mit Tuch und Wasser vor und es kommt dann vor dem nächsten Gebrauch selbstverständlich erstmal in die Spülmaschine, wo es einwandfrei gereinigt wird. Ob danach noch Rückstände, die einmal außen am Glas gewesen waren, ins Glas hinein gelangen und schließlich - ob nun nachweisbar oder nicht - im Honig landen? Ich bezweifele das.


Aber zurück zum Thema. :wink:

Als (biologisches) Hausmittel kann auch das Einweichen der Etiketten mit Speiseöl oder Zitronensäure (frisch gepresster Zitronensaft oder Extrakt) beim Ablösen helfen. Nach meiner Erfahrung hilft wegen der verschiedenen Kleber nur das Ausprobieren.

Manchmal bewirkt auch das kurze Anwärmen mit einem Fön Wunder. Im besten Fall kann man das Etikett (vorsichtig) zusammen mit allem Klebstoff abziehen. Der Erfolg hängt auch hier vom verwendeten Kleber ab. Zum Beispiel verwende ich gerne ein schönes großes 950-ml-Glas (ehemaliger Inhalt: Bio-Kokosöl) inkl. Deckel sinnvoll weiter, anstatt es zu „entsorgen“. Einweichen hilft hier leider gar nicht und das Etikett zerlegt sich beim Versuch, es abzuziehen oder abzuschrubben, in 1000 Teile. Überraschenderweise kann man das mit dem Fön erwärmte Etikett problemlos abziehen, aber nahezu der komplette Kleber bleibt auf dem Glas zurück… Das ist dann ein Fall, wo ich schließlich doch lieber den Klebereste-Entferner einsetze, anstatt den Stahlschwamm zu „opfern“.

Nein, nein, der Stahlschwamm muss nicht „geopfert“ werden. Da er mit Spülwasser benetzt ist, haften die Kleber- und Etikettenkrümel nicht an, sondern lassen sich einfach ausspülen. Den Schwamm kann man sehr lange dafür nutzen. Man kann ihn auch einfach mal im Besteckkorb der Spüma mit reinigen. Probiert es einfach mal aus.
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Also gut. Ihr habt mich überzeugt. Leider fehlt mir für derartige Aktionen doch etwas die Zeit, da ich mit 12 Völkern in Dadant im Naturwabenbau und Schwarm- und Schulimkerei doch ganz gut beschäftigt bin. Am Ende des Tages bin ich froh, wenn ich meine eigenen Glasrückläufer (mit gut ablösbaren Etiketten) gereinigt bekomme. Aber trotzdem, waren ein paar ganz nützliche Tipps dabei😉 ma lernt ned aus…

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Braucht wenig Zeit, nur Geduld:
Ich habe die hartnäckig beklebten Gläser (im Sommer, alte Wanne, draußen in einer Ecke) einige Tage im Wasser stehen gelassen. Danach geht fast* alles leicht abgewischt.

  • Und niemals würde ich die gar nicht frei werdenden Honiggläser dann noch mit Chemie behandeln. Ich habe keine Chemie dafür. (Ist eine Grundsatzfrage, also nicht verhandelbar. :no_mouth:)
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Ich glaube beim Einweichen machst du dir auch die chemischen Eigenschaften von Wasser zunutze … :thinking::wink::grin:

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Vorsicht vor dem Dihydrogenmonoxid (DHMO), das darin in nicht unwesentlichen Mengen enthalten ist! :innocent: :wink: :grin:

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Ihr wisst schon, dass mit „Chemie“ nicht die Naturwissenschaft gemeint ist, sondern künstlich hergestellte Chemikalien?
:roll_eyes:

Ich weiß natürlich, was gemeint war, und wollte weder Dich noch jemand anderen veräppeln oder gar den Eindruck erwecken, dass ich (D)eine Grundeinstellung nicht ernst nehme. Das Gegenteil ist der Fall. Vielmehr wollte ich nur einen harmlosen Spaß machen und nahm an, die Smileys kennzeichnen das ausreichend. Das ist mir offenbar misslungen und tut mir leid! :pensive: Entschuldige bitte, @jakobleipzig!

Das ist mir schon klar :wink:
Deswegen hat meine Antwort eigentlich auch zwei Dimensionen:

  1. Ein Hinweis darauf, dass Chemie überall ist und
  2. Die Einteilung künstlich/natürlich sollte nicht immer mit schädlich/unschädlich unschädlich übersetzt werden.
    Im Prinzip bin ich aber bei dir, dass irgendwelche Intensivreiniger etc. nicht unbedingt eine Lösung sind.
    Bei DIB-Gläsern hatte ich das Problem aber noch nie – spätestens im Zauberwürfel geht alles ab :grin: Danach liegt in der Regel das Etikett wie eine Hülse um das Glas, weil sich der Kleber löst aber das Papier stabil ist.
    Für Marmelade habe ich mal Gamle-Dansk-Gläser gesammelt, die Etiketten haben eine äußerst feste Verbindung zum Glas :roll_eyes:
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ich habe die Erfahrung gemacht, dass beinahe alle Etiketten von Gläsern, die ich im Bioladen kaufe, schwer löslich sind. Ich nutze deshalb seit vielen Jahren wie @cookie ein Spiralschwämmchen o.ä., bzw. habe ich seit einigen Wochen einen Topfreiniger aus Kupfer, mit dem ich auch meine Gusseisenpfanne, das Kochfeld uvm. reinige. Mit diesem Schwämmchen klappt das prima, sämtliche Papierreste lassen sich einfach ausspülen. Ich stelle die Gläser zuerst in Wasser, schabe das Papier dann soweit es geht mit der Rückseite/Kante eines Spülbürstchens ab (mit dem Cerandkochfeldschaber klappt`s auch) und den Rest dann mit dem angefeuchteten Kupfer-Schwamm (mit etwas Spülmittel)

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Uih, das käme bei mir nicht vor. Da hätte ich zu viel Angst die teure Einbrennschicht zu zerstören … hartnäckiges kriege ich mit Salz und einem Tuch raus :wink:
Aber das gehört hier eigentlich nicht her :zipper_mouth_face::wink:

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da mache ich mir keine Sorgen, habe die (schwedische) Pfanne schon sehr lange und verwende das Kupferschwämmchen eher selten. Laut Hersteller lässt sich die Einbrennschicht auch wieder auffrischen (musste ich bisher aber nicht machen). Auch wenn`s nicht hier her gehört, ich antworte trotzdem kurz :wink:
Schönes Wochenende - hier steigen die Temperaturen, bald ist Weidenkätzchenzeit