Die Bienenkiste - ein optimales Hobby für Diabetiker !?

Diabetiker - ich bin (noch) keiner und möchte auch keiner werden - soweit mein Wunschdenken! Aber weiß man, wie es kommt?

Mich fesseln derzeit Gedanken, Überlegungen, ob die Bienenkiste eine für
Diabetiker ausgesprochen gut geeignete Betriebsweise darstellen und somit für viele, die
an dieser Krankheit leiden, eine sinnvolle Beschäftigung sein könnte.

Die Bienenkiste, ihr Konzept, Diabetes und Bienenhaltung im Einklang?

Guten Morgen @bienenflug,

wie kommst du gerade auf Diabetiker?
Mir wären da eher eher stressbedingte Krankheitsbilder und deren „Ableger“ eingefallen, alleine schon das (fast stundenlange) beobachten des Fluglochs an einem schönen, sonnigen Tag, die wärmende Sonne :sun_with_face: im Rücken, mit einer Tasse Kaffee/Tee oder was auch immer in der Hand - völlig entschleunigend!

Bin gespannt wie du darauf gekommen bist.

Gruß
Markus

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hallo @tyson

Super! Das ist schon der richtige Ansatz.
In Studien wurde u. a. nachgewiesen, dass neben einer genetischen Veranlagung negativer Stress, also Distress in Form von Angszuständen, Depressionen u. ä. die Gefahr, an
Diabetes zu erkranken, verdoppelt. Diabetes kann demzufolge durchaus als Stresserkrankung angesehen werden.

Aber dieser Ansatz war nicht mein primärer Gedanke, dass ich die BK inzwischen als
ideal für Diabetesgefährdete und Erkrankte ganz besonders herausstellen möchte.
Diabetes und Honig vertragen sich im Falle des Verzehrs nicht. An diesem Punkt möchte
ich zuallererst ansetzen. Die Bienenkiste ist eine Beute, die nicht primär die Gewinnung von
Honig zum Ziel hat. Ein kleine Honigernte ist möglich, aber nicht nötig. Der Diabetiker braucht
keinen Honig, auch der aufgrund bestimmter Blutwerte als gefährdet anzusehender Mensch
braucht keinen Honig, im Gegenteil, er soll es am besten ganz lassen.
Das schließt sie/ihn aber nicht vom Imkern aus. Mit der BK kann er alle Genüsse, u. a. auch
das was du in deinem vorangestellten Beitrag herausstellst, erleben, erfahren, paktizieren und
davon profitieren.

Im Jahre 2014 besuchte eine Gemeinschaft von Diabetikern einen Imkerbetrieb in Bayern. Dort wurde ihnen die Bienenhaltung in Theorie und Praxis anschaulich und umfassend vorgestellt, mit Schwergewicht auf der Honiggewinnung.
Im Anschluss an die Vorträge und Besichtigung eines Bienenstandes begab man sich in
einen Raum, wo alle aus dem Glas frischen Honig verkosten durften.
Ob letzteres passend war, habe ich meine Zweifel.

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Vielen Dank für deine Erläuterung, sehr interessante Informationen die du weitergibst, jetzt kann ich deine Aussage nachvollziehen und verstehe deinen Ansatz.
Großartig!

Danke und Gruß
Markus

Zu den Risikofaktoren, an Diabetes zu erkranken, zählen u. a. Bewegungsmangel, Mangel an frischer Luft, sowie Vitamin D-Mangel (Mangel an Sonnenlicht).
Gerade die Beschäftigung mit der Bienenkiste kann hierbei auf Dauer gesehen einen beachtlichen Teil dazu beitragen, diesen Mangel auszugleichen und damit das Risiko zu reduzieren.
Man darf die Situation nicht aus dem Blickwinkel eines Gesunden, sondern muss es aus der Sicht eines Erkrankten sehen.
Für einen Diabetiker, der gerne Bienen halten möchte, wäre es sinnvoll, die Bienenkiste/n so weit wie möglich von zu Hause aufzustellen. Außerhalb des Flugkreises von 5 km wäre dabei ein guter Anhaltspunkt.
Noch vor 50 Jahren betrug der durchschnittliche Fußweg eines Arbeiters von zu Hause zur
Arbeitsstätte 17 km. Heute sind es gerade noch 2 km, bei vielen Menschen auch darunter.
Selbst bei den jungen Generationen, Kindern, Schüler, beträgt der Fußweg zur Schule oft
nur wenige Meter. Der Bus hält direkt vor der Schule, gesamte Strecke wird im Sitzen zurückgelegt und zur Bushaltestelle werden sie von den Eltern gefahren. Nicht ohne Grund steigt die Anzahl der Diabetiker bei Kindern und Jugendlichen in den zurückliegenden Jahren enorm.

Wenn die Bienenkiste ca. 1-1,5 Stunden Fußweg von zu Hause aufgestellt wird(für Hin-u. Rückweg zusammen), hat der BK-Imker eine für seine Fitness sehr vorteilhafte Chance, indem er die Strecke mehrmals die Woche zu Fuß zurück legen kann. Vorteilhaft wäre es, wenn er das während des ganzen Jahres, bei Wind und bei Wetter tut, und ihm dies quasi ins Blut übergeht. Selbstverständlich kann man die Strecke auch joggen.
Und dann nicht nur die Bienen beobachten, sondern auch in sich selbst und schauen, was passiert.