Cathedral hive

https://www.whathive.com/hexagonal

Diese Beutenform habe ich gestern gefunden und finde sie recht interessant.

In erster Linie finde ich sie interessant, weil ich langsam in ein Alter komme, in dem BK und Warre zu schwer werden können.

Die Vor- und Nachteile sind aufgelistet. Ich füge noch hinzu, dass man verleitet wird Waben zu ziehen.

Für eure Meinungen bin ich dankbar.

Viele Grüße Frank

Sieht ja ganz lustig aus, ich sehe nur keinen Vorteil zur TBH oder ERB. Der große ERB Vorteil sind natürlich die großen Wabenflächen, die man hier nicht hat.
Als rückenschonend finde ich auch die Golzbeute noch interessant, die man evtl. auch einigermaßen wesensgemäß führen kann. Allerdings auch wieder mit Ausnahme der Wabenflächen :man_shrugging:t3:
Aber schick sind die Hexagone :+1:t2:

Ich mach mal so etwas wie Eigenwerbung für die BK , hat mir die Arbeit sehr erleichtert



Man kann die Kisten auch fast noch mit einer Hand umdrehen wenn sie von den Bienen ausgebaut wurden
( Die Idee stammt nicht von mir, aber erfolgreich nachgebaut )
Gruß Jörg

An der Beute von Corwin Bell finde ich weniger die Hexagonform der Rähmchen interessant, was die Schreinerarbeit verkompliziert und meiner Ansicht nach zudem etwaige Handhabe damit, und wo in der Umwelt ist eine Behausung zu finden in dieser Form, selbst das Brutnest weist nicht diese Form auf, als viel mehr die Geschlossenheit durch die Oberträger, Stichwort Nestduftwärmebindung (siehe: Bienenzucht – Naturgerecht einfach und erfolgssicher, von Johann Thür) und die Passagelöcher oben am Oberträger. Diese Löcher / Abkürzungen interessieren mich. Wenn, wie in der Beschreibung zu lesen ist, diese Löcher mit Wachs zu Tunneln ausgebaut werden, scheint mir das im Mobilbau fast schon wieder abträglich, weil beim Ziehen der Wabe diese Röhren zerstört werden; davon abgesehen, interessant. Mich interessiert auch ob das bei Wildbienen tatsächlich so in der Art zu beobachten ist wie er es beschreibt und mit Bildern der Waben von ihm eingefangener Wildschwärme zu belegen scheint, beziehungsweise das anderswo bereits Erwähnung fand oder Bestätigung findet.

Schaut auf jeden Fall optisch sehr ansprechend aus.
Da wird imkern wieder zur Religion :innocent:

Ich kann mir aber ein kugel- als auch zigarrenförmiges Brutnest darin vorstellen, wie bei der TBH eben – nur teurer und schwieriger nachzubauen. Und wenn man das als ausschlagendes Kriterium heranzieht ginge ja fast nur der Weissenseifener Hängekorb :man_shrugging:

Ja, das ist interessant.
Wobei ich nicht denke, dass es komplette Röhren von vorne nach hinten werden, mit Wachstunnel meinen die doch eher innerhalb einer Wabe, oder?! Es machte ja keinen Sinn, wenn die Bienen nicht zwischendrin mal abbiegen können und dann ist Mobilbau auch kein Problem.

Golzbeute habe ich auch eine in Betrieb - mit einem diesjährigen Jungvolk. Habe den „Raumtrenner“ entfernt, sodass es nur einen Raum gibt. Bis dato entwickelt sich das Volk sehr gut. Mir gefällt auch, dass man Eingriffe wie füttern oder Varroabehandlung über den Honigraum vornehmen kann und das Volk so wirklich nur minimal stört. Nachteilig sind natürlich die kleinen Waben (DNM hochkant). Bin trotzdem sehr gespannt wie sich das Volk nächstes Jahr entwickelt.

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@Knechilles
Ich habe auch mit der Golzbeute geliebäugelt. Hab mir einen Umstieg bzw. Einstieg offen gelassen indem ich für meine ERB’s das Format Kuntzsch-Hoch gewählt habe. Das ist ja eigentlich Standard bei Golz.

Zu der Cathedral Hive muss ich sagen: die sieht zu cool aus um praktisch zu sein.

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@Cupido
Beute in Hexagon kommt mir einfach so pseudo vor. Obwohl, im Unterschied zu einem Viereck sollte sie wärme- und lüftungstechnisch im Vorteil sein. Die Hexagonrähmchen sind in der oberen Hälfte seitlich bis zum Rand gebaut ohne Abstand zur Innenwand, was vorteilhaft sein dürfte.

Nichtsdestotrotz kommt mir das Hexagonteil im Unterschied zur ERB weniger einfach, praktikabel zum Arbeiten vor. Den Bienen wird sie vermutlich genehmer sein aufgrund der zur Hälfte seitlich geschlossenen Waben und den geschlossenen Oberträgern.

Mit Wachstunnel wird innerhalb der Wabe gemeint sein, stimmt, macht sonst keinen Sinn. Diese Tunnel machen aus meiner Sicht hauptsächlich bei geschlossenen Oberträgern Sinn und wenn die Waben, zumindest zu einem guten Teil abwärts, an die Seitenwand angebaut sind. Wenn zwischen Oberträger und Tuchabdeckung ein Abstand ist, müssten die Bienen auch überwechseln können, vorausgesetzt das durchhängende Tuch wurde nicht angekittet.

Die Rähmchen von dieser Beute haben oben einen kleinen Schlitz, welcher entweder verkittet wird oder nicht, dicht oder Luft raus. Das ist interessant in Verbindung mit den geschlossenen Oberträgern.

Es wird auch relativ viel über die Lüftung geschrieben. Mir nicht nachvollziehbar ist dann, dass als Dämmung für den Winter dampfdichte Platten und Folien z.B. zwischen Dach und Innenraum der Beute geschoben werden.

Naja, gibt so viel, und so viel sich ähnelt.

Der Cathedral Hive bietet meiner Meinung nach keine wirklichen Vorteile.

Er ist wesentlich komplizierter zu bauen als eine normale Oberträgerbeute. Die gewinkelten Oberträger haben auch den Nachteil dass es mehr Kontaktfläche zwischen den Oberträgern gibt, d.h. die Bienen haben mehr Möglichkeiten das zu verkitten. Außerdem muss man bei rohem Holz damit rechnen dass es sich verzieht - je länger der Oberträger, desto größer das Problem.

Das Dach ist ebenfalls komlizierter zu Bauen - ich muss ja über die Oberträger drüber kommen, da die Regen nicht abhalten. Also auch hier wieder mehr Aufwand.

Einziger Vorteil den ich sehe wäre evtl. weniger benötigte Standfläche, da du ja mehr Fläche pro Oberträger bekommst und damit weniger Oberträger brauchst. Aber das dürfte nicht so der Unterschied sein.

Ich würde deshalb entweder auf ERB oder Oberträgerbeute gehen. Bzw. tue letzteres, weil mir die Zusatzarbeiten bei den Rähmchen keinen Spaß machen.

Ich finde es immer wieder spannend, was sich ImkerInnen so alles ausdenken für die Bienen - und die Frage ist, was brauchen die Bienen wirklich? Und was brauchen die BienenpflegerInnen?
Auf meiner Homepage gibt es als Anregung, darüber nachzudenken einen Aufsatz:
Aufsätze vom Bienenfreund
Aufsatz „Der BIEN und seine Höhle“
(Anmerkung: Link aktualisiert - vorher vor Begeisterung den falschen reinkopiert - tut mir leid)
Bei aller Begeisterung hilft das vielleicht auch bei der Diskussion, welches denn die beste Höhle (Kiste) für die Bienenvölker sei.
Einen schönen Herbst Euch und Euren Bienen
Michael Weiler

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Die Sechseckform der Kiste und der Oberträger finde ich sehr interessant, kommt sie doch der eigentlichen Form der Behausung der Bienen sehr nahe. Irgendwo hab ich gelesen dass Bienen Ecken nicht verstehen und deshalb gerade dort zu Wildbau neigen. Natürlich liegt der Baum nicht, in dem die Bienen bauen.

Auch sind Brut-und Honigzellen nicht wirklich sechseckig sondern rund, die Lücken dazwischen werden mit Wachs gefüllt sodass der sechseckige Eindruck entsteht.

Aber für mich ist die Beutenform nicht relevant. Selbst bauen kann ich sie nicht, und 1400 $ ist mir wirklich zu viel.

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Ist das so ähnlich wie dieses Modell hier:

Hab` ich kürzlich in einem Beitrag von @Elsas.Bienenbox gesehen

Ähnlich im Sinne von Hexagon—Kreis, ansonsten kaum bzw. konstruktionsmäßig ziemlich unterschiedlich.

Es ist doch erstaunlich welchen Aufwand einige Leute betreiben um Geld zu verdienen.
Diese Beute ist doch auch nur eine Variation der Trog-Beute.
Ich habe auf Bildern die Naturfotografen gemacht haben noch nie ein Naturbienenvolk gesehen das nur runde Waben baut hat .
Die Bienen passen ihren Wabenbau in der Natur immer den Gegebenheiten an, egal ob in der Klotzbeute oder in BK oder im Mobilbau.
Gruß Jörg

So ist das - und die Höhle kann jede Ausrichtung haben - vertikal, horizontal aber auch diagonal und im Zweifelsfall noch um die Ecke.
Die Höhle ist das was der BIEN braucht - die Kiste ist für den Imker, und der Imker ist ein Mensch und deswegen sucht er immer nach Standards.
Wenn die Bienen einen Standard bräuchten, hätten sie die Evolution nicht überlebt, weil es in der Natur diesen Standard für Höhlen nicht gibt.
Soviel weiß ich nach 40 Jahren Bienen inzwischen
Der Bienenfreund

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