Bienenvolk vor der OS Behandlung gestorben

Hallo,

ich bin ganz neu hier im Forum und seit zwei Jahren Imker ich, mit der ERB .
Dieses Jahr war sehr spannend da das Volk nicht geschwärmt ist. Die Beute war sooo voll.
Es gab Varoa, ja. Dies habe ich mit der AS Behandlung gut in den Griff bekommnen. Sie hatten viel Honig, da ich bewusst nicht viel geerntet habe.

Als ich vor ein paar Tagen die OS Behandlung machen wollte bekam ich ein großes Schrecken. Das Volk ist tot. Wo im Sommer aus allen Nähten platzte, ist jetzt nichts mehr…
Honig ist immer noch da. Ich habe (Tipp aus dem Bienenkistenbuch) 50 willkürliche Bienen untersucht auf Flügelschaden, kurzes Hinterleib… Die Pyramide sah echt „normal“ aus. Kranke Bienen sehen anders aus finde ich. Es waren vielleicht 3 - 4 dabei. Die Königin habe ich auch gefunden und keine Äussere Krankheitsmerkmale feststellen können. Varroa lagen auch nicht viele auf der Windel. Das wären die für die OSB?

Jetzt habe ich doch einige Fragen:

1: Ist das doch ein Varoseproblem? Oder kann es sein, dass die Wintertraube runtergefallen ist durch aussere Einwirkung? (Die ERB steht in Garmisch Partenkirchen gut versteckt an einem Stadel, da könnte aber evt. jeder dran).

2: Was mache ich jetzt mit den Rähmchen? Ich hatte nur dieses Volk :frowning:

3: Kann der Honig noch geerntet werden oder ist die AS noch in zu großen Dosen drin?
Aufheben für das nächste Jahr?
Was ist dann aber mit dem nicht verdeckelten Honig? fängt der nicht irgendwann zu gähren an?

Ich würde mich sehr freuen über „Mellifera-Hilfe“… habe immer etwas Bauchschmerzen unseren „Mainstream-Imkern“ vor Ort zu fragen. Und bitte, das meine ich nicht negativ oder beleidigend. Wenn ich aber schon erzähle das meine Bienen Naturbau betreiben dürfen… :upside_down_face:

Danke!

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Hallo Bienenbas,
bezüglich woran der Bien eingegangen ist, ist als Ferndiagnose nicht möglich. Ich schätze aber das die Varose nicht allein für der Tod verantwortlich ist, erher verhungert. Wie sieht der Honig aus? Vielleicht ist Zementhonig in den Waben? Fotos von den Waben?
Zu 3 Honig schleudern oder auspressen, voraus gesetzt wie flüssig der Honig ist. Sonst für das nächste Bienenvolk aufbewahren und verfüttern. Sollte der unverdeckelte Honig zu flüssig sein (Spitzprobe) ausschneiden und mit den restlichen Brutwaben einschmelzen.
Zu 2 Die Bruträhmchen ausschneiden, Wachs einschmelzen, abkratzen und abflammen. Dann nächsten Jahr wieder verwenden.

Danke Bienenhorst für die schnelle Antwort.
Das wäre mir sehr peinlich wenn die verhungert wären.
Dann hat weniger Honig ernten für sichselbst und mehr für den Bien lassen in dem Fall eine
fremde Wende genommen…

Das mit dem Betonhonig glaube ich zwar nicht, aber ich werde im „Warmen“ nochmals ein Blick drauf werfen. Da macht die Spritzsprobe wahrscheinlich auchmegr Sinn als draußen bei -10 Grad oder?

Hallo Bienenbas,

herzlich willkommen im Forum :slight_smile: - trotz des wirklich traurigen Anlasses…!

Das tut mir so leid für Dich…! Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie ich mich fühlen würde…

Zusätzlich zu @bienenhorst’s prima Ausführungen noch eine Idee:

Wenn Du da Sorgen hast, jemanden aus dem örtlichen Imkerverein vor Ort zu fragen, was hältst Du davon, wenn Du mal ins Mellifera-Netzwerk schaust, ob da nicht jemand in Deiner Nähe ist?


Vielleicht findest Du da ja jemanden „Gleichgesinnten“, der sich das mal anschauen kann? Dann hättest Du möglicherweise auch gleich einen Kontakt für Deinen Neustart. :four_leaf_clover:

Viel Erfolg dabei und Kopf hoch,
Michael

Danke für eure freundlichen Antworten.
Wenns also fließen würde :wink:, wäre es unbedenklich den Honig zu essen?

Hallo,

schade um Deine Bienen…

Wie immer kann aufgrund der (spärlichen) Angaben keine genauere Diagnose erfolgen.

Wie und wann hast Du 2019 und 2020 AS und OS behandelt?
Hattest Du die Vorräte gewogen und falls ja wieviel kg waren es?
Kannst Du Bilder von den einzelnen Waben in der Reihenfolge der Entnahme machen und hier einstellen?

Ich glaube nicht an ein Verhungern.
Bei verhungerten Völkern stecken die restlichen Bienen in der Regel mit den Köpfen in den Zellen.

Dagegen sprechen auch die restlichen Vorräte, da käme höchstens ein Futterabriss in Betracht.

Bei Varroa fliegen sich die Völker kahl, da sind am Ende noch verdeckelte Brutreste auf den Waben und eine Handvoll tote Bienen (inkl.Königin) sind auf dem Boden oder zwischen den Waben erfroren.

Aber wie gesagt, eine Glaskugel hat hier keiner, mehr Angaben würden helfen.

Zum restlichen Honig:
Da gehen die Meinungen auseinander.
Ich selber esse keinen Honig aus bebrüteten Waben und erst Recht nicht wenn der Honig mit AS und OS behandelt wurde. Ich habe aber auch genügend anderen und wer sonst keinen hat freut sich evtl. auch über einen solchen.
Schaden nehmen wirst Du davon sicher nicht.

Ich würde die unbebrüteten Futterwaben aufbewahren für ein neues Volk im nächsten Jahr.
Bei den bebrüteten mit leeren Zellen musst du sehr auf die Wachsmotten aufpassen.

Wäre schön wenn Du die Antworten und Bilder hier einstellst.

Kopf hoch, einen Fehler kann jeder machen.
Dumm ist nur wer daraus nichts lernt…

Gruß Andreas

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Hallo Bienenbas,

wäre schön wenn Du noch eine Antwort für uns hättest…