ich habe leider letzte Woche festgestellt, dass eines meiner „Wirtschaftsvölker“ verstorben ist. Kurz vor Weihnachten habe ich nochmal bei den milden Temperaturen eine Oxalsäure-Behandlung gemacht, da haben sie noch gelebt und saßen in den Gassen. Jetzt frage ich mich natürlich was passiert ist. Nach Hunger sah es nicht wirklich aus, die Bienen lagen zu mehr als 99% auf dem Boden und es waren vielleicht 10 Stück, die in einer Wabe gesteckt haben. Mir ist aber aufgefallen, dass wohl ein Specht versucht hat in die Beute zu gelangen, ich habe nämlich über dem Einflugloch ein kleines rundes Loch. Gegen die Varroa habe ich behandelt und das Volk auf dem eigenen Honig überwintern lassen. Ich imkere auf 1,5 DN und es war noch sehr viel Honig im Brutraum, noch keine Brut. Ist es möglich, dass der Specht so fest gegen die Beute gehauen hat, dass sie vielleicht runter gefallen sind und dann aufgrund der sehr kalten Temperaturen über Weihnachten und Silvester verendet sind, weil sie nicht mehr ans Futter kamen oder habt ihr noch andere Ideen?
das tut mir sehr leid mit deinen Bienen, ich weiß genau wie sich das anfühlt.
Ich hatte im Winter 24/25 ein sehr vitales Volk in einer Einraumbeute in einem Garten unter einem riesigen Ahornbaum stehen.
Ich war nicht sehr oft vor Ort weil die Beute etwas abseits von meinem Wohnort entfernt aufgestellt war.
Das ist mein Eintrag im Stockbuch vom 14.12.2024:
”Einraumbeutler gestorben”
Ich wollte heute die OS-Winterbehandlung machen. Vor dem Flugloch lagen auffällig viele tote Bienen, auch innen am Boden lagen sehr viele tote Bienen bis hin zum freien Bereich hinter dem Trennschied. Der Bereich beim Flugloch war noch feucht. Keine lebende Biene mehr im Stock. In den Waben noch Futterkränze 10-12 cm, an den Randwaben noch 3-4 Futterwaben voller Honig. Vor drei Wochen hab ich mir noch keine Sorgen gemacht. Entweder war es die Milbe, Futtermangel war es nach meinem Dafürhalten eher nicht.
Erst ein paar Tage später, als ich die Beute abgeholt habe, entdeckte ich ein Loch, welches ein Specht in der Nähe des Bienensitzes in die Beute geschlagen hatte.
Was letzten Endes die Ursache für den Tod dieses Volkes war konnte ich nicht herausfinden, aber die Umstände waren deiner Beschreibung recht ähnlich.
Ach Mensch, das klingt ja echt wie bei mir. Der ganze beiden war voller toter Bienen und es war echt ein stabiles Volk. Ich kann mir nicht vorstellen das es an der Varroa lag und Futtermangel nur, dass sie halt nicht mehr rankamen. Wie groß war denn das Loch bei dir?
Genauso sieht es bei mir auch so.. mehr ist aber auch nicht, also der Specht kann ja nicht an eine Biene gekommen sein. Vielleicht hat jemand eine Idee und löst unsere beide Todesfälle.
Vielleicht Fotos won den Waben und den Bienen. Und die toten Bienen mal auswaschen mit Seifenlauge. Eventuell in ein Labor schicken.
Ich habe Spechtlöcher in den Beuten da kann ich einen Oberarm durchstecken. Kein Volk ist dadurch gestorben. Das bischen Gehacke an den Beuten kannn es bestimmt nicht gewesen sein.
Ich habe mir halt nur überlegt, ob sie nicht vielleicht runter gefallen sind und dann nicht mehr an das Futter kamen? An sich kam der Specht ja nicht an die Bienen..
Hallo Julia, in meinen beiden Bienenkisten hat auch ein Volk den Winter von 2024 auf 2025 nicht überlebt, deshalb kann ich deine Sorgen verstehen. Bei mir lag es wohl an dem verhärteten Melezitosehonig, den sie - trotz voller Honigwaben - im Winter nicht mehr auflösen konnten, Kopf voran sind einige noch in den Honigwaben gesteckt und dabei verhungert!
Ich denke, wir müssen uns damit abfinden, dass unsere Hilfen für die Bienen nicht allumfassend und vollkommen sein können, wir tun zwar unser Bestes, aber manchmal ist die Natur einfach stärker!
Auch heuer warte ich wieder wie jedes Jahr mit Unruhe auf die ersten Tage im März, um sehen zu können. ob alles in Ordnung ist!
LG Mani
ja total.. ich denke da auch so.
Ich versuche natürlich nur Ideen, Anregungen und vielleicht doch so manche Lösung zu finden, damit ich versuche Dinge besser zu machen. Es kann gut sein, das Volk habe ich komplett auf eigenem Honig überwintern lassen. Also wäre das möglich, ich schaue mal nochmal, was der Honig für eine Konsistenz hat. Ich habe jetzt noch 4 Völker, in der Hinsicht ist alles gut und es wird im Frühjahr dann sicherlich mit Bienen weiter gehen Aber mir geht es ähnlich, ein bisschen zittere ich jeden Winter aufs Neue mit
Viele Grüße
Julia
da leider keine Bilder der Waben zu sehen sind gehe ich mal nach deiner Beschreibung von Verhungern aus.
Wenn die letzten Bienen noch in den Zellen stecken und alle anderen Bienen auf dem Beutenboden liegen sieht das nach Futterabriss aus.
Dieser kann ohne weiteres durch den Specht ausgelöst worden sein ( wäre aber jetzt eine Spekulation da man keine Bilder von den Waben hat auf denen die letzten Bienen sind )