Hallo, ich habe meine Wifi Thermometer jetzt einige Tage im Einsatz und meine erste Erkenntnis möchte ich hier kurz mitteilen. Die Thermometer liegen im Honigraum. Bei dem grösseren Volk, dass den Brutraum bereits nach Einzug im Mai voll ausgebaut hat ist die Temperatur mindestens 1 bis 2 Grad höher als bei dem Volk, dass den Brutraum nur etwa zur Hälfte ausgebaut hat. Ausserdem ist natürlich bei höherer Temperatur die Luftfeuchtigkeit niedriger. Das für mich entscheidende ist folgendes. Die Innentemperatur ist durchweg höher als die Außentemperatur. Aktuell haben wir hier eine Außentemperatur von 29 Grad und in der BiKi ist sie um 4 bis 5 Grad höher. Das bedeutet für mich, dass zwar gemäß Außentemp. eine Varroabehandlung möglich ist, aber die Temp. im Innenraum eigentlich zu hoch ist. Wie ist dazu die Meinung hier im Forum? Gruß, Frank
Das Kriterium ist die Außentemperatur!
Brutnesttemperatur (Arbeiterinnenbrut) halten die Bienen nunmal auf ca 35°C. Im Honigraum tendenziell etwas weniger.
Sie produzieren Wärme und führen ggf ein ‘Zuviel’ ab. Bei hoher Außentemperatur (bei höher werdenden als 29°C umso mehr) ist der Aufwand höher. Das ist beim Superorganismus Bien ähnlich wie bei z.B. uns. Beide dürfen nicht überhitzen. Und die Toleranz ist kleiner, wenn die AS mitwirkt, plus die Säure verdunstet dann ggf zu schnell, sättigt die Stockluft und schädigt Bienen.
(29°C im Schatten sind, falls Deine Kiste frei steht, in der Sonne natürlich umso mehr.)
Das ist richtig, ich denke aber das es hier besonders um die Temperatur in Bezug auf die Geschwindigkeit des Verdunstens geht. Je höher sie ist, je mehr wird verdunstet und das ist ein “Killfaktor” für die Bienen. Deshalb habe ich auch noch nicht mit der Behandlung begonnen, sondern warte bis Mittwoch, dann sollen die Temperaturen stetig unter 30 Grad in meiner Region bleiben und somit auch unter 35 Grad in der Bienenkiste ohne Betrachtung der Temp. bei der Brut, die ja 35 Grad beträgt. Gruß, Frank
Genau, so meinte ich es oben auch
Ok, für mich in Sachen Ameisensäurebehandlung und der Überwachung der Innenraumtemp. ergibt sich ein Behandlungsschema, in dem ich nur unter 30 Grad den Nassenheider einbringe. Gemäß der Anleitung kann dieser bis 35 Grad eingestzt werden, aber wenn es draussen 35 Grad ist, dann haben wir in der BiKi 40 Grad oder mehr. Ich schaue mir immer wieder Videos auf Youtube an und dort ist ja der Herr von Nordbiene sehr aktiv. Dieser hatte letztens ein Video herausgebracht in dem er die Behandlung bei 35 Grad Außentemp. und darüber hinaus für völlig unproblematisch ansieht. Da hat halt jeder seine eigenen Vorstellungen ![]()
Na, damit würd ich lieber nicht experimentieren. Und ehrlich gesagt glaube ich das nicht. Zumal ein Volk mit hoher Varroalast - sonst brauchst nicht behandeln - schon geschwächt ist.
Kennst Du https://www.bienenkunde.rlp.de/Bienenkunde/Varroawetter/bundesweit-n-PLZ
Meines Wissens sind die dort zugrundeliegenden Grenzwerte allgemein Konsens.
Die Wetterprognose ist eher höher als bei meiner Vergleichsapp, aber so fühle ich mich auf der sicheren Seite.
Mit “eigenen Vorstellungen” sollte man nicht versuchen Physikgesetze und Biologieregeln außer Kraft zu setzen ![]()